Tom Zeizels Blog: HCL Connections – die nächste Episode!

Tom Zeizels Blog: HCL Connections – die nächste Episode!

Jetzt ist sie da, die Roadmap von Connections. Lange erwartet, spätestens seit Dezember 2018, als HCL und IBM ankündigten, dass HCL die Collaboration Software von IBM übernehmen möchte. Seit 1. Juli ist es soweit und HCL gehören jetzt alle Rechte an IBM Connections, dem erfolgreichsten Produkt am Markt für Social Software seit es 2007 auf den Markt kam.

Um die Millenniumswende herum waren eine ganze Reihe von Open Source-Lösungen zur Vereinfachung der Zusammenarbeit auf den Markt gekommen. Sie alle wurden unter dem Begriff Web 2.0 zusammengefasst. Warum 2.0? Bis dato gab es nur relativ statische Webseiten, die man lesen konnte, aber auf denen man weder liken oder kommentieren und schon gar nicht interagieren konnte. IBM testete vieler diese Lösungen intern. Man kam zu dem Schluss, dass Wikis, Blogs, usw. im Business-Kontext schon Sinn machen, es aber besser wäre, wenn sie zusammen in einer Lösung, also einer Suite von Funktionen – oder heute sagt man Apps – zusammenlaufen würden. Damit war IBM Connections erfunden worden und es wurde ein großer Erfolg am Markt, auch in Deutschland. Auch hier nutzen es kleine Unternehmen von ca. 20 Mitarbeitern bis zu ganz großen mit über 400.000.

Auch wenn Connections von der IBM stetig weiterentwickelt wurde, so war es in den letzten Jahren doch relativ ruhig geworden um das Tool. War die Bedienung in den Anfangsjahren eher etwas für Enthusiasten, so ist sie durch die Weiterentwicklungen in den letzten 2 Jahren heute – aktuell ist die Version 6.0 CR5 – ziemlich intuitiv, auch wenn die Zahl der Möglichkeiten und Funktionen für Anfänger immer noch eine kleine Herausforderung darstellt. Aber das lässt sich bei umfänglichen Tools kaum vermeiden – siehe beispielsweise auch Office 365.

Mit HCL beginnt eine vielversprechende, neue Episode

Mit HCL beginnt nun eine neue Episode für Connections. Litt das Produkt zuletzt bei IBM unter Einsparungen im Entwicklungsbereich, so wird es bei HCL als ein wesentlicher Eckpfeiler im neu geschaffenen HCL Software Bereich gesehen – ein sehr großer Unterschied. Dazu muss man sehen, dass HCL als weltweit erfolgreiches IT Services Unternehmen Software als Wachstumspfand betrachtet, in das es zunächst einmal zu investieren gilt. Und hier geht es nach Verständnis von HCL nicht um Wochen oder Monate, sondern Jahre. Nachhaltigkeit ist das Stichwort.

Auch das Verhältnis zu Microsoft gestaltete sich anders als bisher. Nicht mehr ein klares Gegeneinander, sondern ein Mehrwert-gestaltendes Miteinander wird die Zukunft bestimmen. Intern hatte man bei HCL bisher auf die Microsoft-Plattform gesetzt. Das bringt jetzt den Vorteil, dass man alle Defizite – und davon gibt es ja bekanntlich nicht gerade wenige – ziemlich genau kennt. Daß man in der Office 365 Welt einmal gespeicherte Dokumente nur unter größten Schwierigkeiten jemals wiederfindet, ist da nur das vielleicht augenfälligste. Die HCL Software wird weiterhin eine eigenständige Lösung sein, die sich aber u.a in einem Office 365 Umfeld auch integriert und genau hier auch ihre Trümpfe ausspielen wird. Auch das ist neu.

Woran arbeitet das Entwicklungsteam?

High Level gesagt sind es folgenden Schwerpunkte:

  • Integration der wichtigsten, bisher losgelöst separat verkauften Services Assets, die sowohl neue Endbenutzerfunktions, Admin-Funktionen und Integrationserweiterungen mitbringen. Sie werden somit besser in das Produkt eingebunden und fallen mit unter die Produktwartung.
  • Orient.me 2 Dashboard (frühes Designmuster)

    Ausbau der Orient.me Dashboard-Funktion zu einem aktiven Unternehmens-Dashboard. Damit dürfte Connections zukünftig in den meisten Unternehmen zur Startseite des morgendlichen Arbeitsbeginns werden, zumal auch der Kalender und vielleicht auch die Anzeige von E-Mail integriert werden. Orient.me wird über aktuelle Technologien und Single Sign on (SSO) Ereignisse (Events) aus nahezu beliebigen, anderen Systemen aufnehmen können und KI-unterstützt priorisieren, sodass Aufgaben in einem Strom von Neuigkeiten nicht verloren gehen können. Klar ist, dass auch Freigaben, Kommentare usw. aus den Orient.me-Kacheln heraus möglich sein werden. Allein das ist für mich ein „muß-haben!“ und Game-Changer!
  • Integration mit der omnipräsenten Office 365 Plattform, wobei zum jetzigen Zeitpunkt noch daran gearbeitet wird herauszuarbeiten, was überhaupt Sinn machen könnte: Office – sicherlich, SharePoint – wohl auch, Teams – in welcher Form? – usw. Hierzu sammelt HCL unter https://connections.ideas.aha.io/ Ideen und Wünsche.

HCL hatte bis zum Abschluss des Verkaufs keinen Zugriff auf den Connections Code – konnte also noch nicht anfangen Dinge zu ändern, neu zu machen, usw. Deshalb wird es jetzt noch etwas dauern, bis Änderungen, die nicht von IBM sowieso im Rahmen der quartalsmäßigen Refreshs geplant waren, umgesetzt sein werden. Immerhin hat HCL auch für Connections fleißig Entwickler eingestellt – auch bei uns in Deutschland – und die Leitung der Entwicklung ist André Hagemeier übertragen worden. Er ist kein ganz unbekannter, so war er doch schon einmal Chef-Architekt, bevor er die IBM zwischenzeitlich verlassen hatte. 

Dass die Arbeit mit Enthusiasmus aufgenommen wurde zeigt, dass es in diesem Quartal zunächst ein weiteres Feature Pack (CR6) geben wird und in Q4 kommt dann die erste, offizielle HCL Version als HCL Connections 6.5 auf den Markt. Die Details hierzu werden auf der „Social Connections 15“-Konferenz in München (16.+17. September) gelüftet werden. Dort wird es am 18. September auch noch zwei Workshops zu den Themen „Connections Mobile App“ und „Connections Integrationsszenarien“ geben, deren Ankündigung (mit Anmeldemöglichkeit) in den nächsten Tagen erfolgen wird. Und der volle Schritt in eine neue Episode ist dann für das zweite Halbjahr 2020 mit HCL Connections 7.0 zu erwarten. 

HCL Connections Roadmap Stand Juli 2019 – Subject to Change. Weitere Details folgen in Kürze

Connections ist heute schon ein fast unverzichtbares Tool für rund-laufende Zusammenarbeit. Und es wird noch besser werden. Jegliche Spannung ist nach meinem Empfinden nach vielen Gesprächen mit den Verantwortlichen bei HCL berechtigt. Sie haben ganz klar das Ziel mit den bisherigen IBM-Produkten erfolgreich zu werden – ein Gefühl, dass ich so schon länger nicht mehr gespürt hatte bei IBM und welches mich sehr froh stimmt. Im Unterschied zu in der Vergangenheit vorgestellten Roadmaps ist diesmal auch das Budget für die Entwicklungsaufwände vorhanden. HCL wird liefern. 

Mit freundlichen Grüßen  

Tom Zeizel
Business Unit Executive IBM Watson Collaboration, D-A-CH

Tags:HCL Connections

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