Beiträge mit Tag ‘Watson Work’

Tom Zeizels Blog: Was KI wirklich (schon) kann Um KI („künstliche Intelligenz“) ranken sich aktuell die verwegensten Verschwörungstheorien. Angeblich könne man schon bald das menschliche Gehirn nachbauen und damit ausgestattete Roboter würden uns dann alle Arbeitsplätze wegnehmen. Das ist sehr, sehr weit von der Realität weg, passt aber in unsere aufgeregte Zeit, die von Fake News, die viele auch lustvoll konsumieren, nur so überspült wird. Es passt auch gut in Sciencefiction Romane, aber das ist es dann auch schon. Das gesamte menschliche Gehirn ist mit seiner Dichte der Neuronen und ihrer komplexen Vernetzung und Leistungsdichte bei minimalem Energieverbrauch auf absehbare uneinholbar. Was allerdings heute schon geht ist, dass man für kleine Ausschnitte des im Gehirn gespeicherten Wissens die Prinzipien des Gehirns aufgreift und mit Computertechnologie nachempfindet. Was dabei herauskommt ist keinesfalls der Robotermensch, sondern eher ein Assistent für einen eingeschränkten Wirkungskreis. Das plakativste Beispiel ist das vollautonom fahrende Auto. Es ist deshalb auch ein gutes Beispiel, weil daran große ökonomische Interessen hängen und deshalb besonders viel hierin investiert wird. Teile des autonomen Fahrens funktionieren ja heute schon und hier wird es in den nächsten 5 Jahren vermutlich einen echten Durchbruch geben. Die Herausforderung ist „General Purpose“ Ist der Computer dann bereits der beste Autofahrer? Beim Schachspiel ist es heute schon so – gegen den Computer hat kein Mensch mehr eine Chance. Aber für beides gilt: es sind Spezialskills, sehr eingegrenzt auf jeweils einen eng umrissenen Anwendungsfall. Das Auto als Roboter kann dann Autofahren, was schon beeindruckend ist, aber sonst eben gar nichts. Das ist natürlich nur ein Anwendungsbeispiel und es gibt in allen Facetten unseres Lebens weitere – und sie dringen alle langsam in unser Leben vor. Wenn der Mehrwert leicht erfassbar ist, ist das offensichtlich auch kein Problem für uns. Sind nicht die Navis auch schon schlau und lenken uns mehr oder weniger gut um Staus herum? Und wir alle akzeptieren die Navis nicht nur, sondern haben sie in wenigen Jahren als Standard lieben gelernt. Es gibt praktisch kein Auto mehr ohne. Die größere Herausforderung in der KI sind Systeme, die breiter ausgelegt sind, also „multiple Purpose“ (mehrere Einsatzzwecke) oder gar „general Purpose“ (allgemeine Einsatzzwecke). Zwei klassische Beispiele dafür sind Spracherkennung und automatische Übersetzung. Da ist die Forschung schon lange dran und so allmählich wird ein Niveau erreicht, bei dem die Qualität beginnt zu überzeugen. Die Herausforderung liegt in der Komplexität der Sprache, die ja so ausgelegt ist, dass man Dinge über möglichst viele Wege ausdrücken kann, damit Nuancen herausgestellt werden können. So haben die Eskimos angeblich über 40 Begriffe für Schnee, weil der in deren Lebensumgebung von besonderer Bedeutung ist. Im Deutschen gibt es dafür aber nur genau ein Wort. Wie soll ein Computer solche Nuancen „verstehen“ können? Ein Computer versteht eigentlich gar nichts. Er hat ja nur seine Bits. Was er aber gut kann ist vergleichen. Vergleichen von Worten, Sätzen und Absätzen. Und dabei Ähnlichkeiten erkennen und nutzen. Aber machen wir Menschen das nicht auch so? Eigentlich schon. Kritiker an KI bemängeln, dass KI sehr viel Trainingsaufwand benötigt. Das ist sicher zunächst einmal richtig. Nur bekommt der Mensch bis zum Abschluss der Pubertät und selbst darüber hinaus nicht unendlich viel Training? Jeder Konsum von Medien und jedes Gespräch bedeutet für uns Training. Seien wir also ein bisschen gnädig mit der KI! Was ist und kann Watson? Unter dem Begriff „Watson“ hat IBM alle Initiativen zu KI gebündelt. Das ist sehr vielfältig und es gibt heute um die 100 verschiedene Ausprägungen, die sich teilweise ergänzen, manchmal aber auch gar nichts miteinander zu tun haben. Viele gibt es nur aus der Cloud. Etwas einfachere kommen aber auch eingebettet in vollständige Lösungen mit und laufen lokal. Den „Watson“ an sich gibt es gar nicht, auch wenn viele immer noch meinen, dass Watson der Computer sei, der 2011 die Jeopardy Rateshow gewonnen hat. War er zwar auch, aber eben nur eine Variante der vielen Watson Services. Im Umfeld der IBM Collaboration Solutions nutzen wir heute insbesondere drei Watson Services, die unter dem Begriff „Watson Work Services“ zusammengefasst sind:
  • Moments“ kann aus Texten herausarbeiten, was in ihnen mit hoher Wahrscheinlichkeit wichtig ist und legt dabei einen besonderen Fokus auf Fragen, die vermutlich noch offen sind und auch Aktionen, die umgesetzt werden sollten. Soweit funktioniert das bereits beeindruckend gut, auch ohne weiteres Training. Das ist deshalb bemerkenswert, weil es ja absolut „general Purpose“ ist und jegliche Inhalte vorkommen können.
  • Priorisierung“ kann z.B. in Watson Workspace herausarbeiten, welche Spaces neue Inhalte haben könnten, die für die nutzende Person von besonderer Wichtigkeit sind.
  • Annotationen“ sind hervorgehobene Textstellen, zu denen Watson mithilfe von Bots Mehrwerte beitragen kann, also etwa tiefergehende Informationen aus Backend-Systemen anzeigen oder auch zurückschreiben. Die eigentlichen Fähigkeiten und Dialoge werden über die Bots definiert. Die Annotationen befreien den Nutzer davon selbst wissen zu müssen, welcher Bot etwas leisten könnte. Stattdessen stellt Watson sicher, dass sich der Bot selbst anbietet. Für eine solche Bot-Integration muss der Ersteller des Bots mindestens 5 Beispielsätze mitgeben. Dann erkennt Watson Ähnlichkeiten zu diesen Sätzen und kann entscheiden, ob der Bot zu einer Textstelle angezogen werden sollte oder nicht. Wenn ja und ein Nutzer springt darauf positiv an, so wird die echte, nicht exakt die Beispielsätze treffende Textstelle mit zu den Beispielsätzen übernommen, womit das System immer weiter lernt.
Diese ersten Watson Work Services sind also Helfersysteme, die Hinweise geben, wenn es mehr Informationen in Backendsystemen gibt, die sagen, wann etwas wichtig sein könnte und die lange Texte smart zusammendampfen. Solche Services sind also ein bisschen so etwas wie eine Sekretärin / ein Sekretär, die einem helfen Arbeit einfacher zu erledigen. Vor dieser Form von KI braucht man wahrlich keine Angst zu haben, dass sie einem den Arbeitsplatz streitig machen könnten – sie helfen einem nur. Natürlich wird das weiter ausgebaut und wir werden auch in Watson Work Services weitere KI-Bausteine, die es heute schon im Watson Portfolio gibt und auch neue, integrieren. Ich finde das äußerst spannend. Damit wünsche ich allen meinen Lesern an dieser Stelle ein schönes Herbstwochenende! Ihr Tom Zeizel Business Unit Executive IBM Collaboration & Talent Solutions D-A-CH
Tom Zeizel’s Blog: Kein Traum – Die besten Web-Meetings schon bald mit automatischer Zusammenfassung Es kommt nicht oft, dass ein Software-Produkthaus eine ganz neue Lösung vorstellt, die zusammen arbeiten wirklich signifikant verändert. IBM hat in dieser Woche IBM Watson Workspace Plus angekündigt, die erste Lösung am Markt, die Arbeiten in Teamkollaboration mit Audio- und Videomeetings integriert und mit Watson’s künstlicher Intelligenz verbindet. Das ist heute nutzbar und lässt den Mehrwert von unterstützender, künstlicher Intelligenz sofort spürbar werden. Für mich einer der seltenen Momente, wo ich zu neuer Software für Unternehmen nach kurzer Testphase wirklich mal sage: „Das will ich haben!“ Man arbeitet entweder direkt miteinander oder in Spaces als Team zusammen. Jeder kann sich in Echtzeit von beliebigen Geräten aus beteiligen – auch Externe. Das in der Praxis gegenüber E-Mail und anderen Lösungen so Positive ist, dass man so alles, was sich etwa in E-Mail über viele Mails verteilt und damit völlig unübersichtlich ist, zum ersten Mal wirklich zusammen in einem Stream – dem Space – hat. Dazu gehören natürlich auch Bilder, Dokumente, usw. und Inhalte aus eingebundenen Apps. Man kann in der Zeitachse immer einfach zurückscrollen oder auch die übergreifende Suche benutzen. Ich habe bereits mit vielen meiner Kunden gemeinsam solche Watson Workspaces. Oft kommunizieren wir dann fast nur noch über den Space – ganz einfach weil es schnell und direkt ist. Aber selbst, wenn mich ein Kunde anruft, schaue ich mir kurz die Historie im Space an und bin dadurch sofort wieder im Bilde. Anders ist das so nicht zu erreichen. Wenn sich ein Thema sehr schnell entwickelt oder man auch viele Themen (Spaces) parallel hat, dann wird selbst das schnell unübersichtlich – wie man an den Lösungen der Marktbegleiter sieht. Hier kommt das besondere von Watson ins Spiel: Mit der einzigartigen Funktion „Moments“ werden Stunden, Tage oder Wochen an Konversation zu aussagefähigen Highlights in einer Zusammenfassung zusammengestellt. Dabei werden die wichtigsten Themen, Actions, Fragen und Entscheidungen hervorgehoben. Das schafft blitzschnell Transparenz. Wenn man so intensiv zusammenarbeitet ist es manchmal einfacher vom Chatten in den Sprech-, bzw. Videomeeting-Modus zu wechseln. Genau hierfür hat Watson Workspace in der Plus-Variante jetzt ein Ass im Ärmel: die neue Audio-/Video-Komponente beruht auf Technologie unseres neuen Partners Zoom. Das ist die im Internet zurzeit am schnellsten wachsende Firma mit einer auch von allen Analysten hoch gepriesenen, technischen Lösung, die in der Einfachheit der Bedienung von Web- und Videomeetings wirklich keinen Manager mehr im Regen stehen lässt. Videoräume und anderes können auch eingebunden werden. Allgemein verfügbar ab nächster Woche. Die Lösung, die man haben will. Und um das noch besser zu machen, arbeiten wir im Moment noch intensiv an den letzten Feinheiten etwas zu tun, auf das wahrscheinlich fast alle im Büro arbeitenden Menschen – mich eingeschlossen – schon ewig warten: automatische Besprechungsprotokolle. In der Kombination der Zoom A/V Technologie mit Watson Work Services ist es möglich, dank automatischer Erkennung der Sprachen und Text-to-Speech, die Beiträge der einzelnen Sprecher zu transkribieren. Damit hat man schon mal das Protokoll. Gut, nein, sehr gut! Aber es geht noch besser: Die vorhin schon angesprochenen „Moments“ arbeiten dazu die wichtigsten Inhalte heraus, also sogar eine Art automatische Zusammenfassung! Damit kann man viel schneller erfassen, was bei einer Besprechung wichtig war. Das ist die Kür! Das kann sonst niemand. IBM Workspace Plus aber schon sehr bald. IBM Collaboration Solutions inklusive Vorgänger Lotus haben eine lange Historie den Markt immer wieder mit innovativsten Lösungen zu überraschen. Mit IBM Watson Workspace Plus ist es einmal mehr soweit. Unser Entwicklungslabor sagt mir, dass selbst das hier Dargestellte noch nicht einmal alles sei. Ich müsse mich nur etwas gedulden, auf die IBM Think 2018 in der kommenden Wochen und Weiteres in Kürze danach. Da bin ich jetzt wirklich mal heiß. Ihr Tom Zeizel Business Unit Executive IBM Collaboration & Talent Solutions D-A-CH
Immer mehr Buzzwords im Rahmen der digitalen Transformation durchdringen sämtliche Organisationsformen. Egal, ob wir mit Geschäftsführungen oder bei Finanz, Marketing, Einkauf, IT sowieso oder nun auch bei HR innovative Themen diskutieren, alle sprechen von der dringend notwendigen digitalen Transformation, disruptiven Geschäftsmodellen, Big Data, Cloud, Analytics und jetzt auch kognitiven Anwendungen. Was aber ist damit wirklich gemeint? Spannend ist in jedem Fall, dass wir nicht mehr über das WARUM und WESHALB sprechen, sondern nun vermehrt das WIE, WANN und mit WEM diskutieren. Außerdem ist auch allen klar, dass diese Maßnahmen und Projekte keine reinen IT Projekte sind, sondern, dass sich das gesamte Unternehmen neu ausrichten muss. Die längst bekannten Beispiele von AirBnB, Uber, Amazon & Alibaba, Flixbus & Co möchte ich hier nicht weiter vertiefen. Ein Punkt  ist mir jedoch sehr wichtig, der für die weitere Diskussion als gemeinsames Verständnis entscheidend ist: Wenn wir von kognitiven Anwendungen sprechen, so sind dabei vier Eigenschaften aus unserer Sicht zwingend notwendig.
  1.  Eine kognitive Anwendung kann quasi unbegrenzt schnell beliebig viele Daten lesen und
  2. verstehen, bzw. interpretieren. Das heißt, dass strukturierte und unstrukturierte Daten wie Texte, Tabellen, Bilder, Sprache, Videos, etc. von diesen Systemen „verstanden“ werden, wie wir diese Informationen auch als Mensch verstehen und interpretieren können. Als weitere wesentliche Eigenschaft kommt nun hinzu, dass diese kognitiven Anwendungen Empfehlungen und Vorhersagen liefern, die
  3. in der Interaktion mit Experten bewertet werden und
  4. die Anwendung dadurch „dazulernt“. Basierend auf diesen Interaktionen mit Experten wird die Anwendung trainiert und immer präziser – das sogenannte „Machine Learning“ findet statt.
Um nun auf Basis dieses gemeinsamen Verständnisses einige Anwendungen zu erläutern, möchte ich heute mit dem IBM Watson Career Coach beginnen. Diese kognitive Anwendung im Bereich des Talent Managements unterstützt die Mitarbeiter durch die Empfehlung von auf die Person angepassten, individuellen Karrieremöglichkeiten. IBM Watson Career Coach zeigt Entwicklungsmöglichkeiten auf, die auf die Ziele, Wünsche und das Fachwissen abgestimmt sind. Dabei navigiert der Mitarbeiter durch verschiedene Optionen vergleichbar eines Navigationssystems im Straßenverkehr, um durch Lern- und Entwicklungsmaßnahmen oder konkrete, offenen Stellen seinem nächsten Karriereziel näher zu kommen. Die verwendeten Daten kommen aus unterschiedlichen bestehenden HR-Systemen und werden durch den IBM Watson Career Coach zur Vorhersage genutzt. Wir bei IBM haben den Watson Career Coach nun schon bei über 30.000 Mitarbeitern ausgerollt und sehr positives Feedback bekommen. Erste weitere Unternehmen pilotieren den Career Coach nun auch schon.
Tatsächlich hilft einem dieses neue Tool neue Aspekte zur persönlichen Karriereplanung zu entdecken. Das kann Wert haben für einen selbst, aber definitiv auch für das Unternehmen, weil Mitarbeiter, die am richtigen Platz arbeiten, die besten Mitarbeiter sind. Ihr Tom Zeizel Business Unit Executive IBM Collaboration & Talent Solutions D-A-CH
Ed Brill (Vice President Offering Management, IBM Collaborations Solutions) hat es auf der gerade gelaufenen IBM User Group Veranstaltung im Mittelwesten der USA, der MWLUG, in seiner Keynote (https://t.co/NaQbQZAGbB) vorgestellt: Die Produktroadmap der IBM Collaboration Lösungen für das verbliebene, zweite Halbjahr 2017. Das sind die nächsten Feature Packs für Notes Domino und Verse on prem, aber auch viele ganz neue Dinge. In Summe:
  • Feature Packs 9 und 10 für Notes Domino
  • Verse on Prem (VoP) Erweiterungen
  • Watson Workspace, kognitiv unterstütztes Arbeiten im Konversationsmodus
  • IBM Connections Engagement Center (ICEC), die neue Lösung für das Intranet der Zukunft
  • Nach „Orient me“ die nächsten PINK Elemente zu IBM Connections
  • Box Relay – als ganz neue Workflow Lösung für Box
  • Die optionale Nutzung und tiefe Einbindung von Cisco Realtime Communications Lösungen
  • usw.
Das aus meiner Sicht besonders Spannende dabei ist, dass diverse neue Lösungen an den Markt kommen werden, die auch für Nutzer von Collaboration Lösungen anderer Hersteller von größtem Interesse sein werden, weil sie Bausteine für den Arbeitsplatz der Zukunft bieten, die auf modernsten offenen (Open Source) Technologien aufsetzen und in ihrer Ausprägung einzigartig sind. Man wird sie nicht missen mögen! Jason Gary, verantwortlich für die Entwicklung von IBM Connections, hat in seinen aktuellen Vorträgen erklärt warum: Es gibt im ICS-Entwicklungslabor eine neue Definition wann etwas fertig ist: „Wenn es den Kunden gefällt“. Das ist die Ausgangsbasis, um die sich so mancher Marktbegleiter wenig kümmert. Es wird also wieder ein ereignisreiches, zweites Halbjahr mit viel innovativem Neuen. PS.: Wer mehr darüber wissen möchte, möge bitte seinen IBM Collaboration Solutions Berater direkt ansprechen. Wir und auch unsere zahlreichen Partner kommen auch gern zu ihnen ins Haus!  
Arbeiten im Konversationsmodus mit unterstützenden, kognitiven Elementen und einer Integration von fast beliebigen, anderen Systemen klingt fast wie ein Märchen aus entfernter Zukunft. In der Tat läuft IBM Watson Workspace zurzeit noch als Pilot, soll aber schon bald auch in einer Enterprise Edition allgemein verfügbar werden. Im Rahmen des Piloten kann man die bereits vorhandenen Funktionen kostenfrei nutzen und es ist geplant, das im Einzelpersonenmodus auch so zu belassen. Das Tool ist noch im Aufbau – funktional geht noch nicht alles, was man sich wünscht. Dennoch, was schon da ist, ist beeindruckend und ermöglicht schon heute eine produktive Nutzung. Man muss nur einmal eingeladen werden und dann ist man drin und kann mit seiner IBM ID neue Workspaces aufmachen und beliebige Personen zur Zusammenarbeit einladen. Das Entwicklerteam ist fleißig dabei mehr oder weniger im Wochenrhythmus neue Funktionen zu ergänzen. Seit kurzem geht jetzt der Zugriff nun nicht nur über Browser und die Android und iOS Apps, sondern auch über die neuen Electron Apps für Windows und MacOS – unbedingt mal ausprobieren.    
Stefan Pfeiffer und Peter Schütt unterhalten sich am letzten Tag der IBM Connect 2017 in San Francisco ungescriptet über alles, was auf dieser maßgeblichen Konferenz schön war – also nicht das Wetter – , was bei IBM Collaboration Solutions neu ist und sein wird, u.a. über IBM Verse, IBM Notes und Domino Anwendungen, IBM Sametime, IBM Connections 6 und PINK, kognitive Services und neue Arbeitsmodi in Konversationen mit IBM Watson Work Services, Partnerschaften in einem offenen API-Ökosystem, u.a. mit Cisco, Box, Genbend und Actiance; die wachsende Bedeutung von aktuellen Open Source Technologien, wie Docker Container und MongoDB und den tatsächlich funktionierenden, von Watson kognitiv unterstützten Arbeitsplatz der nahen Zukunft. Hier das Video:
Am 22. März trifft sich die Schweizer IBM Collaboration User Group SNoUG in Zürich – und Gäste sind natürlich herzlich willkommen. Auf der Agenda steht ein Überblick über die dann noch ganz frischen, vielen Neuigkeiten von der IBM Connect 2017 (20-23.2.2017, Mascone West, San Francisco – dazu kann man sich auch noch anmelden), zahlreiche Lösungen von IBM Partnern und natürlich der Austausch unter Nutzern der sehr aktuellen IBM Collaboration Lösungen (Verse / Notes / Domino, Sametime, Connections, Watson Work Services, Watson Workspace, usw.) Hier gibt es alle Informationen zur SNoUG Tagung 2017 , die Agenda für den 22. März und wie man sich anmelden kann.
Zusammenarbeit (Collaboration) belegt einen großen Teil des Arbeitsalltags und ist für einen noch größeren Anteil am Erfolg eines Unternehmens verantwortlich. Dennoch glauben Unternehmenslenker nur zu oft den Fake News gewiefter Marketing-Manager, dass die IT-Tools dafür „Commodity“ wären – also ausgereifter Standard ohne Innovationspotenzial. Das führt nicht selten dazu, dass man Kaufentscheidungen nicht mehr fachlich trifft, sondern nur noch danach schaut, was die anderen machen, um sie zu kopieren. Dass das großer Unsinn ist und damit massiv Wettbewerbsvorteile verspielt werden, zeigt die bemerkenswert kreative Welt von Start-ups, die einerseits immer wieder selbst brillante, neue Lösungen erfinden und andererseits ihre Zusammenarbeit eben nicht mehr klassisch auf Office-Anhänge in E-Mails aufbauen, sondern auf neue Verfahren und Technologien setzen, die auch mit mobilen Geräten (Smartphones, Tablets) einfach bedient werden können. Beispiele sind Konversationstools, wie z.B. Slack, oder Werkzeuge einer geteilten Wissensablage, wie z.B. Connections. IBM ist immer wieder Vorreiter, wenn es darum geht neue Verfahren und Technologien für die Zusammenarbeit in und zwischen Unternehmen kreativ zu entwickeln. Einmal im Jahr präsentiert sich IBM mit vielen, auch deutschen Partnern auf der Hausmesse „Connect„, diesmal geführt von Inhi Cho Suh, General Manager IBM Collaboration Solutions. 2017 wird die Konferenz zum ersten Mal in der Nähe des Silicon Valleys in San Francisco stattfinden. Ein idealer Treffpunkt, nicht nur, um sich einen Überblick zu verschaffen, sondern auch um andere Kunden und Fachleute zu treffen und fachlich tief in die Zukunft einzutauchen. Wer jetzt meint, dass hier nur über Klassiker wie IBM Notes geredet werden wird, täuscht sich gewaltig. IBM investiert nachhaltig sehr stark in das Zukunftsthema Collaboration und zeigt den Weg auf, wo es in der Zukunft der Collaboration-Tools hingeht:
  • 2017 wird das Jahr der kognitiven Helfersysteme im Collaboration-Umfeld, wie Sie IBM mit Watson Work Services anbieten und in verschiedenste Bereich integrieren wird.
  • Die technologische Basis ist reif für eine Revision, denn aktuelle Technologien – meistens Open Source – ermöglichen ganz neue, extrem flexible Integrationsszenarien in einer Ökonomie der APIs (Schnittstellen). Das wird für viel mehr Flexibilität und Kosteneinsparungen sorgen.
  • Wenn man heute seine Familie effektiv über WhatsApp organisiert, dann stellt sich die Frage, warum man so konversationsorientiert nicht auch im und zwischen Unternehmen arbeiten kann. IBM arbeitet hier mit Watson Workspace an einer neuen Lösung, die erstmals unternehmensmäßige Datensicherheit und kognitive Komfortelemente in solche neuen Arbeitsweisen einbindet.
  • Für Anwendungsentwickler ist es eine heiße Zeit: IBM hat einiges Neues vor mit Domino, aber eben auch mit neuen Technologien, wie Docker Containern, Web-Oberflächen und Electron-basierten Clients, Box-Relay als Option für Workflows, usw.
  • IBM Verse ist heute die eleganteste und einfachste Möglichkeit auch große Mengen an E-Mails abzuarbeiten. Zum Jahresende 2016 war – wie angekündigt – Verse on Premises verfügbar geworden und ist bereits in zahlreichen Unternehmen installiert. Erfahrungsaustausch und Roadmap stehen hierzu im Fokus, wie auch die Möglichkeit Outlook als alternativen Client mit Domino zu betreiben. Und auch die kommenden FeaturePacks für IBM Notes werden ein Thema sein.
  • Beim weltweiten Marktführer (laut IDC) bei den Social Suites, IBM Connections, wird 2017 wieder ein großes Jahr: Version 6.0 kommt in ersten Halbjahr und an weiteren Neuerungen für das 2. Halbjahr wird auch bereits gearbeitet (Projektname: Pink).
  • Bei der momentan sehr hohe Weiterentwicklungsgeschwindigkeit im Collaboration-Umfeld kann kein einzelnes Unternehmen mehr alles auf entsprechender Top-Qualität alleine anbieten. Stattdessen sind Partner-Netzwerke gefragt, die die neuen API-Infrastrukturen und mit Design Thinking entwickelten, besonders einfachen Oberflächen optional mit nutzen. IBM setzt hier in der Cloud auf optionale Integration u.a. mit Box, Cisco, GENBEND und vielen mehr.
So viel neue und spannende Themen gab es aus meiner Sicht schon längere Zeit nicht – insgesamt und auch, was IBM und Partner daraus machen. Es lohnt sich also ein Abstecher nach San Francisco, zumal die Flüge (noch) überraschend günstig sind. Die „IBM Connect 2017“ Konferenz findet dort im Mascone West Konferenz-Center vom 20.-23. Februar statt, beginnt also am Montagabend und nicht wie in den letzten Jahren bereits am Sonntag. (Und bis zum 20.1. gilt noch der ermäßigte Frühbucherrabatt!) Ich freue mich schon wieder sehr auf die vielen bekannten und neuen Gesichter! PS.: Nur zur Erinnerung und von wegen „Dress Code“: Blümchen im Haar war zwar San Francisco, aber 1968 und schon ziemlich lange her. Das muss jetzt nicht mehr sein ….

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