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Tom Zeizels Blog: Demo Time – Beispiele für Domino V10 Anwendungen

Tom Zeizels Blog: Demo Time – Beispiele für Domino V10 Anwendungen

Bilder sagen mehr als 1000 Worte – und dann erst ein Video. Wer verstehen möchte, was an Domino V10 bezogen auf Unternehmensanwendungen so neu ist, kann sich nun einen kurzweiligen Überblick mit einem Video verschaffen, dass die von Luis Guirigay, (Domino Produktmanagement, USA) beim großen Domino V10 Launch Event am 9. Oktober in Frankfurt vorgeführte Demo zeigt. Es war eine live-Session, also ohne doppelten Boden oder Videos (So ist denn auch seine anfängliche Ansage zu verstehen, der „Demogott möge mir beistehen“).

Seinen ersten Demoteil begann Luis mit dem Beispiel einer Entwicklerin, die JavaScript Skills hat und sich nur ein wenig mit Domino auskennt. Sie beginnt ihren Arbeitstag mit – wir kennen es – E-Mail. Das macht sie mit der neusten Version (1.0.5, und die nächste, 1.0.6, kommt auch schon wieder in Kürze) von Verse on prem (VOP), das sich in den letzten Monaten nun endlich sehr rausgemacht hat. Sie findet darin den Auftrag eine Übersicht über alle Domino-Anwendungen im Hause, ihre Bedeutung und Komplexität, zu erstellen. Dazu nutzt sie ApplicationInsights von Panagenda, das weiterhin für die ersten 50 Anwendungen kostenfrei zur Verfügung steht.

Mit dem Tool kann sie auch herausfinden, welche Anwendungen ohne Probleme und weitere Anpassungen sofort in der neuen Domino Mobile Apps Anwendung auf dem iPad laufen. (Das gilt für fast alle. Es gibt aber Ausnahmen, wie Anwendungen, die Java nativ nutzen, denn das gibt es auf dem iPad leider nicht. Falls man solche Anwendungen hat, gibt es verschiedene Workarounds, die nur etwas Aufwand erfordern.) Wie selbst sehr alte Domino-Anwendungen direkt auf dem iPad laufen, führte Luis dann zum Ersteunen vieler im Audirtorium schon mal live vor (Die App ist im Moment noch im Beta-Stadium, soll aber noch vor Jahresende generell verfügbar werden).

Teil seiner Beispielanwendung ist eine Integration der Domino-Anwendung zu Salesforce, mit der direkt eine Opportunity angelegt werden soll. Dank der neu unterstützten http- und Json-Klassen ist das sehr einfach umzusetzen. Auch die Nutzung von spezifischen iPad Funktionen, wie u.a. der Kamera ist natürlich möglich. Damit können beispielsweise Belege direkt in die Domino App aufgenommen werden. Und dass man mit Domino Anwendungen auch offline auf dem iPad weiterarbeiten kann ist sicher nicht nur für Versicherungsvertreter von großem Interesse.

In nächsten Teil zeigte Luis zunächst eine ältere Kundenkontaktanwendung – auf neudeutsch CRM – die Web-fähig gemacht werden soll – und zwar nicht von einem Programmierer, sondern als No/Low Code Entwicklung von einem IT-Kenner aus einem Fachbereich. Luis zeigt hier, wie man eine solche Anwendung, die aus 3 Formularen, 20 Views, Business-Logik und -Security, usw. besteht und bisher auf den Notes Client angewiesen war, in weniger als einer Stunde zu einer modernen Webanwendung mit Responsive Design – damit sie auf allen Geräten in ansprechender Weise läuft – macht. Das geht mithilfe von TeamWorkr – einer auf dem Domino Server laufenden Lösung der Münchner Firma Team Technology, die auch direkt von IBM bezogen werden kann.  Damit ist nicht nur ein Refresh möglich, sondern genauso einfach auch Erweiterungen, etwa mit Google Maps-Einbindung und ähnlichem.

Im dritten Teil der Demo geht es Luis um eine Problem-Ticket Anwendung auf Basis von JavaScript und Node.js. Mit der neuen Domino Query Language (DQL) ist möglich vom Node.js-Code aus Daten aus einer Domino Datenbank zu nutzen, also zu lesen und zu schreiben – und das enorm schnell. So ist es mit DQL beispielsweise gelungen in einer Datenbank mit Millionen von Einträgen die Zeit für eine Abfrage von etwa 7 Sekunden auf weniger als eine Viertelsekundende zu senken. Performance pur! Nicht nur damit wird Domino interessant für jeden JavaScript/Node.js Entwickler, die mit bestehenden, auch älteren Domino Anwendungen nahezu Wunder vollbringen können, aber für die es genauso interessant ist neue Anwendungen mit Domino zu entwickeln.

In einem weiteren Beispiel ging es um eine große Vertriebsanwendung, bei der man vor der Frage stand sie auf einer anderen Plattform neu entwickeln zu lassen. Die Komplexität solcher Anwendungen kann sehr extrem sein, sodass Neuentwicklungen durchaus Kosten im zweistelligen Millionenbereich verursachen können. Mit Domino V10 kann man seine Ziele – eine moderne Anwendung, die gut performt und überall läuft – auf Basis einer bestehenden Anwendung auch wesentlich schneller und günstiger verwirklichen – ohne riskanten und kostspieligen Plattformwechsel.

Aber es bleibt nicht nur bei der Modernisierung: Mit einem JavaScript Framework, wie z.B. React oder Angular Express gelingt mit Domino V10 auch eine sehr einfach umzusetzende Integration in ganz andere Software-Welten. Dazu zählen Salesforce genauso wie Microsoft’s Office 365, in die sich Domino V10 Anwendungen so integrieren, dass die Nutzer nicht einmal merken, dass Domino für sie im Hintergrund arbeitet, vielleicht abgesehen von der auffällig guten Performance, denn andere Dinge, wie besonders hohe Sicherheit, bemerkt man als Endnutzer ja normalerweise nicht.

Im zweiten Demoteil widmete sich Luis Guirigay dann den Administratoren und zeigte auf welche Vorteile Docker, CentOS, Cluster-Symmetrie, Auto-Repair, usw. bringen. Nachdem das Thema Cloud so langsam für immer mehr Unternehmen machbar wird, stellt sich auch die Frage nach Möglichkeiten Domino Apps in der Cloud laufen zu lassen. Auch das ist natürlich möglich und Luis zeigte, für welche Apps es geht und Sinn machen könnte. Das ist nach unseren Erfahrungen auch mit größeren Einsparpotenzialen verbunden und immer eine Betrachtung wert. In der abschließenden, dritten Demoteil ging er dann noch auf weitere Integrationsszenarien in IBM Produkte, aber auch zum Beispiel in Slack, Microsoft Teams, usw. ein. Eine sehr beeindruckende Vorstellung!

Ich habe Luis in Frankfurt live erlebt, in diesem vollen Auditorium. Ich glaube, dass jeder im Raum so überrascht war wie ich, was IBM und HCL gemeinsam in den letzten Monaten bewegt haben und was allein in Domino V10 schon alles steckt. Und seit nunmehr drei Monaten wird auch bereits an V11 gearbeitet. Was sagten die Analysten? „Domino ist zurück!“ Es sieht so aus.

Ihr

Tom Zeizel
Business Unit Executive IBM Collaboration & Talent Solutions D-A-CH

Tom Zeizels Blog: Domino Mobile Apps auf dem iPad – jetzt testen!

Tom Zeizels Blog: Domino Mobile Apps auf dem iPad – jetzt testen!

Ein kleiner Schritt auf unserer Seite, aber ein großer für viele Kunden: Als Teil von Domino V10 hatten wir Anfang Oktober die Beta für die neue Domino Mobile App für das iPad angekündigt. Sie hat nun begonnen und man kann sich einfach registrieren und bekommt danach zeitnah die Beta Version der App zugesandt. Aber auch die volle Version ist noch für dieses Jahr geplant.

Das iPad hat einen enormen Siegeszug beschritten und insbesondere Manager und Außendienstmitarbeiter nutzen es heute oftmals als einziges Gerät – vielleicht noch zusammen mit einem Smartphone. Zumindest haben sie oft keinen klassischen Windows Desktop mehr. Selbstverständlich möchte man dann auch vom iPad auf alle Business Anwendungen zugreifen. Und da gehören in vielen Unternehmen klassische Notes Domino Anwendungen seit vielen Jahren zum Grundstock. Mit der neuen App ist es nun möglich auch die nicht browserfähigen Domino Anwendungen weitgehend ohne Veränderungen und damit ohne Extrakosten auf iPads zu nutzen. Für Kunden unter Softwarewartung für Domino, bzw. Kunden, die bereits Domino V10 einsetzen, wird die Nutzung sogar lizenzkostenfrei sein. Und laufen tut die neue iPad App auch mit älteren Domino Versionen – Investitionsschutz wie gewohnt!

Auch wenn sich das Look & Feel der Anwendungen selbst nicht verändert – sie sieht so aus, wie sie programmiert wurde -, so erweitert das iPad doch das Spektrum der Möglichkeiten, werden doch auch spezielle iPad Funktionen, wie die Kamera und die GPS Ortsbestimmung direkt unterstützt. Das ist für viele Anwendungsszenarien durchaus von Bedeutung, kann man so etwa Lieferscheine oder Rechnungen photographieren und direkt in der App speichern – die muss dafür natürlich vorbereitet sein.

An einer Ausweitung der Lösung auf Android Pads und vielleicht sogar Smartphones, wie das iPhone, wird intensiv nachgedacht und probiert. Die Herausforderung bei den Smartphones ist deren anderer Formfaktor, der es nicht erlaubt eine bestehende Desktop-Anwendung ohne andere Darstellung sinnvoll zu nutzen. Wenn man aber möchte, dass Sie als unsere Kunden keine Aufwände tätigen müssen, dann steht man vor einer Herausforderung. Die gehen wir zusammen mit HCL gerade an.

Wer heute bereits ältere Domino Anwendungen auch auf Smartphones nutzen möchte oder auch nur die Oberfläche modernisieren, kann das schon, muss aber etwas investieren. Die Münchner Firma Team Technology hat mit TeamWorkr eine Lösung entwickelt, über die die Anwendungen mit relativ wenig Aufwand und geringen Kosten eine schicke, moderne html5-Oberfläche mit responsive Design bekommen. So lassen sie sich überall einsetzen – ohne die Anwendung mit eventuell komplexer Logik neu schreiben zu müssen!

Zurück zu Domino Anwendungen auf dem iPad: Da Zauberei nicht möglich ist, gibt es Grenzen der Lösung, die nach meinen Erkenntnissen aber nur wenige Kunden und dort dann meistens nur wenige Anwendungen betreffen. Ein Beispiel: Auf iOS gibt es kein Java. Wenn eine Domino Anwendung Java-Elemente nutzt, dann kann sie verständlicherweise auf den iPad nicht laufen. Immerhin gibt es selbst hierfür Workarounds: Man kann den Java-Code auf den Domino Server verlegen oder den Java Teil mit LotusScript umschreiben.

Es ist also an der Zeit jetzt die neuen Domino mobile Apps zu beta-testen. Hier kann man sich dazu anmelden und hier ist noch mehr Information zum Loslegen

Vorher wünsche ich Ihnen ein schönes Wochenende!

Ihr

Tom Zeizel
Business Unit Executive IBM Collaboration & Talent Solutions in D-A-CH