Tom Zeizels Blog: IBM Domino 10 ist da!

Tom Zeizels Blog: IBM Domino 10 ist da!

Auf den Wies’n und Wasen heißt’s „O‘zapft is!“. So ist es jetzt auch mit der Version der IBM Domino Familien-Produkte. Bob Schultz, General Manager IBM Collaboration & Talent Solutions, hat soeben den weltweiten Startschuss für die Verfügbarkeit der neuen Version 10 von Frankfurt aus gegeben – vor Tausenden von Kunden, die entweder hier in Frankfurt live dabei sind oder weltweit den Webcast verfolgen oder später ansehen (Nachtrag: Jetzt gibt es auch eine 13 minütige Zusammenfassung und eine Kurzfassung von 2:11 Minuten).

Schon gestern Abend zur „Bleeding Yellow“ Party der DNUG war es wie in einer guten Disco – lange Warteschlange draußen – und auch heute sind in das Kap Europa an der Frankfurter Messe deutlich mehr Personen gekommen, als wir erwartet und geplant hatten. Das spricht für das grundlegend gute Image, das Domino als Anwendungsumgebung unter Fachleuten hält und das mit Version 10 noch mal sehr deutlich ausgebaut wird. Unternehmen aus allen Industriesparten, wie Heitkamp & Thumann, Vössing Ingenieure, A1 Telekom in Österreich, usw. setzen strategisch auf IBM Collaboration Produkte und insbesondere auch auf Domino Anwendungen, u.a. weil die Plattform so sicher und kostengünstig ist.

Vor fast einem Jahr (9 Tage fehlen noch), im Oktober 2017, hatte IBM eine strategische Entwicklungspartnerschaft mit HCL Technologies abgeschlossen, um das Engagement für die Domino-Produktfamilie – Domino, Notes, Verse und Sametime – zu erhöhen und mit der Umsetzung der Roadmap zur Verfügbarkeit der Version 10 des Domino-Portfolios im Jahr 2018 zu beginnen. Mit der heutigen Ankündigung hält IBM zusammen mit HCL Technologies dieses Versprechen ein. Und es gibt sehr viel Neues. Die technischen Details und wie und wann man zu den einzelnen Bestandteilen kommt steht hier. Wichtiger aus meiner Sicht ist aber die Frage aus Kundensicht: „Was ist drin für uns als Unternehmen?“

Domino war und ist in vielerlei Hinsicht eine perfekte Plattform: funktional umfassend, erprobt, günstig zu betreiben, sehr sicher, kann sogar offline und bietet nun auch die Entwicklungsmöglichkeiten, die auch junge Programmierer lieben. Vier Themen noch mal detaillierter herausgegriffen (und hierfür einen Dank an unser TechSales Team für die Unterstützung):

  1. Domino 10 ermöglicht für Bestandskunden eine Senkung der Gesamt-IT-Betriebskosten für laufende Business-Anwendungen:
    • Neu sind die automatische Reparatur von Datenbank-Clustern und die Nutzungsmöglichkeit größerer Indizes für Datenbanken, sodass die Datenbanken selbst nun bis 264 GB groß sein können, was bisherige Beschränkungen weitgehend aufhebt.
    • Vereinfachte Single-sign-on (SSO) Konfiguration, u.a. jetzt mit Unterstützung von ADFS 4.0 und Verbesserungen am eigenen ID/Vault Management von Domino.
    • Neu ist auch die Unterstützung für CentOS. Damit lassen sich sich die Lizenzkosten im Vergleich zu Windows sofort senken und mit CentOS kann man Domino Docker-Container so einfach, wie mit Red Hat Linux (oder Windows) zu erstellen.
    • Ein Aufsetzen eines Domino-Servers aus einem Docker Container aus einem QNAS kann in weniger als 40 Sekunden vonstatten gehen – perfekt nicht nur für Programmierer.
    • Eine schon etwas länger bestehende Option ist die Nutzung von Domino Anwendungen in der Cloud (DAC). Dort wird Version 10 in 30 Tagen zur Verfügung stehen.
  2. War es bisher manchmal nicht ganz einfach Domino-Programmierer zu finden, so sollte das jetzt wesentlich besser werden, denn zukunftssichere Domino-Anwendungen können nun auch mit JavaScript, der heute weltweit am häufigsten genutzten Programmiersprache erstellt werden. Das eröffnet ein riesiges Potenzial an Entwicklern und wird insbesondere auch junge Entwickler, deren Welt das heute ist, begeistern. Denn mit Domino bekommen sie eine Komplettumgebung und müssen sich nicht mehr mit einem komplexen, sich ständig ändernden Baukasten verschiedenster Tools abmühen. Dazu können jetzt auch Tausende von Open-Source-Bibliotheken, die zusammen mit Domino genutzt werden können.Auf diese Weise kann man auch bestehende Anwendungen mit allen verfügbaren REST-APIs erweitert und beliebig nach Erfordernissen irgendwo integrieren. Natürlich können auch ganz neue Anwendungen mit Domino-Daten auf einem vollständigen Web-Stack einfach erstellt werden. Ein gedanklich vielleicht großer, aber technisch nun sehr kleiner Schritt ist die sichere und kostengünstige Domino 10 Anwendungsumgebung auch im ganz anderen Kontext als die wahrscheinlich bessere Anwendungsplattform zu nutzen, etwa mit Microsoft Office 365.
  3. Manager, Vertriebsmitarbeiter und alle, die von unterwegs arbeiten, suchen schon länger nach einer Möglichkeit direkt und auch offline von mobilen Geräten, wie dem Apple iPad, auf bestehende Anwendungen mit hohem Business-Wert zuzugreifen. Mit der neuen Client-Lösung namens „IBM Domino Mobile App für das Apple iPad“ geht das sogar ohne die bestehenden Anwendungen ändern zu müssen, also ohne weitere Kosten. Und man kann Anwendungen um Funktionen dieser mobilen Geräte, wie GPS oder Kameranutzung smart erweitern. Für Kunden, die Version 10 lizensiert haben oder unter aktiver Wartung stehen, ist die Beta ab sofort verfügbar.
  4. Neu sind auch flexiblere Kalendereinstellungen für Einzelpersonen und Teams, neue Funktionen zum Senden und Benachrichtigungen von E-Mails, Touchscreen-Unterstützung für Microsoft Windows Tablet-Geräte und die Kalenderinteroperabilität mit Microsoft Outlook und IBM Notes 10.0. Außerdem bietet es neue Funktionen wie:
    • Benutzerfreundlichkeit – Ein neuer Workspace mit benutzerdefinierten Farbschemata, einem neuen Date-Picker, der Vorschau der auszuwählenden Schriftarten und einer zusammenklappbaren linken Navigationsleiste. Aktualisierte Import- und Exportdateitypen einschließlich Microsoft Excel.
    • E-Mail-Funktionen – Gebündeltes Weiterleiten mehrerer Nachrichten im EML-Format als Anhang. Verbesserte E-Mail-Sende-Richtlinien und Benachrichtigungen für Benutzer. Neue „Nach Absender“-Mail-Ansicht und eine zweite Signatur zur Weiterleitung und Beantwortung von Mails. Möglichkeit zum Planen einer späteren Absendung von Mails.
    • Kalender – Teamkalender zur Unterstützung bei der Verwaltung von Ressourcen mit einer konfigurierbarem Team-Inbox. Eine konfigurierbare Weiterleitung von Besprechungseinladungen durch bereits eingeladene Teilnehmer an weitere.  Kopieren von Inhalten einer Mail als neuer Kalendereintrag.

Es ist schon stark hier heute bei der Ankündigung so viele Menschen in gelb – von außen gezeigt oder von innen gefühlt – zu sehen. Damit ist eines klar: Domino ist zurück! Was eignet sich nun besser als das Hashtag #dominoforever auf Twitter und Facebook, das wir von nun an verwenden? So wird es sein. Domino forever! Denn bitte nicht vergessen: Mit Domino 10 sind wir nicht fertig, wir fangen gerade erst an! Für 2019 ist Domino 11 geplant und es wird bereits seit 2 Monaten daran gearbeitet, mit noch mehr Fokus auf der Client-Seite.

Ein toller, gelber Tag heute!

Ihr

Tom Zeizel
Business Unit Executive IBM Collaboration & Talent Solutions