Tom Zeizels Blog: Champions League, Computerwoche und Sametime

Tom Zeizels Blog: Champions League, Computerwoche und Sametime

Das Herz des Fußballfans schlägt höher, wenn die besten Mannschaften wieder in der Champions-League gegeneinander antreten, sind es doch oft Spiele der Extraklasse mit den Besten der Besten. Auch für die Vereine und Mannschaften ist es ein begehrtes Ziel dabei zu sein. Es bringt Aufmerksamkeit, mehr Fans, und auch mehr Euros.

Auch im Umfeld der IBM Collaboration Produkte gibt es Champions – unsere eigene Champions League. In Deutschland sind es aktuell 28 Kunden oder Geschäftspartner und weltweit 121. Sie spielen nicht gegeneinander und es geht auch nicht um Euros. Aber die Besten sind es trotzdem. Nämlich wenn es darum geht …

  • Lösungen innovativ voll ausreizen und so zu neuen Musterlösungen zu kommen.
  • sich öffentlich mehr für die IBM Collaboration Plattform zu engagieren.
  • sich aktiv im unternehmensübergreifenden Erfahrungsaustausch zu engagieren, etwa in unserer User Group, dem DNUG e.V., oder selbst Veranstaltungen zu organisieren und Vorträge zu halten. Andere Möglichkeiten sind regelmäßige Blogbeiträge oder Artikel in Fachzeitschriften oder auch Bücher zum Thema zu schreiben.
  • Erweiterungen der Lösungen beizusteuern, etwa über OpenNTF oder auch andere Plattformen.
  • entsprechende Themen in Lehrveranstaltungen mit einzubauen und z.B. Diplomarbeiten u.ä. zu vergeben. Das gilt auch schon für Studenten, die sich besonders für die IBM Lösungen engagieren.
  • die Qualitäten der IBM Lösungen für sich als Führungskraft oder Berater erkannt zu haben und sich für deren innovativen Einsatz besonders zu engagieren.

Ich habe mit mehreren, im letzten Jahr neu hinzugekommenen IBM Champions gesprochen. Sie alle haben mir bestätigt, dass es nicht nur eine besondere Ehre für sie ist, sondern, dass sie auch echte Vorteile für ihre täglichen Aufgaben daraus ziehen und auf jeden Fall gerne weiter Champion bleiben möchten – was nicht selbstverständlich ist, denn man muss am Ball bleiben. Ein Grund in den Champion Status kommen zu wollen, bzw. bleiben zu wollen, mag sein, dass IBM Champions besonders bevorzugt behandelt werden. Beispiele sind, dass sie  …

  • fortlaufend und besonders früh und intensiv über Neuerungen informiert werden
  • einen direkten Draht zu den IBM Entwicklern bekommen
  • bei der Gini Rometty Keynote auf der jährlichen, weltweiten THINK Konferenz einen Platz in den ersten Reihen reserviert bekommen
  • und vieles mehr.

Dazu gehört zum Beispiel auch die Einladung zu einem exklusiven Champions-Frühstück auf dem Domino 10 Ankündigungsevent am 9.10 in Frankfurt, an dem auch IBM Collaboration Solutions Chef Bob Schultz und die Europachefin Huguette Ranc teilnehmen werden. (Kurze Nebenfrage: Haben Sie sich eigentlich schon zu dem Highlight-Event angemeldet? Die Plätze werden langsam wirklich knapp. Anmeldung hier).

In dieser Woche hat übrigens die Nominierung der Champions für 2019 begonnen. Es kann nicht jeder zum Champion ernannt werden, aber jeder kann nominiert werden. Hier sind die Details zur Champions Nominierung 2019. Mein Tipp: Mitmachen, die Besten nominieren und für sie abstimmen!

In dieser Woche ist aber noch mehr passiert:

Am Donnerstag waren Frank Heuer, Senior Advisor ISG Research Deutschland, Bernd Gewehr, Leiter IT bei Vössing Ingenieure in Düsseldorf und Peter Schütt, Leader Collaboration Strategie in meinem Team bei der IBM in Deutschland, zusammen im Live Webcast der Computerwoche zum Thema „KI(ller)-Collaboration – Informationsflut stoppen, Übersicht fördern“. Es ging darum, wie die neuen Workflow Collaboration Tools zwar Arbeiten verändern und vereinfachen, schnell aber wieder zu einer unseligen Informationsüberflutung führen, die einen im Regen stehen lässt, wenn es darum geht sich auf das Wichtigste konzentrieren zu wollen. Vössing hat sich bei der Toolsauswahl für IBM Watson Workspace entschieden, weil IBM die Architektur von Workspace – ganz anders als die Marktbegleiter – von Anfang an auf den Einsatz von KI (künstliche Intelligenz) ausgelegt hat, womit man das Problem direkt adressieren kann.

Peter Schütt zeigte live an einem Praxisbeispiel aus dem Bereich „Incident-Management“ –  ein lokaler Netzausfall – wie man mit Watson Workspace und dessen neuer Template-Funktion strukturiert in einer intelligenten Workflow-Collaboration-Tool Umgebung arbeiten kann. KI kommt mehrfach zum Einsatz:

  • Spaces, in denen etwas wichtiges Neues passiert ist, werden priorisiert und optisch herausgehoben – man muss sich also nicht zwingend durch alle Spaces arbeiten
  • „Moments“ erstellen automatisch Zusammenfassungen und heben dabei Fragen, notwendige Aktionen, usw. heraus – man muss also nicht zwingend die ganzen Texte in einem Space lesen und versteht trotzdem, was wichtig ist
  • Schlangenlinien unter manchen Textstellen zeigen an, dass Watson hierzu etwas weiß. Sie zeigen also intelligent an, dass es Hilfsinformationen gibt, ohne das manuell Bots ausgewählt werden müssen, an die man möglicherweise gar nicht denkt. Klick man drauf, erscheinen zunächst nur für den einen Nutzer Zusatzinformationen, die über eine Bot-App, die für den Space eingerichtet wurde, bereitgestellt werden. Der Bot arbeitet dabei über Single-Sign-on freigeschaltet bidirektional mit einem Backend-System und holt über Webhooks Informationen in einen Dialg mit dem Nutzer. Der kann die Informationen auch an den Space übertragen.

Nur die Bots muss jemand einmalig erstellen und ihnen Beispielsätze mitgeben. Die KI nützt dann Ähnlichkeiten zu diesen Sätzen und meldet sich dann selbständig, auch wenn der Wortlaut nicht genau getroffen wird.

Wir planen im vierten Quartal eine weitere Funktion freizuschalten, nämlich das automatische Transkribieren der gesprochenen Texte in den integrierten Zoom Webmeetings. Das wird dann noch getoppt durch die Anwendung der Moments-KI-Funktion auf diese Texte. Man bekommt eine automatisch erstellte Meeting-Zusammenfassung mit Heraushebung von Fragen, Aktionen, usw.  Das ist dann natürlich kein Goethe in Feinschliff, sondern eine stichwortartige Zusammenfassung, aber hinreichend um das Wesentliche zu verstehen und praktisch ohne Aufwand. Für mich ein Meilenstein! Übrigens kann man den Einstieg in Watson Workspace auch kostenfrei und zeitlich unbegrenzt ausprobieren – siehe http://workspace.ibm.com.

Ein weiteres Highlight war der internationale live-Webcast zum Thema IBM Sametime Roadmap. Ja, richtig gelesen: Sametime Roadmap. HCL und IBM haben sich in ihrer Entwicklungspartnerschaft ja insgesamt viel vorgenommen, was sich durch die Ankündigung von Domino 10 am 9. Oktober in Frankfurt erstmals auch sichtbar manifestiert. Teil der Domino-Familie war und ist aber eben auch IBM Sametime. Und das wird, mit dem Alleinstellungsmerkmal der Verfügbarkeit on premises auch weiter entwickelt. Julie Reed und Pat Galvin zeigten die Pläne für 2018 und 2019 auf. Hier ein paar der wichtigsten Stichpunkte:

  1. Multi-Device Unterstützung und Server-gestützte Persistenz
  2. Nutzung von Domino 10 64 bit und damit auch wieder Support für die Plattformen AIX und System i. Neu dazu Unterstützung für die Docker Enterprise Edition als Plattform, womit die Installation wesentlich vereinfacht wird.
  3. Angedacht ist mittelfristig auch eine Rückbesinnung auf reines Domino 10, also Abkehr von der heutigen Nutzung von WebSphere für manche Funktionen.
  4. Einfachere Unterstützung verschiedenster 3rd Party Produkte für Web-Meetings
  5. Ausbau des SDKs und Abkehr von störanfälligen Browser-Plugins
  6. Interoperabilität mit Watson Workspace

Und noch ein kleines Schmankerl: Mit Domino 10 wird die Sametime App für iOS und Android integrierter Bestandteil der Domino Client Lizenz und muss nicht mehr separat lizenziert werden. – gilt selbst auch für die besonders günstige, aber eingeschränkte Lizenzvariante „Sametime limited use“. Mehr zur Sametime Roadmap hier (Registrierung erforderlich).

Ja, es war wieder eine spannende Woche … und: „Wir sehen uns in Frankfurt!“

Ihr

Tom Zeizel
Business Unit Executive IBM Collaboration & Talent Solutions D-A-CH