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DNUG Inside

Carsten Gericke im Interview

Carsten Gericke ist Geschäftsführer bei ilink Kommunikationssysteme GmbH in Berlin und darüber hinaus Fachgruppenleiter bei der DNUG. Im Rahmen der DNUG Inside hat er uns ein Interview gegeben und unter anderem über seine Fachgruppe Sametime, seine Vereinbarkeit von Berufs- & Privatleben und einige Insights gesprochen.

Carsten, du bist Geschäftsführer bei ilink Kommunikationssysteme GmbH in Berlin und darüber hinaus Fachgruppenleiter der Fachgruppe Sametime. Wie lange genau bist Du schon Teil der DNUG?

Wir sind mit dem Unternehmen seit 2006 Teil der DNUG und es ist eine spannende Arbeit, über die Fachgruppen auch mit HCL und damals IBM in Kontakt zu sein. Wir treffen uns regelmäßig auch in kleineren Gruppen, diskutieren Themen und haben eine Menge Spaß in unseren Gesprächen.

Als Fachgruppenleiter hast Du viel Verantwortung neben Deinem Daily Business. Wie vereinbarst Du Deinen Hauptjob mit dem Ehrenamt? Hast Du einen festen Arbeitsalltag?

Die DNUG ist mein Hobby. Hier sollte man mit Enthusiasmus dabei sein, die Produkte mögen und sie vertreten. So mache ich es und integriere es in meinen Arbeitsalltag. Ich trage mir feste Termine in meinen Kalender ein, die ich auch manchmal hart erkämpfen muss. Wir sind glücklicherweise mehrere Personen in den jeweiligen Fachgruppen. Bei Sametime sind wir acht „Kernleute“, die auch regelmäßig an unseren Meetings teilnehmen. Zum Beispiel Andreas Fritz, Frank Altenburg, Erik Schwalb, Ingrid Krummhaar und Jürgen Kunert. Wir sind eine Art Gang, die sich seit zwei Jahren jeden Mittwoch in den sogenannten openCalls trifft. Es kommen immer neue Themen auf und so bereichern wir uns gegenseitig mit neuen Ideen. Also eine User Group, wie man sie sich vorstellt: Jeder teilt seine Erkenntnisse und kann von den Erfahrungen der anderen profitieren. Das können wir dann auch wieder in die eigene Firma miteinfließen lassen und hier das entsprechende Wissen nutzen.

Innerhalb Deiner Fachgruppe ruft ihr also zum openCall – immer mittwochs um 13:30 Uhr auf. Wie genau kann man sich diesen vorstellen?

Unser wöchentlicher openCall ist ein allgemeiner Austausch, bei dem wir uns per Videokonferenz treffen und Brainstorming-Themen einbringen. Hier teilen wir Probleme und versuchen Lösungen zu finden. Es ist eine Alternative zu einem formalen Workshop Tag, bei dem eine klare Agenda verfolgt wird. Wir nutzen diese virtuellen Treffen eher als einen kreativen und spielerischen Prozess, was mir persönlich wichtig ist. Wir sind teilweise sehr festgefahren in unserer täglichen Arbeit in der IT, sodass das Spielerische zu kurz kommt. Man muss die Systeme austesten, sie kennenlernen, Dinge kaputt machen und sie dann wieder reparieren. So bereiten wir uns auf eine alltägliche Situation vor. Viele Themen sind auch Fachgruppen übergreifend und so kommen auch andere Leute dazu, die entweder einen Beitrag leisten oder mehr darüber lernen möchten. Hier kann man Fragen auf den Tisch legen, diese präzisieren und erhält vielleicht sogar bessere Antworten als von einem eingekauften Consultant.

Sind die virtuellen openCalls kostenfrei, muss man Mitglied sein oder wie läuft die Teilnahme ab?

Grundsätzlich sollte man Mitglied sein, kann jedoch ebenfalls reinschnuppern und sich das Ganze erst einmal anschauen. Außerdem ist es Fachgruppen übergreifend, sodass man nicht unbedingt Teil der Fachgruppe Sametime sein muss.

Wie hast Du zur DNUG gefunden?

Ich habe mich mit Sametime ab dem Jahr 2006 beschäftigt und bin dann auch Teil der DNUG geworden. Damals sind wir als Aussteller auf Messen vertreten gewesen und konnten die Gemeinschaft nutzen, um Up to Date zu bleiben. Das war im Rahmen der DNUG für uns einfacher. Außerdem ist diese Gemeinschaft das, was uns als Firma weiterbringt und mit anderen in dem Bereich tätigen Personen verbindet. Daher sind wir auch seit 2006 als ilink GmbH dabei.

Bist du selbst als Geschäftsführer darauf aufmerksam geworden oder hast Du anderweitig von der DNUG erfahren?

Ein Kollege aus dem Bereich Marketing und Vertrieb hat mir davon berichtet und so habe ich zeitnah gesehen, wie wichtig der Austausch ist. Daher habe ich mich als Geschäftsführer dafür eingesetzt, dort Mitglied zu werden und mich engagiert. Wir profitieren von der Mitgliedschaft, unter anderem da wir enger mit HCL in Kontakt treten. Für mich ist ebenfalls wichtig, dass innerhalb der DNUG ein Know How-Transfer stattfindet und dies ein gewisser Katalysator ist. Aus diesem Grund engagiere ich mich innerhalb der Fachgruppe Sametime mit meinen Fachgruppenkollegen. Natürlich schaffe ich nicht immer, die ehrenamtliche Tätigkeit mit meinem Hauptjob zu vereinbaren. Hier weiß ich jederzeit, dass mir als Fachgruppenleiter stets der Rücken gestärkt wird und jemand aus der Fachgruppe für mich einspringt.

Man merkt, dass ihr als Fachgruppe sehr aktiv und gewillt seid. Ihr bemüht euch, Veranstaltungen durchzuführen und Neues zu bewirken. Von meiner Seite aus ist es sehr angenehm, mit euch zu arbeiten.

Wir sind schon ein wenig stolz darauf, was wir geleistet haben und weiterhin leisten, und wie innovativ wir sind. Die Unterstützung des Vorstands ist in Bezug auf unser ganzes Vorhaben enorm – auch, wenn wir sie manchmal challengen. Wir können den Leuten so die Produkte nahebringen, zeigen, ausprobieren und die neuesten Technologien von HCL vermitteln.

Hast Du ein spezielles Highlight aus den vergangenen Jahren?

Es gab einige Highlights in den letzten Jahren. Am Anfang war das die Gemeinschaft, dann der gemeinsame Messeauftritt und jetzt die Pandemie. Das schmiedet einerseits zusammen, aber man lernt auch eine ganze Menge. Besonders aus der aktuellen Phase, die noch nicht ganz überstanden ist. Hier halten wir zusammen und nutzen die neuen Möglichketen, was für mich schon sehr bedeutsam ist. Für mich ist diese Zusammenhalt und der freie Informationsaustausch ein Highlight bei der DNUG.

Sprichst Du auch über die #dnug47online?

Genau! Ich finde, es war eine schöne Feuertaufe und hat super geklappt. Als motiviertes Team haben wir das gut hingekriegt und aus dem Team und von den Teilnehmern hat mich nur positives Feedback erreicht. Nun müssen wir schauen, wie es mit Events und Veranstaltungen weitergeht. Wir vermissen es alle, aber die Infrastruktur, die wir geschaffen haben, können wir weiterhin nutzen und optimieren. Innerhalb unserer openCalls haben wir die Möglichkeit, noch mehr zu erreichen und Alternativen zu finden.

Was nimmst Du aus dieser Online Reise mit?

So komisch das klingen mag aber meine Welt war schon immer die Online-Kommunikation und es hat sich gar nicht so wahnsinnig viel für mich verändert. Meine Welt ist jetzt Mainstream geworden, weil alle diese Tools verwenden. Natürlich bin ich froh drüber, dass ich in diesem Bereich tätig bin und ich von dieser Entwicklung profitiere. Dass wir nun weniger durch die Gegend reisen, ist auch gut für unsere Natur und unsere Umwelt. Hier findet nun ein Umdenkprozess statt, was ich sehr unterstütze. Ich hoffe, dass die Impfungen etwas bewirken und wir die ersten Ergebnisse im Sommer signifikant zu sehen bekommen. Sich endlich wieder zu einem Glas Bier, Wein oder was auch immer zu treffen, wäre sehr schön. Obwohl ich mich mit Jörg bereits seit längerer Zeit jeden Freitag zu einem virtuellen Whiskey treffe, um die Woche zu beschließen.  Unter anderem dabei merke ich auch, dass diese ganzen langen Jahre in der Kommunikationsbranche keine vergebene Liebesmühe war, sondern sich etwas verändert hat. IT KANN FREUDE MACHEN.

Apropos Freude. Worauf freust Du Dich im nächsten Jahr am meisten?

Endlich mal wieder reisen zu können und wenn ich wieder Zeit habe, mehr mit meinen Töchtern zu unternehmen. Das kommt einfach dieses Jahr alles ein wenig kurz, da ich glücklicherweise aktuell besonders viel zu tun habe.

Wie alt sind Deine Töchter?

Die Große ist 20 und aus dem Haus und die Kleine wird 14. Sie bringen immer wieder sehr viel Abwechslung in mein Leben. Wenn ich zu viel arbeite, kommt die Kleine vorbei und macht sich bemerkbar. Sie erinnert mich daran, mal wieder die Tastatur beiseite zu legen und etwas anderes zu machen.

Eigene Firma, DNUG-Fachgruppenleiter und Papa von einem pubertären Kind. Dir wird nicht langweilig, oder?

Einen Hund habe ich auch noch und ich könnte Dir noch ein paar Sachen aufzählen. Mein Leben ist manchmal sehr kreativ und ich mag es. Wir müssen lernen, mit den Gegebenheiten umzugehen und ich habe sehr viel Chaos in meinem Leben. Mein Schreibtisch ist immer voll mit neuen Themen und das wird sicherlich auch noch eine Weile so bleiben. Ich konzentriere mich auf das Lernen und die Freude. Das führt dazu, dass man im Herzen mehr Ruhe und Frieden findet und das in einer chaotischen Zeit. Wir müssen an vielen Stellen umdenken, damit wir den Stress reduzieren. Wir müssen überlegen, was die sinnvollen Dinge im Leben sind. Wir müssen mehr Verantwortung übernehmen!

Vielen lieben Dank für Deine inspirierenden und motivierenden Worte, Carsten!

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