Bericht #dnug47online SAMETIME II

Die #dnug47online für die Fachgruppe Sametime ist (fast) vorbei. – Ein Rückblick!

In der Einladung zur zweiten Veranstaltung der Fachgruppe Sametime im Rahmen der #dnug47online hatten wir unter anderem die Frage „Ist es wirklich schon Zeit für Sametime 11.5 Meetings“ in den Raum geworfen. Um diese Frage gemeinsam mit unseren Teilnehmern zu erörtern, haben wir im Vorfeld eine spannende Agenda zusammengestellt.

Fast pünktlich am 24. September 2020 wenige Minuten nach 14:00 Uhr durfte Andreas Fritz (GFI Informationsdesign) die Teilnehmer begrüßen und durch die Veranstaltung begleiten.

Gleich zu Beginn betrat die HCL Produkt Managerin für Sametime, Ginni Saini, die virtuelle Bühne, um den Teilnehmern einen Überblick über die aktuelle Situation im Bereich Sametime aus Ihrer Perspektive zu berichten. Im Rahmen Ihres Vortrags Sametime 11.5 and beyond from product managers perspective ging Ginni natürlich auch auf das Pandemie bedingte „neue Normal“ ein, also die Tatsache, dass mehr und mehr Unternehmen dazu übergegangen sind, Web Meetings und Team Chats viel intensiver nutzen, als noch zu Anfang des Jahres. Da Sametime mit seiner Meetingkomponente Webkonferenzen und Chat in einer Lösung abdeckt und gleichzeitig hohe Anforderungen an den Datenschutz erfüllt, bewegt sich Ginni mit Ihrem Team momentan in einem spannenden Umfeld. Ginni gab zunächst einen kurzen Abriss, was Sametime eigentlich ist und was man damit typischerweise macht, bevor sie darauf einging, warum man gerade jetzt Sametime und Sametime Meetings einsetzen sollte. Natürlich wies sie auch auf die aktuell laufende, für bestehende Kunden und Partner lizenzkostenfreie „Trialversion“ hin. Ginni beschrieb kurz die in diesem Pre-Release bereits enthaltenen Funktionen, bevor sie zu den, von allen mit Spannung erwarteten, zukünftigen Funktionen überging. So soll es im, für Q4 2020 angekündigten, Release 11.5 beispielsweise erweiterte Funktionen für Moderatoren und Vortragende geben. Persistente Konferenzräume können einem Eigentümer zugeordnet werden und es soll möglich sein, persönliche Räume zu nutzen. Selbstverständlich können Konferenzen/Konferenzräume durch Kennwörter geschützt werden. Ebenfalls noch für Q4 2020 ist eine PWA für Webchat angekündigt.

Auch zu Version 12 hat man bei HCL bereits Pläne. Es soll beispielsweise eine Telefonintegration mit Hilfe einer Partnerlösung geschaffen werden. Man denkt über Third-party File Shares, wie Sharepoint oder Box nach. Weitere Webinar- und erweiterte Chat Funktionen sind ebenso geplant, wie Möglichkeiten zur Archivierung von Chats. Darüber hinaus soll es Updates bestehender APIs oder SDKs geben. Natürlich will man bei HCL eine noch bessere Integration in das restliche HCL Portfolio erreichen. Man hat aber auch mobile Anbindungen wie Apple CarPlay und Android Auto ebenso wenig vergessen, wie eine Speech to text-Anbindung. Aus unserer Sicht hat Ginni mit Ihrem Entwicklerteam noch sehr viele Punkte auf Ihrer ToDo-Liste. Durch den Einsatz der bereits verfügbaren Pre-Release-Version von Sametime Meetings bei Kunden und Partnern wird diese Liste bestimmt nicht kürzer. Schließlich haben wir alle gelernt und erkannt, dass HCL als Hersteller durchaus auf Kundenfeedback reagiert und versucht, oft gewünschte Funktionen zur Verfügung zu stellen. Wunder dauern manchmal halt etwas länger 😉

Mit Sametime 11 Update-Szenarien: Integration der neuen Komponenten in ein vorhandenes Environment folgte nach einer kurzen Pause der erste Vortrag von Frank Altenburg (IBM). Frank ging in bewährter Art und Weise auf Möglichkeiten ein, seine bereits vorhandene Sametime Umgebung, die ggf. bereits Meeting und Media Server oder Advanced Komponenten enthält, auf den neuesten Stand anzuheben. Einmal mehr gelang es Frank, die größtenteils technischen Inhalte einfach und übersichtlich darzustellen. Wie immer zeigte Frank Fettnäpfchen und Fallstricke auf, die beim Update zu beachten sind. Entsprechend kann man Franks Vortragsfolien manchmal durchaus als eine Art Referenz für eine Installation nutzen, in der man die wichtigsten Punkte der Installation in geballter Form findet.

Die nächste Stunde nutzte Erik Schwalb (HCL), um den Teilnehmern etwas über Sametime mobile Apps zu erzählen. Ach was sagen wir? Erik hatte Vortragsfolien vorbereitet, mit Hilfe derer er Zusammenhänge darstellte und neue Features präsentierte. Er begann seinen Vortrag mit einer Übersicht über die, derzeit am Markt und in den herstellerabhängigen Appstores für iOS und Android verfügbaren, mobilen Sametime Clients. Vermutlich wurde dem ein oder anderen erst während Eriks Vortrag klar, dass es durchaus Unterschiede zwischen den mobilen Clients IBM Connections Meetings, (IBM) Connections Chat und HCL Sametime gibt, die über die Benennung hinausgehen. In mehreren Live Demos mit seinem Chatpartner Frank Putzky (HCL) stellte Erik unterschiedliche Nutzungsszenarien dar. Erik erläuterte dann auch Unterschiede zwischen lokalen und fremden Meetings, er ging auf authentifizierte und Gastbenutzer ein. Schließlich stellte Erik auch noch Möglichkeiten vor, Besprechungen zu speichern oder auf eine Liste der letzten Besprechungen mit dem mobilen Client zuzugreifen. Auch Hinweise auf Sametime Policies oder Möglichkeiten der Einbindung in marktübliche MDM / EMM Systeme durften dabei natürlich nicht fehlen.

Der nächste Programmpunkt sah einen Bericht von der Sametime 11.5 Meetings Installation vor. Da es bis heute aus unterschiedlichen Gründen, die nicht bei HCL lagen, nicht zu einer Installation der Meetingkomponente auf einem DNUG Server kam, berichtete Frank Altenburg deshalb von einer Installation auf einem anderen System. Frank ging dabei auf anfängliche Schwierigkeiten mit den, für einen alten Sametime Admin gänzlich unbekannten, neuen Systemvoraussetzungen ein. Sein Wunsch nach einer besseren Einstiegshilfe in Themen wie Kubernetes oder Docker blieb dabei weder bei anwesenden HCL-Mitarbeitern, noch bei der DNUG ungehört. Aus für gewöhnlich gut informierten Kreisen bei der DNUG war zu hören, dass es aktuell Überlegungen gibt, bei entsprechendem Interesse nochmals einen Workshop zu Docker anzubieten.

Wie immer kam Frank dann schnell zum eigentlichen Thema und zeigte die wesentlichen Schritte einer Sametime Meeting 11.5 Pre-Release Installation auf. Dass dabei Screenshots von wesentlichen Einstellungen und Bildschirmausgaben nicht fehlen dürfen, ist bei Franks Vorträgen selbstverständlich. Zum Schluss gab Frank sogar noch einen Hinweis auf eine Art „From Zero to Hero“-Tutorial für eine Sametime Meeting Installation, die im Internet verfügbar ist.

Mit einem Rückblick auf die #dnug47online aus Sicht der Fachgruppe Sametime und dem unvermeidlichen Hinweis auf die wöchentlich stattfindenden openCalls der Fachgruppe beendete Andreas Fritz den offiziellen Teil des Tages.

Bei einem „geselligen Online-Beisammensein“ wurde anschließend im kleinen Kreis noch einige Zeit intensiv diskutiert.

Unser Fazit zu Sametime 11.5 Meetings:
Ja, es ist Zeit für Sametime Meetings. Wenn nicht jetzt, wann dann?

Unser Fazit zur #dnug47online:
Wir als Fachgruppe möchten uns an dieser Stelle bei allen Teilnehmern und Sprechern nochmals ausdrücklich bedanken. Natürlich für die Zeit, die Ihr im Rahmen der beiden #dnug47online-Termine gemeinsam mit uns verbracht habt, aber gerade bei den Sprechern noch viel mehr für die wesentlich längere Zeit, die Ihr für die Vor- und Nachbereitung eurer Vorträge für uns investiert habt. Alleine in der Fachgruppe Sametime gab es über sieben Stunden fachlichen Input und in zahlreichen Pausen und Nachbesprechungen Gelegenheit, sich gegenseitig auszutauschen. Kaum auszudenken, wie viel Zeit wohl in die Vorbereitung geflossen sein mag.

Trotzdem fehlt uns ein wenig der persönliche Kontakt zu Euch. Wir hoffen deshalb, jeden einzelnen von euch im nächsten Jahr bei der 48sten DNUG-Konferenz am 08. Und 09. Juni im Bodenseeforum in Konstanz zu treffen.

Denn: Nach der Konferenz ist vor der Konferenz!

Eure Fachgruppe Sametime
Andreas Fritz, Carsten Gericke, Erik Schwalb und Frank Altenburg

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