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Tom Zeizels HCL-Blog

Das war die ENGAGE 2020 = viel Neues … und jetzt sind Sie dran!

Man könnte sagen der Löwe war los, auch wenn man eher von den netten Pinguinen empfangen wurde: Anfang der Woche fand im Zoo von Arnheim – sehr schöne Location! - in den Niederlanden die Engage 2020 Konferenz statt.

Man könnte sagen der Löwe war los, auch wenn man eher von den netten Pinguinen empfangen wurde: Anfang der Woche fand im Zoo von Arnheim – sehr schöne Location! – in den Niederlanden die Engage 2020 Konferenz statt. Mit erstmals über 420 Teilnehmern (116 alleine aus D-A-CH) bisher die größte HCL Digital Solutions-bezogene Konferenz in Europa. Ein umfangreiches Programm mit 86 Sessions und Roundtables von 103 Sprecher*innen (davon 35 HCL Master) vorgetragen. Auch wenn ich persönlich verhindert war, so habe ich die vielen Neuigkeiten doch verfolgt. Mir scheint, ich habe da ernsthaft etwas verpasst.

Die Gäste im Burger Zoo in Arnheim werden im Frack empfangen!

Theo Heselmans eröffnet die ENGAGE 2020

Die Keynote

Richard Jefts begann als General Manager HCL Digital Solutions die Konferenz mit seiner Keynote. Die war nach vier Schwerpunkten strukturiert, die ein wenig der Zeitachse von heute bis zum Jahr 2022 folgen:

  1. Bedienbarkeit im Fokus
  2. Software neu gedacht
  3. Wir sind zusammen besser
  4. Die Kunst des Möglichen

Richard Jefts, General Manager HCL Digital Solutions

Unter Bedienbarkeit im Fokus steht die aktuelle Maxime der Entwicklung der HCL Digital Solutions Produkte: Die Ausrichtung auf moderne Oberflächen auf allen Geräten, einfache Bedienbarkeit und letztlich der Spaß dabei damit zu arbeiten. Dazu gehört ein neues, durchgängiges Design-System für alle HCL Software Produkte. Damit nicht genug, auch die Themen der Vereinfachung der Lizenzierung und der Umstieg von dicken Releases auf „Continuous Delivery“ sind aktuell in der Umsetzung. Sie als unsere Bestandskunden waren eine derartige Geschwindigkeit der Auslieferung – „Delivery is part of our Culture!“, so Richard Jefts – in den vergangenen Jahren ja nicht gewohnt und viele von Ihnen kommen nun kaum hinterher. Hier ist ein Umdenken in eine moderne Zeit gefordert, denn ähnlich wie bei Plattformen anderer Hersteller, ist es auch bei Lösungen mit HCL Software wichtig der Mitarbeiterschaft immer möglichst aktuelle Releases zu bieten, um höchste Produktivität und eine Zufriedenheit mit dem IT-Arbeitsplatz zu erzielen. Dabei helfen, von HCL aus, bei den neuen Releases starke Vereinfachungen in der Infrastruktur, die in der Regel mit Containerisierung der Produkte einhergehen. HCL hat das mit Digital Experience (Portal) begonnen, dann kam Sametime V11, dessen Installationsaufwand von Wochen auf Minuten geschrumpft ist, und wird es im nächsten Schritt mit Connections V7 fortsetzen. Zudem haben wir neben dem Hauptentwicklungszentrum in Chelmsford in der Nähe von Boston (USA), zusätzliche, neue Standorte in Manila (Indonesien) und kürzlich in Vijayawada (Indien) mit jeweils 300 neuen Entwicklern eröffnet. Manila um 24 Stunden „around the Clock“ entwickeln zu können und Vijayawada mit einem Fokus auf Support und ein neues Angebot zur Anwendungsmodernisierung. Es gibt übrigens noch eine Reihe weiterer Entwicklungsstandorte, so auch in Deutschland.

Software neu gedacht“ und „Wir sind zusammen besser“ heißt die zahlreichen Mehrwertfunktionen, die die Lösungen von HCL an vielen Stellen bieten, architekturseitig noch offener zu gestalten, sodass Integrationen in beliebige Lösungen anderer Hersteller als „normal“ anzusehen sind und Entwicklungspartner noch einfacher einsteigen können. Wie schon beim Domino AppDev Pack und bei allen Neuentwicklungen, wie Sametime V11, wird konsequent auf aktuelle und strategische Open Source Lösungen gesetzt: JavaScript, node.js, Kubernetes, Docker, usw. sind da nur die Anfänge. HCL wird sich ab sofort auch aktiv – bisher war es nur passiv – in verschiedenen Open Source Communitys beteiligen und auch dort investieren – und mitreden. Insgesamt geht es auch darum weiterhin den so herausragenden Investitionsschutz für bisherige Lösungen zu bieten, parallel aber auch zu einem deutlich konsistenteren Software-Stack zu kommen. Es muss nicht jedes Tool eine eigene Administration haben und mit Domino haben wir eine herausragende Datenbank im Portfolio, um nur zwei der Unterthemen anzusprechen.

Richard Jefts & Jason Gary

Das von Jason Gary geleitete, 40 Personen starke HCL Digital Solutions Research Team arbeitet derweil daran die Grenzen der Machbarkeit – oder in anderen Worten „Die Kunst des Möglichen“ auszuloten. Dabei geht es um neue Produktinnovationen, neue, strategische Allianzen und letztlich die Frage „Was ist zu tun, damit unsere Lösungen als „cool“ angesehen werden?“. Ein (eher unterhaltsames) Beispiel bot dazu eine Domino App, die auf einem iPad lief und die in Verbindung mit einer Kamera erkennen kann, wie viele Personen bereits in einem Meeting-Raum sind. Dazu muss eine Person nicht gänzlich sichtbar sein. Um das anschaulich zu machen zeigte Jason Gary ein kurzes Video von einem Meeting. Darin krabbelte er kurz unter den Tisch (= einer weniger) und zeigte dann nur seine Hand (= wieder einer mehr). Das ist natürlich ein ziemlich abgehobenes Beispiel für künstliche Intelligenz im Kleinen, aber eine nette Visualisierung, dass wir beim Denken an neue Möglichkeiten in der Zukunft keine Grenzen sehen.

Die Ankündigungen

Natürlich habe die Produktmanager*innen Danielle Baptiste (HCL Connections), Ginni Saini (HCL Sametime) und Andrew Manby (HCL Domino Familie) ihre eigenen Präsentationen gehabt und auch darin nicht mit Neuigkeiten gegeizt. Hier einige der wichtigsten bunt gemischt:

  • Der Preview des Domino Event Managers wird in Kürze als neuer Teil des AppDev Packs verfügbar werden. Damit können Domino Anwendungen dann in einer super-modernen „Event-driven Architecture“ mit neuen Standards, wie z.B. Cloudevents, mitspielen.
  • In der letzten Woche ist die erste Version von Nomad auf Android Phones verfügbar geworden. Damit laufen klassische Domino-Anwendungen nun auf allen (!) wesentlichen Geräten mit beliebigem Formfaktor (mit der Ausnahme von Smartwatches). HCL würde sich freuen, wenn sie die neue Android-Version von Nomad einem Härtetest unterziehen, weil von dort aus die weitere Portierung auf Laptop/Desktop-Browser vorgesehen ist. Hierzu beginnt eine Beta bereits in Q2.
  • Hatten wir in letzter Zeit einen hohen Fokus auf das Thema Anwendungsentwicklung, so schlägt das Pendel nun wieder etwas zurück zu E-Mail und PIM: Im Juni wird HCL Verse 2.0 – die modernste Browser-Mail am Markt – kommen – und zwar als Progressive Web App (PWA) mit offline-Funktionen und Einbindung in das Betriebssystem.
  • In der zweiten Jahreshälfte erwarten wir Nomad Web für Laptops/Desktops, womit dann klassische Domino-Apps auch ohne Notes Rich Client im Browser laufen (und dabei integrierten Notes Basic Client Code nutzen).
  • Nachdem Domino am 20.12.2019 verfügbar wurde, wird Domino V12 im ersten Halbjahr 2021 folgen. Es steht weiter unter dem Motto „Apps that run your Business“ mit drei Unterthemen:
    • Business Workflow für uns alle
    • Your Business, your Data, your Cloud
    • Bessere App- und Mail Experience auf allen Geräten

Also u.a. mehr Fokus auf Workflow, Integration in alle möglichen Lösungen, die es teilweise auch schon gibt (z.B. SAP, Salesforce, aber auch bestehende und neue Partnerlösungen) und noch mehr Neues zum Thema Security, nachdem V11 schon die Synchronisation mit AD und Azure AD gebracht hatte. Auch den HCL Enterprise Integrator wird es wieder in einer neuen Fassung geben.

  • Bis dahin werden auch die Puzzlesteine zu einer neuen, leichtgewichtigen Client-Umgebung für HCL Domino zusammengefügt sein: Verse für Mail, Nomad für Anwendungen und Sametime für Chat & Meetings – zusammen in einer Progressive Web App auf Basis von Browser-Technologie. Das wird aus meiner Sicht ein klarer „Game Changer“ – auch in Hinblick auf Neukunden für die HCL Plattform, u.a. weil die Oberflächen überzeugen und damit keine Client-Rollouts mehr notwendig sind. Zudem deuten frühe Labortests auf eine ausgezeichnete Performance hin.
  • Der Notes Rich Client wird damit nicht verschwinden, rückt aber in die zweite Reihe. Er bleibt notwendig, wenn die Anwendungen auf Java oder Eclipse aufsetzen oder sehr große Offline-Anforderungen bestehen. Anzumerken ist auf jeden Fall auch, dass wir den Notes Client ja gerade einer Frischekur mit neuen Templates in V11 unterzogen haben. Diese werden mit kommenden CRs noch weiter verbessert werden, so auch mit mehr neuen Templates für Standard-Apps auf Phones.
  • Während Verse aus dem Stand mehr als 30 Sprachen unterstützt, sind Sprachpakete für den Notes Rich Client mit viel Entwicklungsaufwand verbunden. Dennoch arbeitet HCL auch hier nach den Gruppe 2 Sprachen an weitere Sprachpaketen für V11 und V12, so auch wieder für Katalanisch, Hebräisch, Finnisch, Norwegisch, Slowakisch und Slowenisch.
  • Jetzt am Montag wird die öffentliche Beta für HCL Volt verfügbar – der neuen, mit sehr viel Lob bedachten low Code Lösung von HCL, die alles nutzt was gut und auch neu in Domino ist, so zum Beispiel auch die Domino Query Language, über die Suchanfragen rasant schnell ablaufen. Volt wird ein kostenpflichtiges Add-on zu Domino (und später vielleicht auch mal als Appliance?) verfügbar – die aber bei weitem nicht so kostspielig wie andere Lösungen am Markt sein wird. Sie wissen schon, wen/was ich meine. Die allgemeine Verfügbarkeit soll bereits im April erfolgen.

Martin Lechleiter präsentiert HCL Volt

  • Das ganz neue Sametime Meetings kommt mit Sametime V11+ im Juni. Diese neue Lösung setzt auf Open Source auf, bringt Audio/Video/Screensharing und YouTube Broadcasts in einem einzigen Docker Container – ist also einfachst zu installieren, ganz ohne WebSphere und ohne DB2. Die Installationszeiten liegen also eher bei Minuten als bei Wochen. Das wichtigste Alleinstellungsmerkmal neben der super einfach zu bedienenden und performanten Oberfläche und den modernsten Technologien ist mit Sicherheit, dass Sametime auch weiterhin on prem laufen kann – für die Sicherheit Ihrer Daten! Das muss man am Markt sonst lange suchen.

  • Auf dem Weg zu Connections V7 (gegen Jahresende) gibt es weiterhin jedes Quartal ein CR-Release zu Connections 6.5. Das erste CR-Pack kommt bereits jetzt im März. Fokus in den CRs ist auf Verbesserungen und Erweiterungen, etwa bei OrientMe, das weiter geöffnet und zum Dashboard der Neuigkeiten auch aus anderen Anwendungen ausgebaut wird. Zudem werden die neuen Community Templates auf Juni vorgezogen, sodass es deutlich einfacher wird neue Community Spaces aufzusetzen. Neben der Mail- und Kalenderintegration für Domino und Exchange wird es eine Reihe neuer Integrationsfunktionen für MS Office 365 geben, u.a. für OneDrive und SharePoint, aber auch für Teams, um das dabei mittelfristig immer entstehende Datenchaos in eine besser strukturierte Community-Umgebung übertragen zu können, umgekehrt aber auch Connections-Funktionen direkt in Teams zu haben. Eine tiefere Integration für das neue Sametime V11/V12 steht ebenfalls an.

  • Mit Connections V7 wird nicht nur eine komplett neue, stark vereinfachte Bedienoberfläche kommen, sondern auch eine wieder vereinfachte und auf Kubernetes zusammengeführte Infrastruktur. Die wird sowohl Amazon Elastic Kubernetes Services (EKS), als auch Microsoft Azure Kubernetes Services (AKS) und die Google Kubernetes Engine (GKE) unterstützen.

Wie man sieht entwickelt sich der Aufkauf der ehemaligen IBM Collaboration Produkte durch HCL zu einer echten Erfolgsgeschichte. Kunden kommen zurück, die Renewal-Rate steigt wieder und auch Neukunden beginnen sich für HCL Software zu interessieren. Spannende, schöne Zeiten! Und wie sagt es Richard Jefts immer: „It is only just the Beginning!”

In dem Sinne noch ein schönes Wochenende!

Ihr
Tom Zeizel
Associate Vice President & Head of HCL Software in DACH

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