Beiträge mit Tag ‘workspace’

Tom Zeizels Blog: Was KI wirklich (schon) kann Um KI („künstliche Intelligenz“) ranken sich aktuell die verwegensten Verschwörungstheorien. Angeblich könne man schon bald das menschliche Gehirn nachbauen und damit ausgestattete Roboter würden uns dann alle Arbeitsplätze wegnehmen. Das ist sehr, sehr weit von der Realität weg, passt aber in unsere aufgeregte Zeit, die von Fake News, die viele auch lustvoll konsumieren, nur so überspült wird. Es passt auch gut in Sciencefiction Romane, aber das ist es dann auch schon. Das gesamte menschliche Gehirn ist mit seiner Dichte der Neuronen und ihrer komplexen Vernetzung und Leistungsdichte bei minimalem Energieverbrauch auf absehbare uneinholbar. Was allerdings heute schon geht ist, dass man für kleine Ausschnitte des im Gehirn gespeicherten Wissens die Prinzipien des Gehirns aufgreift und mit Computertechnologie nachempfindet. Was dabei herauskommt ist keinesfalls der Robotermensch, sondern eher ein Assistent für einen eingeschränkten Wirkungskreis. Das plakativste Beispiel ist das vollautonom fahrende Auto. Es ist deshalb auch ein gutes Beispiel, weil daran große ökonomische Interessen hängen und deshalb besonders viel hierin investiert wird. Teile des autonomen Fahrens funktionieren ja heute schon und hier wird es in den nächsten 5 Jahren vermutlich einen echten Durchbruch geben. Die Herausforderung ist „General Purpose“ Ist der Computer dann bereits der beste Autofahrer? Beim Schachspiel ist es heute schon so – gegen den Computer hat kein Mensch mehr eine Chance. Aber für beides gilt: es sind Spezialskills, sehr eingegrenzt auf jeweils einen eng umrissenen Anwendungsfall. Das Auto als Roboter kann dann Autofahren, was schon beeindruckend ist, aber sonst eben gar nichts. Das ist natürlich nur ein Anwendungsbeispiel und es gibt in allen Facetten unseres Lebens weitere – und sie dringen alle langsam in unser Leben vor. Wenn der Mehrwert leicht erfassbar ist, ist das offensichtlich auch kein Problem für uns. Sind nicht die Navis auch schon schlau und lenken uns mehr oder weniger gut um Staus herum? Und wir alle akzeptieren die Navis nicht nur, sondern haben sie in wenigen Jahren als Standard lieben gelernt. Es gibt praktisch kein Auto mehr ohne. Die größere Herausforderung in der KI sind Systeme, die breiter ausgelegt sind, also „multiple Purpose“ (mehrere Einsatzzwecke) oder gar „general Purpose“ (allgemeine Einsatzzwecke). Zwei klassische Beispiele dafür sind Spracherkennung und automatische Übersetzung. Da ist die Forschung schon lange dran und so allmählich wird ein Niveau erreicht, bei dem die Qualität beginnt zu überzeugen. Die Herausforderung liegt in der Komplexität der Sprache, die ja so ausgelegt ist, dass man Dinge über möglichst viele Wege ausdrücken kann, damit Nuancen herausgestellt werden können. So haben die Eskimos angeblich über 40 Begriffe für Schnee, weil der in deren Lebensumgebung von besonderer Bedeutung ist. Im Deutschen gibt es dafür aber nur genau ein Wort. Wie soll ein Computer solche Nuancen „verstehen“ können? Ein Computer versteht eigentlich gar nichts. Er hat ja nur seine Bits. Was er aber gut kann ist vergleichen. Vergleichen von Worten, Sätzen und Absätzen. Und dabei Ähnlichkeiten erkennen und nutzen. Aber machen wir Menschen das nicht auch so? Eigentlich schon. Kritiker an KI bemängeln, dass KI sehr viel Trainingsaufwand benötigt. Das ist sicher zunächst einmal richtig. Nur bekommt der Mensch bis zum Abschluss der Pubertät und selbst darüber hinaus nicht unendlich viel Training? Jeder Konsum von Medien und jedes Gespräch bedeutet für uns Training. Seien wir also ein bisschen gnädig mit der KI! Was ist und kann Watson? Unter dem Begriff „Watson“ hat IBM alle Initiativen zu KI gebündelt. Das ist sehr vielfältig und es gibt heute um die 100 verschiedene Ausprägungen, die sich teilweise ergänzen, manchmal aber auch gar nichts miteinander zu tun haben. Viele gibt es nur aus der Cloud. Etwas einfachere kommen aber auch eingebettet in vollständige Lösungen mit und laufen lokal. Den „Watson“ an sich gibt es gar nicht, auch wenn viele immer noch meinen, dass Watson der Computer sei, der 2011 die Jeopardy Rateshow gewonnen hat. War er zwar auch, aber eben nur eine Variante der vielen Watson Services. Im Umfeld der IBM Collaboration Solutions nutzen wir heute insbesondere drei Watson Services, die unter dem Begriff „Watson Work Services“ zusammengefasst sind:
  • Moments“ kann aus Texten herausarbeiten, was in ihnen mit hoher Wahrscheinlichkeit wichtig ist und legt dabei einen besonderen Fokus auf Fragen, die vermutlich noch offen sind und auch Aktionen, die umgesetzt werden sollten. Soweit funktioniert das bereits beeindruckend gut, auch ohne weiteres Training. Das ist deshalb bemerkenswert, weil es ja absolut „general Purpose“ ist und jegliche Inhalte vorkommen können.
  • Priorisierung“ kann z.B. in Watson Workspace herausarbeiten, welche Spaces neue Inhalte haben könnten, die für die nutzende Person von besonderer Wichtigkeit sind.
  • Annotationen“ sind hervorgehobene Textstellen, zu denen Watson mithilfe von Bots Mehrwerte beitragen kann, also etwa tiefergehende Informationen aus Backend-Systemen anzeigen oder auch zurückschreiben. Die eigentlichen Fähigkeiten und Dialoge werden über die Bots definiert. Die Annotationen befreien den Nutzer davon selbst wissen zu müssen, welcher Bot etwas leisten könnte. Stattdessen stellt Watson sicher, dass sich der Bot selbst anbietet. Für eine solche Bot-Integration muss der Ersteller des Bots mindestens 5 Beispielsätze mitgeben. Dann erkennt Watson Ähnlichkeiten zu diesen Sätzen und kann entscheiden, ob der Bot zu einer Textstelle angezogen werden sollte oder nicht. Wenn ja und ein Nutzer springt darauf positiv an, so wird die echte, nicht exakt die Beispielsätze treffende Textstelle mit zu den Beispielsätzen übernommen, womit das System immer weiter lernt.
Diese ersten Watson Work Services sind also Helfersysteme, die Hinweise geben, wenn es mehr Informationen in Backendsystemen gibt, die sagen, wann etwas wichtig sein könnte und die lange Texte smart zusammendampfen. Solche Services sind also ein bisschen so etwas wie eine Sekretärin / ein Sekretär, die einem helfen Arbeit einfacher zu erledigen. Vor dieser Form von KI braucht man wahrlich keine Angst zu haben, dass sie einem den Arbeitsplatz streitig machen könnten – sie helfen einem nur. Natürlich wird das weiter ausgebaut und wir werden auch in Watson Work Services weitere KI-Bausteine, die es heute schon im Watson Portfolio gibt und auch neue, integrieren. Ich finde das äußerst spannend. Damit wünsche ich allen meinen Lesern an dieser Stelle ein schönes Herbstwochenende! Ihr Tom Zeizel Business Unit Executive IBM Collaboration & Talent Solutions D-A-CH
Tom Zeizels Blog: Was man mit AI besser machen kann als Slack, Teams & Co. es tun Was haben alle diese Tools wie Slack, Microsoft Teams und wie sie alle heißen, gemeinsam? Am Anfang macht es richtig Spaß mit ihnen zu arbeiten. Sie schaffen einen neuen Weg der Kommunikation und Zusammenarbeit, der intuitiv ist und zahlreiche Vorteile mit sich bringt. Gekommen sind sie als neue Kommunikationsmodelle, die vor ein paar Jahren meistens die eigenen Kinder zuhause eingeführt haben (mit WhatsApp) und die sich nun auch in Unternehmen bewähren. So stark sogar, dass die Freemium-Modelle dieser Lösungen oft als Schatten-IT neben den offiziellen Lösungen, die aber diese Art der Kommunikationsunterstützung noch nicht im Portfolio haben, laufen – sehr zum Verdruss der IT-Leiter und Sicherheitsexperten. Doch der Spaß mit diesen Tools lässt schnell nach. Schnell kommt der Frust nichts mehr wiederzufinden oder einfach in der Menge der Spaces den Überblick zu verlieren, was denn nun wichtig sein könnte. Schon den richtigen Space wiederzufinden ist schwierig und dann taucht auch noch die Frage auf, was man von den vielen Bandwurm-Textzeilen denn nun wirklich lesen muss … Meines Wissens nach gibt es hier nur einen Ansatz, der dieses Kernproblem sauber und erfolgreich adressiert: Unser Produkt Watson Workspace (WWS). Und wie? Als erstes und einziges Produkt mit integrierter, künstlicher Intelligenz (AI):
  • Das erste, was WWS schon lange kann, sind „Moments“ – automatische Zusammenfassungen eines Chats in einem Space, die aus dem Text das wichtigste herausarbeitet und dabei Fragen und Entscheidungen hervorhebt. So reduziert sich die Textlänge, die man lesen muss, um das wichtigste zu verstehen, auf weniger als 10%. Dabei ist WWS kein Goethe oder Schiller und schreibt nicht neu. Stattdessen wird einfach versucht die wichtigsten Textstellen herauszuheben. Das funktioniert auch für Deutsch bemerkenswert gut.
  • Unsere Forschung hat gezeigt, dass selbst eine solche Reduzierung der Textmenge auf unter 10% in allen Spaces immer noch nicht ausreicht mit der Vielzahl der Spaces klarzukommen. Deshalb ist eine zusätzliche, automatische Priorisierung der Spaces mit neuen Inhalten, die man noch nicht gelesen hat, die aber für einen wichtig sind, notwendig. Dabei ist natürlich zu berücksichtigen, dass für jeden Nutzer unterschiedliche Stellen in einem Space wichtig sein können. Also nicht „one size fits all“, sondern Personalisierung. Genau das kann Watson Workspace jetzt seit Anfang dieser Woche!
Wenn man mit Watson Workspace arbeitet, erkennt der integrierte Watson Service – die künstliche Intelligenz (AI) – was einem wichtig ist. Eckpunkte dabei sind Spaces, die man als wichtig markiert hat oder in denen man viel Zeit verbringt; Personen, mit denen man besonders oft interagiert und Themen, für die man sich intensiver engagiert. Daraus entsteht mit der Zeit ein Modell, das dem WWS hilft die Priorisierungen gut zu machen. Markiert werden die wichtigen Spaces mit einem roten Rahmen um ihr Logo. Wählt man sie aus, erscheint die volle Textansicht und in der Seitenleiste rechts die Zusammenfassung in Moments. Die Textbausteine, die in den Moments benutzt werden, sind im Volltext farblich hinterlegt und man kann auch durch einen Klick auf die Moments direkt auf die entsprechende Stelle im Volltext springen, um auch die anderen Texte im Kontext der Stelle lesen zu können. Alles extrem einfach und sehr schnell zu lesen. So wird schnelles Arbeiten ohne wirklichen Aufwand möglich. Will man die Qualität schnell noch besser machen, so kann man Watson auch unter die Arme greifen. Unter jedem „Moment“ steht die Frage „Wichtig oder nicht?“(„Is this important to you?“). Wenn man möchte – man muss nicht – kann man die Frage beantworten. Watson lernt daraus und berücksichtig die Antworten zukünftig. So wird das System für jede Einzelperson immer besser. Arbeiten im Konversationsmodus ist in der Tat sehr produktiv. Ich selbst bin schon in über 70 Spaces und habe mit über 150 Personen – viele davon Kunden – direkte Chats über Watson Workspace. Das Gute ist, dass durch die Persistenz der Inhalte ein Zurückblättern immer ganz einfach ist, viel einfacher als bei E-Mail, wo man doch immer viel zusammensuchen muss. Watson hilft mir jetzt auch hierbei die Übersicht zu behalten und auf das zu fokussieren, was wichtig ist. Da haben unsere Entwickler etwas wirklich Hervorragendes geschaffen! Ich kann nur sagen: Es ist höchste Zeit Watson Workspace einfach mal auszuprobieren! Das geht kostenlos unter: http://workspace.ibm.com/. Sie können Watson Workspace so unbefristet und selbst privat nutzen – im Direct Chat sogar kostenfrei mit dem hervorragenden Zoom Audio/Video. Wie ich werden Sie schnell merken, dass längerfristiges, frustfreies Arbeiten im Konversationsmodus eigentlich nur mit Watson Workspace geht. Ihr Tom Zeizel Business Unit Executive IBM Collaboration & Talent Solutions D-A-CH
Am 26. September haben wir mit IBM Watson Workspace ein komplett neues Produkt für konversationsorientierte Zusammenarbeit mit kognitiver Unterstützung vorgestellt. Im Kern handelt es sich dabei um eine Lösung für persistenten Gruppen-Konversationen mit integrierten IBM Watson Services, die die Nutzung deutlich vereinfachen. In letzter Zeit wird immer öfter von „Collaboration Fatigue“ berichtet, der Müdigkeit auf immer mehr Informationen reagieren zu müssen. Leider wird auch immer deutlicher, dass sich diese Entwicklung zu immer mehr Informationen nicht mehr zurückdrehen lässt. Deshalb ist es für IBM wichtig, Produkte wie Watson Workspace anzubieten, die erstmals mithilfe von künstlicher Intelligenz mehr Übersicht und Klarheit schaffen, um dem lästigen Trend damit entgegenzuwirken.

Was ist drin?

Workspace ist die ganz neue Lösung für Gruppen und Einzelpersonen, um sich in Echtzeit oder auch zeitverzögert auszutauschen und Arbeit zu erledigen. Es erinnert an Chat, direkt one-on-one oder in der Gruppe, bleibt aber als Strom persistent bestehen, sodass man jederzeit schauen kann, was in der Vergangenheit gelaufen war. Und bietet über Bots viele weitere Möglichkeiten der Nutzung von Inhalten aus nahezu beliebigen Backend-Systemen, die einfach über kognitive Erkennungen eingebunden werden können. Workspace kann intern, extern und sogar privat genutzt werden. Dabei kann man jederzeit zwischen den Clients wechseln, den mobilen Apps, dem Browser oder – als neue Technologie – den Electron Clients für Windows und MacOS. Und das, ohne den Arbeitsstand zu verlieren.

Wie ich es nutze

Ich habe heute schon einen erheblichen Teil meiner Kommunikation, intern und mit meinen Kunden, auf Watson Workspace umgestellt. Der Vorteil für meine Kunden ist, dass sie mich sehr viel schneller erreichen und wir gemeinsam mit einem Blick sehen können, was wir bisher besprochen hatten. Dabei helfen uns die Möglichkeiten, mit Hilfe von Watson automatische Zusammenfassungen, sogenannte „Moments“ zu erstellen. Die sind schon jetzt sehr hilfreich, aber wenn Ende Oktober die volle Unterstützung für Deutsch kommen wird, werde ich sie nicht mehr missen mögen. Das ist übrigens eine der Funktionen, die Produkte von Marktbegleitern nicht bieten. Sehr viel Potenzial sehe ich auch darin, dass Watson Texte verstehen kann und in der Lage ist, Zusatzinformationen zu bestimmten Inhalten aus anderen Systemen zu beschaffen. Dazu müssen diese Systeme mit etwas einfachem Programmieraufwand (Stichwort „low-Code“) miteinander bekannt gemacht werden. Fragt man also beispielsweise in einer Konversation nach dem Stand einer Bestellung, so läuft es wie von Geisterhand gesteuert nach Sekundenbruchteilen schon in die Konversation, ohne dass man sich aufwändig wie bisher in andere Systemen einloggen und umsehen musste. Mir hilft das in meiner täglichen Arbeit schon heute sehr.

Warum ich es nutze?

Auch mir sind private Messenger Services, wie z.B. WhatsApp, als Schatten-IT-Lösung in Unternehmen oftmals ein Dorn im Auge. Deshalb haben wir Workspace von Beginn an als Business-Lösung entwickelt, die u.a. auch entsprechende administrierbare Steuerungsmöglichkeiten bietet. Das schließt aber nicht aus die einfache, offene Variante auch privat zu nutzen.

Wie kommt man ran?

Die Nutzung der einfachsten Variante ist und bleibt kostenlos. Man meldet sich einfach auf https://workspace.ibm.com an und ist drin. Für Unternehmen gibt es jetzt zusätzlich die Einstiegsversion IBM Watson Workspace Essentials mit mehr Speicherplatz pro Nutzer, Enterprise Admin & Management, Enterprise Support SLAs und der Verwaltung von Gast-Nutzern. Wann treffen wir uns … im IBM Watson Workspace? Ihr Tom Zeizel Business Unit Executive IBM Collaboration & Talent Solutions D-A-CH
Sie wird besonders – die 2017er Konferenz der IBM Collaboration Solutions Nutzer Gruppe (DNUG). Im Mittelpunkt das Thema „Arbeitsplatz der Zukunft“. Dazu alles über neue Arbeitsweisen, neue Technologien im Backend und Client-seitig, Roadmaps zu allen Produkten, herausragende Sprecher und bemerkenswerte Lösungen von zahlreichen Partnern. Eine tolle Agenda – schauen Sie selbst unter 44.dnug.de

Durch das Fortsetzen der Benutzung dieser Seite stimmst du der Benutzung von Cookies zu. Lies hierzu bitte unsere Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen