Tom Zeizels Blog: IBM‘s Collaboration Lösungen – Besitzerwechsel zu HCL vollzogen

Tom Zeizels Blog: IBM‘s Collaboration Lösungen – Besitzerwechsel zu HCL vollzogen

Etwas mehr als 6 Monate hat es gedauert – am 6. Dezember 2018 hatte HCL International nach teilweise schon länger währenden Produktentwicklungspartnerschaften angekündigt eine Reihe von IBM Produkten kaufen zu wollen. Und nun ist es soweit: Die Prüfung dieses Verkaufs durch die amerikanische Legislative ist erfolgreich abgeschlossen und der Verkauf wurde Ende Juni vollzogen.

Einerseits soll nach Wunsch aller Beteiligten das Geschäft möglichst nahtlos weitergehen, andererseits gibt es natürlich Veränderungen: 

  • Seit dem 1. Juli ist HCL der Besitzer der von IBM verkauften Produkte und vertreibt sie eigenständig.
  • Bestandskunden und Partner wurden in den letzten Tagen entsprechend informiert.
  • Weitere Details im Sinne von Fragen und Antworten wurden auf der IBM WebSite zum Verkauf veröffentlicht
  • HCL bittet die Kunden sich hier zu registrieren: www.hcltechsw.com/welcome. Darüber erhalten Kunden Zugriff auf die direkten Kunden-Services, wie das Support Portal, das E-Commerce Portal für Software Transaktionen und Zugriff auf Downloads und Lizenz-Informationen.
  • Als Kunde kann man auch per E-Mail an software-info@hcl.com Fragen stellen und bekommt Hilfe.

Weltweit hat ein Großteil der IBM Mitarbeiter aus dem Bereich Collaboration Solutions zum 1.7. mit dem Übergang zu HCL begonnen, auch in Österreich und der Schweiz. In Deutschland ist die rechtliche Situation etwas anders und hier wird es voraussichtlich erst zum 1. September soweit sein, da die Verhandlungen mit den Mitbestimmungsgremien und der Zustimmungsprozess für die Mitarbeiter noch etwas Zeit erfordern. Das bedeutet auch in Deutschland nicht, dass die Räder stillstehen – im Gegenteil jetzt geht es richtig los! Die IBM Mitarbeiter, die bisher die Kunden und Partner im Collaboration-Umfeld betreut haben, werden das bis September weiter als IBM-Mitarbeiter, aber nun im Auftrag von HCL, tun.

Bestehende Verträge werden von IBM und HCL in jedem Fall erfüllt und auch neue HCL-Verträge können jederzeit abgeschlossen werden – in Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH) über das bekannte Team. Das bedeutet auch für längerfristige Verträge, dass sie voll erfüllt werden, aber später als IBM Vertrag nicht mehr weiter verlängert werden können. Verlängerungen sind ab sofort mit HCL abzustimmen (nur in Deutschland bis September weiter über IBM).

HCL – eine neuer Groß-Player am Softwaremarkt

Richard Jefts, GM Digital Solutions, HCL

HCL International ist seit über 40 Jahren ein erfolgreiches, stark wachsendes und sehr profitables indisches IT-Services Unternehmen mit über 130.000 Mitarbeitern und über 8 Milliarden Dollar Umsatz, das auch seit Jahren in Deutschland aktiv ist. Nun hat man sich zusätzlich zum Services-Bestandsgeschäft entschlossen neue Wachstumsbereiche zu erschließen. Der aktuelle Schritt hierzu ist der strategische, nachhaltige Einstieg in den Software-Markt als neuer, großer Software-Anbieter, der über einen eigenständigen, neuen Bereich („HCL Software„) ein breites Portfolio anbieten kann, das innovative, moderne und kostengünstige Lösungen für Collaboration, Security, IOT, Mainframe-Lösungen und vieles mehr umfasst – also weit mehr als „nur“ das Thema Collaboration oder HCL Digital Solutions, wie der neue Unterbereich, den Richard Jefts als General Manager leitet, heißt. 

Während es andere Unternehmen mit Eigenentwicklungen oder durch den Aufkauf von Startups versuchen, geht HCL bewusst einen anderen Weg: Die Strategie ist unter anderem auch gute Software, die vielleicht etwas vernachlässigt wurde, aber einen großen Kundenstamm hat, aufzukaufen, als Startpunkt zu nehmen und zu neuer Blüte zu führen. 

Nach einer Marktanalyse ist HCL zu dem Schluss gekommen, dass aus dem bisherigen IBM Software-Portfolio neben zahlreichen anderen Produkten u.a. die IBM Collaboration Lösungen genau in dieses Muster fallen. Und das ist für HCL nichts Unbekanntes. Seit Oktober 2017 hat HCL hat schon im Rahmen einer Entwicklungspartnerschaft für Notes/Domino gezeigt, was sie können und dass sie willig sind intensiv zu investieren – und das werden sie nun noch intensiver fortführen. Es ist eine Wachstumsstrategie für HCL. HCL will am Markt gewinnen.

HCL hat dazu die ehemaligen Lotus/IBM-Entwickler im Bostoner Umfeld übernommen und das Team um deutlich mehr als 100 Entwickler aufgestockt. Kürzlich wurden in Asien weitere 100+ Entwickler eingestellt, um über die beiden Schlüsselstandorte Chelmsford/US und Manila/Indonesien in der Lage zu sein 24 Stunden am Tag agil entwickeln zu können. Insbesondere für das Produktfeld Connections wurden übrigens auch in Deutschland eine Reihe von Entwicklern eingestellt.     

Richard Jefts, der den Geschäftsbereich HCL Digital Solutions verantwortet, hatte schon mehrfach, u.a. auf der DNUG Konferenz 2019 im Juni in Essen, erklärt, dass es HCL in ihrem Wachstumskonzept ganz wesentlich um eine besonders hohe Kundenzufriedenheit geht. Das bedeute für ihn:

  • Liefern, liefern, liefern – und das mit hoher Qualität.
  • Ursachen von Unzufriedenheit abzustellen. Dazu gehören Software-Reviews, die man einstellen möchte, um stattdessen die Nutzung direkt aus den Tools heraus zu messen.
  • Intensiveren Kontakt zu Kunden und Partner zu ermöglichen und zu halten. Dazu gehören andere Incentivierungsmodelle für die Vertriebler, Lab Advocats als direkte Ansprechpartner für die Kunden und neue Anreize für Partner im Rahmen des HCL Partnerprogramms (auch für die Partner bleiben die bisherigen Ansprechpartner in Deutschland).

Der bemerkenswerte Reigen von Ankündigungen und Auslieferungen im Domino-Bereich unterfüttert, was Richard Jefts äußert. Domino V10 kam pünktlich, Sametime 10 ist verfügbar, die Domino Mobile App für das iPad ist verfügbar und für Android Tablets und iPhones, aber auch Notes 11 beginnen sehr bald erste, limitierte Betas mit dem Zieldatum der Verfügbarkeit von V11 in Q4 2019. Diese Liste ist viel länger.

Mitte Juli läuft die nächste HCL Factory Tour, zu der u.a. alle IBM Collaboration Champions (jetzt „HCL Masters“) geladen sind, im Entwicklungslabor in Chelmsford. Es ist zu vermuten, dass HCL dort auch u.a. erstmals über die eigenen Pläne zur weiteren Roadmap von nun HCL Connections sprechen wird.

Die nächsten Schritte

Auf HCL Seite gibt es mit dem Übergang also extrem viel zu tun – noch offene Fragen zum Übergang klären, das Team übernehmen, Systeme übernehmen/umstellen und auch so „kleine“ Dinge, wie im Code überall drei Buchstaben durch drei andere zu ersetzen, bevor der Code weiter ausgeliefert werden darf. Nach dieser besonders heißen Phase ist geplant in allen Regionen weltweit Kunden und Partner zu besuchen, um Beziehungen neu zu beleben, bzw. aufzubauen und zu intensivieren – auch in Deutschland. Ein erster Schritt hierzu werden die beiden Social Adoption Roundtables (West und Südwest) Ende Juli, auf denen Connections-Entwicklungschef Andre Hagemeier zusammen mit der weiterhin im Amt bleibenden Offering Managerin Danielle Baptiste die Zukunftspläne für Connections hier vor Ort vorstellen werden.

Und nochmal: In Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH) bleiben die bisherigen Ansprechpartner (Management / Vertrieb / TechSales / Channel) im Wesentlichen im Amt und freuen sich auf Gespräche und Termine. Das Portfolio bietet gerade für Unternehmen, die auf dem Weg der Digitalisierung sind, entscheidende Vorteile.

Und natürlich können Sie mit Fragen und Wünschen auch jederzeit direkt auf mich zukommen.

Ihr

Tom Zeizel 
Business Unit Executive IBM Watson Collaboration, D-A-CH

Tags:Besitzerwechsel zu HCL

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