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DNUG Inside

PATRICK ROTH IM INTERVIEW

Patrick Roth ist Gründer und CEO der bloosite AG und seit kurzem Teil der DNUG als Fachgruppenleiter der Fachgruppe BigFix. Im Rahmen von DNUG Inside hat er uns ein Interview gegeben und unter anderem über seinen Werdegang, seine Vereinbarkeit von Berufs- & Privatleben und einige Insights gesprochen.

Patrick, Du bist Gründer und CEO bei der bloosite AG und unterstützt seit diesem Jahr die DNUG. Welche Rolle übernimmst Du genau?

In der DNUG habe ich die Position des BigFix-Fachgruppenleiters eingenommen, was für mich noch eine neue Rolle ist. Was das alles heißt? BigFix kenne ich sehr gut, die DNUG bisher wenig und das darf sich noch alles einfinden. Ich bin Inhaber und Gründer der bloosite AG und versuche nun, diese Rollen miteinander zu kombinieren. Denn ich denke, dass der BigFix-Alltag in meinem Geschäft wahrscheinlich der gleiche wie in der DNUG ist. Es geht um eine Lösung, ein Produkt. Es geht um kundenorientierte Darstellung und im Endeffekt darum, dass man die Leute für eine Thematik begeistern kann.

Das Thema BigFix ist ein neuer Bereich, der nun in der DNUG etabliert wird. Wie würdest Du BigFix zusammenfassen?

Die offizielle Bezeichnung ist Endpunkt Management – EndPoint Management auf Englisch. Die Historie von BigFix begann vor 20 Jahren und wir sind schon einige Jahre als bloosite AG in dieser BigFix-Story unterwegs. Vor über fünf Jahren haben wir das Produkt intern eingeführt. Der Support in der BigFix-Community war unabhängig des Herstellers immer verfügbar und das Schöne ist, BigFix ist eine Lösung bei der Endgeräte jeglicher Art, basierend auf Windows, Linux und Mac patchen kann. Das klingt so banal, wie viele andere Hersteller ihr Marketing ebenso nutzen. Wer sich jedoch BigFix genauer anschaut, der realisiert den Unterschied im Detail zu finden. Dies aufzuzeigen sehe ich als meine Aufgabe in der DNUG. Wir haben damals für BigFix entschieden, weil wir eine Lösung für unser eigenes Datacenter evaluierten. Wie sagen wir bei bloosite in diesem Falle, aus einem Thema entsteht ein neues Managed-Service Produkt. Mit dem Lifecycle Managed Service bieten wir heute auch für kleine und große Unternehmen das Patch Management als Dienstleistungen an. In den Jahren hat sich BigFix etwas verändert. Es ist eine vollumfängliche Lifecycle Suite und nicht nur ein Patch-Management. Es hat sehr gute Programmierfunktionen und beinhaltet z.B. Compliance Themen, Power Management und vieles mehr.. Wenn ich einen aktuellen Compliance Standard abbilden will, dann kann ich das fast „in wenigen Minuten“ tun. Auch ein Assessment einer Firma mit über 10.000 Laptops, kann in nahezu wenigen Minuten erstellt werden. Diese Kompetenz sehe ich als extrem vorteilhaft auf dem Gebiet des Endpoint-Management an. Heute ist die Anforderung, jedes Gerät aktuell gepatcht zu haben und dann kommt immer die Frage auf: Wer hat schon die Zeit, es zu tun? Dazu braucht es vielfach Spezialisten, die auch ein Security Verständnis mitbringen. Jeder Browser sollte heute aktuell sein und wir können mit unserem Service, mit BigFix zusammen, tagesaktuell sein und eben auch tagesaktuelle Security Updates nachziehen.

Ich bin davon überzeugt, die meisten Firmen, geschweige denn etliche HomeOffice-Installationen, sind mit dieser Anforderung einfach überfordert. Schlussendlich ist BigFix für mich eine Software – ein klassisches Produkt, das die Genialität erst bekommt, wenn es mit dem Operation Management kombiniert wird – als dem Menschen, der dieses Werkzeug richtig einsetzt. Alles weitere, würde ich sagen, braucht eine separate Session (lacht).

Dann sollten unsere Leser bei dir einen DeepDive oder eine Online-Veranstaltung buchen, wenn sie dazu mehr erfahren möchten.

Ja klar, es gibt viele Ansatzpunkte und wir haben bei uns auf der Webseite sicher das eine oder andere gelistet. Wir nennen unser bloosite Produkt blooLifecycle und als wir diese Lösung entwickelten und aufbauten, wussten wir noch nicht, dass die Software-Suite von HCL übernommen werden wird. Das Produkt hieß damals bei IBM nicht mehr BigFix. So war der Name BigFix offiziell zumindest komplett vom Markt. Unser Ziel ist es, den Lifecycle des Geräts zu begleiten. Das heißt von dem Zeitpunkt an, wo das Endgerät mit Software geladen und in Betrieb genommen wird, bis es ausser Betrieb gehen wird. Ein Endgerät hat vielleicht drei bis fünf Jahre Lebenszeit – seinem Lifecycle. Und währen dieser Phase werden nahezu täglich Software-Komponenten aktualisiert, hinzugefügt oder entfernt. Mit der Pension des aktuellen Endgerätes folgt ein junges neues System nach. Folglich wird der gleiche Software-Stan nahtlos auf dem neuen Endgerät benötigt. Die Benutzer-relevanten Daten werden übertragen und die Migration ist nahezu unterbruchsfrei erfolgt. Manuell scheint mir diese Präzision kaum möglich.

Als Fachgruppenleiter hast Du viel Verantwortung neben Deinem Daily Business. Wie vereinbarst Du Deinen Hauptjob mit dem Ehrenamt? Hast Du einen festen Arbeitsalltag?

Ich spüre in mich hinein und finde heraus, was im Moment wichtig ist. Das ist auch eine der Eigenschaften, die ich im Alltag immer mehr pflege. Wir haben so viele Informationen, die über Kanäle auf uns einprasseln. Und da ist ein enormes Energiesystem um uns herum, das mir Ruhe und Stabilität ermöglicht. Durch die laufend sich verändernden Prioritäten geht’s es mir darum, den Alltag in der für sich stimmigen Priorität zu planen. Das heißt, ich habe meistens einen Plan vor mir, kann aber diesen Plan, wenn es sein muss, eigentlich in Minuten auf den Kopf stellen.

Du hörst in Dich hinein. Nutzt Du dafür Meditation oder nimmst Du Dir wirklich Zeit am Tag, bevor Du irgendetwas startest? Wie machst Du es genau?

Das ist ein spannendes Thema und da könnte man stundenlang ausholen. Ich glaube, wenn man mit einer gewissen Ruhe an eine Thematik herangeht, bekommt man mit der Zeit die Informationen, die im Jetzt wichtig sind. Außerdem bekommt man automatisch Werkzeuge wie Meditationen an die Hand und lebt idealerweise sehr achtsam. Ich war lange der Meinung, diese Themen müssen von der Arbeitswelt getrennt sein. Inzwischen ist für mich klar, Achtsam zu leben ist eine Lebensweise. Man merkt meistens im Gespräch, ob der Gesprächspartner versteht, was man erzählt oder ob er noch zusätzliche Informationen benötigt, wenn wir achtsam sind.

Wenn ich heute schaue, was die Betriebssysteme mit dem Endgerät tun, dann glaub ich nicht mehr, dass das im Sinne des Menschen ist. Im Endeffekt versuchen wir mit der Technologie etwas Sinnvolles zu tun. Vor vielen Jahren sind wir auf den Mond geflogen, die IT hat uns supported und uns solche Missionen ermöglicht. Die IT war das Werkzeug für den Menschen. Wenn ich heute meinen Alltag anschaue, dann frage ich mich, wer das Werkzeug ist? Der Mensch oder die Maschine? Schauen Sie sich in ihrem Alltag um und sie werden erkennen, wie viele „Umstände“ sie täglich leben um der IT zu entsprechen. Doch ja, das haben Menschen programmiert. Sicherlich hat es sehr viele Vorteile, diese finde ich toll.

Das ist mein Motto in der Firma und in der DNUG, wenn ich sage, wir wollen das Werkzeuge IT für uns Menschen nutzen. Ich gebe den Leuten das Werkzeug BigFix, das Patch-Werkzeug oder den Patch-Service als Werkzeug. Damit wird das Endgerät wieder zum Werkzeug für den Benutzer und dieser kann seine Aufgaben damit erledigen – „back to the roots“.

Meine Fragen dabei sind: Wie sehen die Prozesse aus? Welches Werkzeug ist sinnvoll? Die Antworten erhalte ich , wenn ich mit dem Menschen kommuniziere. Wenn ich heute eine Lösung verkaufe, verkaufe ich diese wenn ich das Bedürfnis des Kunden spüre und verstehe. Dann kann ich dieses Wissen in die Technologie einbringen und es entsteht die passende Lösung.

Wie hast Du zur DNUG gefunden?

DNUG? Keine Ahnung was das ist. Never heard before. Helmut Sproll rief mich an und sagte: „Schau, ich habe gesehen, du bist einer der wenigen in der Schweiz, die BigFix kennen.“ Gute Recherche, habe ich gesagt. Wir haben uns ausgetauscht und waren uns menschlich sympathisch. Da gab‘s Pros und Contras, die wir besprochen so starteten wir den Versuchsballon ein neues Thema in die DNUG aufzunehmen.

Beim ersten Online-Event spürte ich das erste Mal die Unterstützung der DNUG und der Organisation. Die DNUG ist eine ganz tolle Gruppe und Organisation. Deswegen glaube ich, wer verstanden hat was die DNUG-Mitglieder tun, sieht wie diese mit enormem Herzblut dabei sind. Das ist wohl auch der Unterschied zu den klassischen Firmen bzw. Großkonzernen. Aus diesem Grund lege ich der DNUG ans Herz dieses Feuer nach Aussen zu tragen, so dass sie erkannt und gesehen werden. Die Industrie fordert vielfach das systemische Denken, Termindruck und retionale Entscheide. Die DNUG lebt von den Menschen – der Community.

Noch die abschließende Frage: Was müssen unsere DNUG-Mitglieder unbedingt über Dich wissen?

Ich bin ein Mensch, der keine engen Systeme mag. Systeme sind okay und die braucht es. in gewisser Weise. Aber ich merke, ich brauche die Elastizität. Ich brauche dieses „out of the box thinking“. Kreativität, Ideen, Gespräche und Lösungsfindungen sind was mich bewegt. Bürokratie, nicht wollen, nicht können – da fühl ich mich unwohl. Ich bin überzeugt, dass Unternehmer und Selbständige angetrieben werden von „Ich breche da aus und bewege etwas“. Und so kommt die Frage „Was bewege ich mit BigFix?“ Mit BigFix kann man unter Umständen relativ viel bewegen, wenn man das Produkt nicht als Produkt oder Software handhabt, sondern wenn man zeigt, was wir daraus gemacht haben. Wir haben einen BigFix Service entwickelt und das bin ich und meine Crew.

Was ich extrem gerne tue, ist menschlich für die Menschen da sein. Daraus entsteht und damit lebt die Community. Die Technik dahinter scheint nebensächlich, doch die auf der Technik aufbauenden Lösungen werden menschlich.

Vielen lieben Dank für Deine inspirierenden und motivierenden Worte, Patrick!

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