Tom Zeizel’s Blog: HCL Domino – was Partner im Bikini präsentiert haben

Tom Zeizel’s Blog: HCL Domino – was Partner im Bikini Berlin präsentiert haben

Anfang dieser Woche hatte HCL International zahlreiche IBM Software Produkte, unter anderem die bisherigen IBM Collaboration Solutions, übernommen und parallel dazu einen neuen Bereich gegründet: HCL Software. Bemerkenswert ist, dass HCL Software nicht nur Collaboration-Lösungen, wie Notes, Domino, Sametime und Connections, im Portfolio hat, sondern auch Portal-, Commerce und sogar Mainframe-Lösungen. Man könnte meinen, hier wäre die junge IBM Software Group neu entstanden, also gleich etwas Großes. Da ist etwas dran. Dass es sich hier nicht um eine Nischenspielerei handelt und auch nicht um das Abwickeln gestandener Lösungen, wird sofort klar. Es geht vielmehr um die Geburt eines neuen „Big Players“ am Softwaremarkt!

Im HCL Software Bereich arbeiten sehr viele ehemalige IBMer. Damit ist das Wissen um was bei IBM aus Kundensicht nicht so gut lief tief verwurzelt. Man will daraus lernen und Dinge anders, mehr Partner- und Kunden-orientiert machen. Ein erster Schritt war die Ankündigung in dieser Woche, dass Partner die HCL-Lösungen zukünftig kostenfrei zur Eigennutzung (im Link bitte 34:20min beachten) bekommen! Wie cool ist das denn? Und schon länger wurde angedeutet, dass HCL plant die ungeliebten Software-Reviews bei den Kunden einzustellen und stattdessen einen Automatismus in die Software einzubauen, der die wahre Nutzung misst. More to come!

In der übernächsten Woche wird im HCL Labor in Chelmsford (bei Boston, USA) die nächste „HCL Lab Tour“ stattfinden – ein Format begrenzt auf 150 Teilnehmern, das ganz bewusst auch anders als typische Konferenzen sehr nahe am Entwicklungslabor abläuft und bei dem das Feedback der Kunden und Partner extrem im Zentrum steht, also Ankündigungen einerseits und Diskussionen und Feedback andererseits. Das wäre mit mehr Personen nicht mehr effektiv. Ich bin heute schon gespannt, was HCL diesmal alles ankündigen wird und wann die Dinge kommen werden. Termine können sie halten – das hat HCL schon mit Domino V10 bewiesen.

HCL Domino – der Name, den man sich merken sollte

Für HCL Domino V11 und nachfolgende Punkt-Releases ist das relativ klar und wurde im Juni auch schon auf der DNUG kommuniziert: Eine neue, entschlackte Oberfläche für HCL Notes, ein neuer thin Client im Browser, Unterstützung für iPad, Android Tablets und iPhones. Aber auch der weitere Ausbau von Domino als Anwendungsplattform:

  • Das HCL Domino AppDev Pack, das sich mit seinen Javascript-Möglichkeiten an professionelle Entwickler wendet, wird fortlaufend um weitere Möglichkeiten ergänzt. 
  • HCL Leap, das auch 2019 noch kommen soll, wendet sich stattdessen direkt an „Citizen Developer“, also ganz normale Mitarbeiter aus Fachbereichen, die kaum Programmierkenntnisse haben, aber kleine Listen- und Workflow-Anwendungen benötigen. Leap nutzt Domino als Plattform.
  • Dabei vergisst HCL den klassischen Domino-Entwickler natürlich auch nicht, denn dazu gibt es heute einfach zu viele unternehmenskritische Domino Anwendungen, die über Jahre gewachsen sind und weiter ausgebaut werden müssen/sollen. So plant HCL auch Lotusscript und xPages weiter auszubauen. 

Die Domino Developer Challenge im Bikini Berlin

Um auch Partnern die neuen Möglichkeiten besser aufzuzeigen, hatten wir uns unter der Federführung von Andreas Schulte im Juni an der „Think @ IBM“ im Bikini Berlin mit einer Domino Developer Challenge für Partner beteiligt. Das Bikini ist diese coole Event-Location gegenüber der Gedächniskirche. In 35 Tagen im Mai/Juni kamen über 2200 Kunden und Partner dahin, um Neues auszuprobieren. Da durfte Domino V10 mit seinen neuen Ansätzen zur Anwendungsentwicklung nicht fehlen! Denn Domino war, ist und wird von HCL ja konsequent als besonders sichere und stabile Entwicklungsplattform weiter ausgebaut. Das bedeutet Kontinuität über 30 Jahre einerseits – es gibt am Softwaremarkt nichts Vergleichbares mit ähnlich günstigem Kostenprofil über alle die Jahre – aber auch immer wieder neue Technologien.

HCL meint es ernst mit Domino

Gerade jetzt, wo der Deal zwischen HCL und IBM geschlossen wurde und HCL schon seit fast 2 Jahren in der bis dato währenden Entwicklungspartnerschaft zeigt hat, wie ernsthaft sie in die Weiterentwicklung investieren, ist auch in der Partner-Community das Interesse an der Domino Plattform neu entfacht. Es gibt seit Jahren eine weite Palette von Partnerlösungen und Templates für Domino, von kleinen Abteilungsanwendungen bis zu fast alles umfassende Business-Lösungen und Intranets auf Basis von HCL Domino. 

Im Bikini kamen am 25. & 26. Juni neun Partner zusammen, um gemeinsam über die neuen Technologien in Domino zu diskutieren und zu sehen, wie man sie in ihre bestehenden Lösungen nutzen kann. Der Anwendungsmix war breit. Allein im Rahmen dieser „Challenge“ wurden Anwendungen zu folgenden Themen präsentiert, bzw. neu erstellt:

  • CRM 
  • Mobilgeräteverwaltung
  • Mit Node.js und Domino gebauter, intelligenter Chatbot für verschiedenste Szenarien
  • App für Kanzleien und Steuerberater
  • App für die Forstwirtschaft
  • Low Code Grid-Anwendungen
  • App mit KI Funktionen
  • Höchstgesicherte Datenübertragung für Mail (noch besser als nativ mit Domino)

Alle diese Lösungen werden in den kommenden Wochen hier auf der DNUG-Site in kurzen Videos vorgestellt werden.

Von oben betrachtet zeigt sich mancher Schaden besser

Eine möchte ich schon mal exemplarisch heraus greifen. Das Thema ist besonders aktuell und die Domino-Lösung genauso: Beobachtung durch von Klimaveränderungen verursachten Schäden in Wäldern. Diese Domino Anwendung kombiniert Forstwirtschaftsinformationen mit Geodaten. Dazu wird eine Karte mit Flurstückinformationen genutzt. Das Besondere dieser Partnerlösung ist, dass eine Drohne die Flurstücke überfliegt und von oben die Daten zur Schädigung der Bäume liefert, die direkt in die Anwendung laufen. Damit ist eine wesentlich genauere Erfassung des Schadensstatus möglich als durch Forstmitarbeiter, die die Flurstücke ablaufen, aber nur von unten schauen können. Zudem kann die Lösung auch in unwägbarem Gelände, etwa in Bergregionen, zum Einsatz kommen. 

Domino macht Schule

Außerhalb der Challenge wurde im Bikini noch ein Community-Projekt mit mehreren Teilprojekten, dass in der Wilhelm Conrad Röntgen Gesamtschule in Panketal (Brandenburg) läuft, vorgestellt. Dort nutzen die Schüler Notes / Domino im Unterricht, ganz nebenbei, nahezu spielerisch. Unter anderem haben sie eine Anwendung gebaut, die die Wetterstation der Schule, deren Daten mit einem Raspberry Pi Minicomputer erfasst werden, über eine Domino App verwaltet und visualisiert. Und für den Biologieunterricht haben sie ein Fachkonzept zur gemeinsamen Projektarbeit erstellt und nutzen jetzt Domino-Teamräume zu einer modernen, teamorientierten Zusammenarbeit im Biologieunterricht. 

Das sind nur einige Beispiele für kleine, neue Domino Apps. Und HCL will weiter, will Domino wieder zu einem Industriestandard für Anwendungen ausbauen, wie es Notes in der 1990gern schon einmal war. Dafür nehmen sie richtig Geld in die Hand. Und viel Motivation und Begeisterung. Dass das langsam überspringt merkte man im Bikini in Berlin auch bei den Partnern. Es wird wieder spannend!

Ein schönes Wochenende wünscht Ihnen

Ihr
Tom Zeizel
Business Unit Executive IBM Watson Collaboration, D-A-CH

PS: Wer noch mehr über die in dieser Woche gemachten Fortschritte bei der realen Übernahme bei HCL erfahren möchte: Hier ist ein aktuelles Video mit Richard Jefts und Francois Nasser, das sich lohnt anzusehen!

Tags:HCL Domino Developer Challenge

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