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Endlich Klarheit

IBM verkauft Domino, Notes, Verse, Sametime, Connections und andere Teile ihres Produkt-Portfolios an das international agierende IT-Dienstleistungsunternehmen HCL. Mit dieser Entscheidung kommt endlich Klarheit in die seit gut einem Jahr in Bewegung geratene Collaboration-Szene.

John Kelly, IBM Senior Vice President für Cognitive Solutions and Research lässt sich mit den Worten zitieren: „We believe the time is right to divest these select collaboration, marketing and commerce software assets, which are increasingly delivered as stand-alone products.“

Auf zu neuen Ufern

Jeder, der in die Leidensgeschichte der Notes/Verse/Domino Community eingebunden ist, kann angesichts der neuen Tatsachen aufatmen. Mag der Verkauf von politischer Raffinesse und Unkenrufen begleitet sein – er wird vor allem die Produktentwicklung von einer Fixierung auf Renditen hinzu einer den Kundennutzen voranstellenden Programmstrategie führen. Also jenem Prozedere folgend, welches HCL mit dem Launch von Domino V10 im Oktober 2018 aufgezeigt hatte.

Die IBM-Konzernstrategie hat das Produktportfolio in den letzten Jahren konsequent auf Integration gebürstet: KI, Hybrid Cloud, Cybersecurity, Analytics, Blockchain sowie spezifische Lösungen für verschiedene Industrien. Das Collaborations-Portfolio erhielt dabei nie die volle Aufmerksamkeit. Auch zum Leidwesen der eigenen Angestellten.

Und trotz oder gerade weil das IBM-Topmanagment Produkte und Abteilungen wie Notes/Verse/Domino etwas stiefmütterlich behandelte, bestehen weltweit Usergroups, die an der grundsätzlichen Idee der Zusammenarbeit festhalten und diese nach Kräften vorantreiben. Unsere Nutzervereinigung und ihre Fachgruppen sind in der aktuellen Lage geradezu prädestiniert, eine zentrale Kommunikationsplattform bereitzustellen, um gemeinsam die technischen Möglichkeiten auszuloten, die bis dato verwaist blieben.

Die DNUG – ein starker Partner

In unserem Kollaborationsumfeld zählen wir als Vereinigung von Nutzerinteressen auf drei starke Partner. Die Produkt-Teams des Herstellers, seine Business-Partner und deren Kunden. Alle Parteien versammeln sich seit Jahren in der DNUG um ihre Ideen zu abzustimmen und gemeinsam zu verwirklichen. Mit dem Release von Domino V10 wurde die erste Tranche des Innovationsstaus abgelöst. HCL bekommt nun zu Weihnachten die weit größere Chance, noch frischeren Wind in weite Teile des ICS-Portfolios zu bringen.

Damit öffnen sich den Produktmitarbeitern sowie Business Partnern und Kunden vollkommen neue Wege, genau die Lösungen zu bauen, die ihren Unternehmen und damit deren Kunden den meisten Nutzen bringen. Basierend auf dem, was die Mitarbeiter bei IBM und HCL – eher im Hintergrund für die Kunden – in den letzten anderthalb Jahren bewirkt haben, sehen auch wir einer positiven Zukunft entgegen.

In unserer Community leben wir die Zusammenarbeit und begreifen die aktuellen Entwicklungen als Wachstumschance. Danke an alle IBM-Mitarbeiter, die das Thema Collaboration in den Markt tragen. Die Zusammenarbeit bereitet uns viel Freude. Wir hoffen, dass möglichst viele „ihrem“ Produkt treu bleiben und ihre Kreativität unter neuer Flagge ausleben.

Erlebe die #dnug46

Bis zum endgültigen Abschluss des Verkaufs wird es noch einige Zeit dauern. Die DNUG bleibt unterdessen ihrer Rolle verpflichtet, ihren Mitgliedern und allen Interessierten stetig neue Informationen aus der Collaboration-Szene zu präsentieren. Deshalb sei an dieser Stelle ganz speziell auf unsere Jahreskonferenz am 4. und 5. Juni 2019 in Essen hingewiesen. Mit den sich abzeichnenden Veränderungen werden wir etwas ganz Besonderes erleben. Sei dabei!

Richard Jefts (GM HCL Collaboration) bei den Domino V11 Jams in der nächsten Woche

Richard Jefts (GM HCL Collaboration) bei den Domino V11 Jams in der nächsten Woche

Gestern haben IBM und HCL gemeinsam angekündigt, dass HCL plant die Collaboration Lösungen der IBM zu kaufen, also die Domino Plattform und auch Connections. Der Kauf bedarf noch der Freigabe des US Kartellamts und wird wahrscheinlich erst im Sommer 2019 vollzogen.

Unter diesem Aspekt dürfte ein Termin in der nächste Woche von besonderer Bedeutung sein. Beim Domino 11 Jam am 11.12. in Frankfurt und am 12.12. in Wien wird auch HCL Collaboration General Manager Richard Jefts anwesend sein und steht auch für Einzelgespräche zur Verfügung.

Mehr zu den Jams und wie man sich anmelden kann hier: https://dnug.de/tom-zeizels-blog-jammen-fuer-domino-v11-neue-termine/

Jetzt über Notes Domino V11 mitbestimmen! #dominoforever

Jetzt über Notes Domino V11 mitbestimmen! #dominoforever

Im nächsten Jahr, also 2019, werden IBM und HCL das nächste Release der Domino Familien-Produkte rausbringen, also Domino V11 mit dem Server und der Anwendungsumgebung, den Notes und Verse Clients, Sametime, usw. Wer mitbestimmen möchte, was dort auf jeden Fall drin sein soll, sollte am kommenden Dienstag, dem 11.12.18 in Frankfurt oder Mittwoch, 12.12.18 in Wien aktiv beim neuen Jam zu Domino V11 mitmachen!

Ein Jam ist ein strukturiertes Workshop-Format, das auf IBM Design Thinking aufsetzt und letztlich ermöglicht ganzheitliche Sichtweisen auf Benutzeranforderungen einzusammeln. Das ist das Ziel dieser beiden Workshops, die jeweils von 10 Uhr bis 15 Uhr laufen.

Vor einem Jahr haben wir weltweit zahlreiche Jams zur mittlerweile verfügbaren V10 gemacht. Das Entwicklungsteam hat sich die Ergebnisse sehr zu Herzen genommen und Domino als absolut moderne Anwendungsumgebung auf JavaScript-Basis auf dem Server (nicht auf den Clients) mit node.js Unterstützung, usw. neu erfunden – neben vielen anderen, neuen Dingen. Diese gilt es weiter abzurunden, den Serverbetrieb noch weiter zu automatisieren („Lights off Services“) und sich weiter auf Vorteile für die Endnutzer zu konzentrieren.

Hierzu benötigen wir SIE! Ihr Input ist uns extrem wichtig, denn wir wollen die zukünftigen Versionen von Domino so gestalten, dass Sie in Ihren Unternehmen eine Top-Software haben, die alle gern nutzen und die Ihnen Mehrwerte zu besonders attraktive Konditionen bietet.

Melden Sie sich noch heute an*, denn die Jams sind schon nächste Woche!

PS.: Was dann letztlich in Domino V11 drin sein wird, wird auf der THINK 2019 im Februar in San Francisco angekündigt werden.

* Die Tickets werden im Losverfahren verteilt. Sie werden innerhalb von 24 Stunden benachrichtigt

 

Tom Zeizels Blog: Was heißt eigentlich „teilen“?

Tom Zeizels Blog: Was heißt eigentlich „teilen“?

heute einmal kein Beitrag von mir, sondern von Peter Schütt aus unserem IBM Collaboration Solutions Team in D-A-CH. Er hat ein Thema aufgegriffen, dass sich jeder IT-Entscheider ansehen sollte. Letztlich geht es bei ihm darum, wie man zukünftig zusammenarbeiten sollte und was Tools-Entscheidungen auch mit Unternehmenskultur und Zukunftsperspektiven zu tun haben. Hier sein Original-Blog. Aber lesen können Sie ihn auch hier:

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Was heißt eigentlich „teilen“?

Bei Diskussionen zum Thema Zusammenarbeit, taucht immer wieder das Wort „teilen“ auf, meistens im Zusammenhang von „Informationen teilen“, manchmal auch etwas höher gegriffen „Wissen teilen“. Wie steht es eigentlich damit? Ist es noch im Fokus? Was machen Unternehmen heute um es zu fördern? Wollen sie das überhaupt (noch)? Der Versuch einer Klärung:

Was sind die Treiber, wenn es um den modernen Arbeitsplatz geht?

Es ist heute so oft vom „Arbeitsplatz der Zukunft“ die Rede, vom Digitalisieren der Arbeitsplätze, ja von einer ganz neuen Kultur des Zusammenarbeitens. In dem Zusammenhang taucht immer häufiger das Modell der „Garage“ als Thema auf, womit nicht der Unterstand für den schönen Oldtimer gemeint ist, sondern die fast leere Garage, in der Typen wie einst Bill Gates angefangen hatten Großes zu entwickeln, in der man mit wenigen Mitteln und viel Kreativität im kleinen Team – oft zu zweit – eine außerordentliche Innovationskraft hervorbrachte.

Nun gut, es wird nicht reichen neue Leute in die damalige Garage von Bill Gates (oder einen Nachbau) zu stecken und zu hoffen, dass die dann ähnlich kreativ erfolgreich werden. Denn es geht nicht um die Garage, sondern um die richtigen Personen zur richtigen Zeit am richtigen Platz – und vielleicht noch etwas um die Rahmenbedingungen. Das unterliegt oft eher einem Zufall als dass es sich managen lässt. Und es muss auch nicht alle fünf Minuten die ganz große Idee sein. Im Arbeitsalltag reicht schon eine gute Performance. „Getting Things done“ ist oft schon mehr als Durchschnitt. Aber das dann schnell und in guter Qualität. Dann ist der Kunde zufrieden oder zumindest der Chef.

Es geht auch nicht nur um die Besten im Unternehmen, die man fördern muss. Natürlich muss man das. Aber die Besten können sich meistens selbst sehr gut organisieren. Man muss sie fortlaufend motivieren, um sie bei der Stange zu halten. Sich brauchen aber eher Freiräume als Kümmerer. Zudem sind es wenige.

Man sollte seine Energie auch nicht bei den Low Performern verbraten. Hier gilt viel zu sehr die 80:20 Regel: viel Aufwand und wenige Erfolgsaussichten. Was aber wirklich Sinn macht ist sich mit dem Bauch der Gaußkurve der Organisation zu befassen – den vielen normalen Mitarbeitern.

Wie macht Teilen Mitarbeiter erfolgreicher?

Eine Rahmenbedingung in einer Garage ist das direkte und sofortige Teilen aller Informationen – ein Zurückhalten gibt es nicht. Der US-amerikanische Musiker Jack Johnson hatte 2006 mal einen kleinen Hit mit dem „Sharing Song“ – Quintessenz: „It’s always more fun to share with everyone”. Schön gesagt, denn auch der Fun-Faktor kommt dazu. In dem Lied zitiert er aber eigentlich nur den christlichen, seit 2000 Jahren bestehenden Ansatz des „geschwisterlich Teilens“.  Ich glaube, dass das auch das grundsätzliche Erfolgsrezept für einen modernen Arbeitsplatz ist. Niemand kann es allein – vielleicht mal von einzelnen Genies abgesehen, aber die habe ich ja aus der Betrachtung sowieso rausgenommen.

Als Zuständiger für IBM Collaborations Solutions Strategien in D-A-CH interessant mich naturgemäß neben einer allgemeinen Betrachtung noch mehr, was sich dazu mit IT-Tools machen lässt. Und da fällt mir auf, dass sich immer wieder Tools etablieren, die nicht diesem Paradigma entsprechen, die ein „geschwisterlich Teilen“ nicht fördern, sondern eher sogar behindern. Trotzdem sind sie am Markt nicht wenig erfolgreich. Warum ist das so?

Bewundernswert finde ich der Ansatz von Volkmar Denner, dem Chef der Robert Bosch GmbH. Trotz einer Größe von über 400.000 Mitarbeitern glaubt er, dass man bei Bosch auch „Startup“ kann und fordert seine Mitarbeiter auf das Wissen des Unternehmens im Unternehmen (und nur dort!) möglichst effektiv zu teilen. „Ich möchte im Unternehmen eine Startup-Kultur etablieren. Ich möchte, dass wir ständig Neues wagen“, so Denner 2015. Eine Maßzahl als Beispiel dazu: Während bei vielen Unternehmen, die IBM Connections nutzen, um die 80 Prozent der Communitys geschlossen sind, sind es bei Bosch nur ein wenig mehr als 10 Prozent. Mit anderen Worten, Teilen ist dort der gewollte Standard und nicht umgekehrt – und wird auch so gelebt.

Was heißt das konkret? Der Standard in IBM Connections, egal ob für eine Community oder ein Dokument ist erst einmal, dass es jeder im Unternehmen sehen und vor allen Dingen auch einfach finden kann – entweder über eine Textsuche oder über die Person, die sie erstellt, bzw. es geschrieben hat. Wirklich schützenswerte Inhalte kann man natürlich in der Sichtbarkeit und den Zugriffsrechten einschränken. Vor ein paar Jahren gab es dazu mal den damaligen Modebegriff „Social Sharing“.

Im aktuellen politischen Klima einer weit verbreiteten Rückwärtsorientierung geraten die Vorteile eines solch offenen Teilens aber scheinbar unter Druck. Das klassische Muster aus den Zeiten der Gruppenlaufwerke, das der reinen, letztlich hierarchischen Verteilung ohne Möglichkeiten zum „Social Sharing“, greift wieder mehr und mehr um sich.

Für die Mitarbeiter bedeutet es, dass

  • Man wissen muss, dass es ein Dokument gibt. Einfach so finden, etwa per Zufall als so genannter „Wissensunfall“, kann man es nicht.
  • Man muss wissen, wer das entsprechende Zugriffsrecht hat und einen ebenfalls auf die Liste nehmen kann.
  • Man sich die URL, die Adresse, unter der man es finden kann, explizit speichern, weil man es sonst nicht wiederfinden kann. Und man muss diese Listen wichtiger Dokumente selbst irgendwie pflegen.

Viele Unternehmen setzen auf Tools, die eben nur genau das können. Beispiele sind Microsoft SharePoint (warum heißt das eigentlich „Share“Point. Müsste es nicht DistributionPoint heißen?), Dropbox, Box, usw. Es macht Zusammenarbeit wieder ungleich schwerer, weil man davon abhängig wird, dass man beim Verteilen eines Dokuments berücksichtigt wurde. Ansonsten muss man sich – wenn man überhaupt Kenntnis davon bekommt – zeitaufwändig darum bemühen Zugriff zu bekommen und dabei auch noch den Autor bei seiner aktuellen Arbeit unterbrechen. Effizienz geht anders.

Was so allerdings hofiert wird, ist das alte und eigentlich überkommene „Wissen ist Macht“. Man kann seine Arbeitsprodukte, die in der Regel eigentlich dem Unternehmen gehören, verschließen und andere zwingen erst einmal Bitte zu sagen. Das mag das Ego streicheln. Produktivitätsfördernd im Sinne des Unternehmens ist das nicht. Wissensunfälle werden so stark behindert, wenn nicht fast ausgeschlossen. „Garage“ ist das auch nicht. Warum entscheiden dann viele Entscheider heute immer noch oder sogar wieder vermehrt für den Einsatz solcher Tools?

Darauf habe ich keine wirkliche Antwort. Meine Vermutung ist entweder aus Unwissenheit oder weil sie sich nicht wirklich dem Erfolg des Unternehmens verpflichtet fühlen … und es ja früher auch so war. Push statt Pull. Ich glaube, Entscheider sollten sich viel mehr bewusst machen, wo sie mit ihrer Firmenkultur hin wollen. Solche Entscheidungen haben oft sehr langfristige Folgen. Und Veränderung ist im ersten Schritt aufwendiger als einfach so weitermachen. Veränderung hat aber das Potenzial wirklich Schritte nach vorn zu machen, persönlich und als Unternehmen.

Ein Tool ist eben doch nicht nur ein Tool. Und Teilen muss man wollen.

*****

Da bleibt mir nur Ihnen einen guten Start in die Woche zu wünschen!

… und nicht vergessen: unbedingt noch schnell zu den Domino V11 Jams in der nächsten Woche in Frankfurt und Wien anmelden! Details hier.

Ihr

Tom Zeizel
Business Unit Executive IBM Collaboration & Talent Solutions D-A-CH

Tom Zeizels Blog: Zwei DNUG Termine zu Domino V10 und Connections

Tom Zeizels Blog: Zwei DNUG Termine zu Domino V10 und Connections

Diesmal nur zwei kurze Hinweise von mir. Zwei der Fachgruppen in unserer deutschen Usergroup, organisiert im DNUG e.V., haben ihre nächsten Fachgruppentage in den nächsten Wochen. Beide sind für DNUG Mitglieder kostenlos, aber auch für Nicht-Mitglieder offen und es lohnt sich definitiv dort teilzunehmen:

Die Fachgruppe „Connections“ trifft sich am 6. November von 10-17 Uhr in München. Die neue Fachgruppenleitung um Andreas Weinbrecht (Beck et al) hat sich ein neues, offeneres Format für ihren Fachgruppentag überlegt:

  • Es gibt ein Schwerpunktthema. Das ist diesmal der „Connections Customizer“. Mit ihm lässt sich die Oberfläche von Connections nicht nur einem Unternehmens-Design-Guide entsprechend anpassen, sondern vielfältig verändern. Das sollte alle Connections-Nutzer interessieren.
  • Nach einer Einführung wird man sich in zwei Gruppen aufteilen: Eine Design-Thinking Gruppe, die sich Anwendungsfällen widmen wird, und parallel dazu die Technik-Gruppe, die Erfahrungen mit dem Customizer besprechen wird.
  • Hochkarätige, fachliche Unterstützung kommt mit Martti Garden vom IBM Produktmanagement und Dale Parish aus dem IBM Entwicklerteam aus Dublin dazu.

Es sind noch einige Plätze frei. Hier kann man sich auch kurzfristig noch anmelden

Die Fachgruppe „Domino“ trifft sich am 15. November von 9-17 Uhr in Düsseldorf. Themenschwerpunkt ist nach der am 9. Oktober erfolgten Ankündigung natürlich die neue Version Domino V10 mit allen Aspekten, also Erfahrungen aus der Beta 2 und erste Eindrücke von der 10.0 Version, die neue Domino App für das iPad, Verse 1.0.4+ und vieles mehr.

Thomas Hampel (seit einigen Monaten im weltweiten Offering Management der Domino Familien-Produkte) und Barry Rosen (vom Entwicklungspartner HCL International) werden zusammen im zweiten Teil des Fachgruppentags den ersten Domino Jam-Event einer neuen, weltweiten Serie in Düsseldorf starten. Thematischer Schwerpunkt ist das Sammeln der Anforderungen an die Version V11, die für 2019 geplant ist. Die beiden versprechen ein neues Jam Format. Da bin ich mal gespannt.

Die maximal 70 Plätze sind schon zu einem erheblichen Teil ausgebucht. Also mit der Anmeldung nicht mehr zögern – und hier anmelden. Dazu kommt, dass aufgrund einer Messe in Düsseldorf die dortigen Hotelkapazitäten so ziemlich ausgereizt sind.

Mit vielen, erstmals schon leicht winterlichen Grüßen aus Ulm,

Ihr
Tom Zeizel
Business Unit Executive IBM Collaboration & Talent Solutions in D-A-CH

Tom Zeizels Blog: Domino Apps in Office 365? Ja!

Tom Zeizels Blog: Domino Apps in Office 365? Ja! 

Viele Unternehmen nutzen heute die Office 365 Plattform von Microsoft. Dafür gibt es individuell die unterschiedlichsten Gründe und einiges macht unser Marktbegleiter sicher auch nicht schlecht. Aber man muss sich trotzdem die Frage stellen, ist „dort drüben“ wirklich alles Gold was glänzt, ist der Preis wirklich besser, gibt es wirklich eine bessere Integration oder mehr und bessere Funktionen usw. Eigentlich eher nicht – und dennoch scheint ein Sog zu entstehen, der Viele dazu veranlasst, auf die Microsoft-Plattform zu gehen, auch wenn dadurch die auch in den Medien bereits vielfach genannten und massiv vorhandenen Abhängigkeiten nochmal deutlich vergrößert.

Ich denke, das muss nicht so sein. Erstens ist zum Beispiel IBM ein Vollanbieter im Bereich Collaboration mit – wenn man sich mal die Mühe macht die neuesten Lösungen anzusehen – durchaus bemerkenswerten Lösungsansätzen und strategischen Ausrichtungen. Es muss aber nicht der ganz große Plattform-Plattform Gegensatz sein. Es geht auch um Facetten, die Vorteile bringen. Wie zum Beispiel das Thema Anwendungsplattform.

Wer heute auf IBM setzt, wird das auch in der Zukunft tun können und für den, der auf Microsoft setzt, gilt das vermutlich gleichermaßen. Wer letzteres tut, sich dabei aber wie in einem Käfig eingeschlossen fühlt, hat durchaus die Möglichkeit einer Zwei- (oder mehr) Hersteller-Strategie, bekommt dann eher Best-of-Breed und zahlt unter dem Strich sehr wahrscheinlich auch noch weniger.

Was ist der Ansatz? Greifen wir ein Beispiel heraus: Viele Entwickler sind nicht sonderlich begeistert von den Möglichkeiten für SharePoint Anwendungen zu bauen. Auch ist ein Versionswechsel hier nicht selten sehr aufwendig. IBMs Domino Plattform hat hier zu Recht einen viel besseren Ruf, was den Investitionsschutz auch über Jahrzehnte angeht und damit den Return-on-Investment. Dazu kommen mehr Möglichkeiten im Security Framework und Dinge wie Replikation und lokale Nutzbarkeit.

Am 9. Oktober hat IBM die neue Version 10 von Domino angekündigt und einen Tag später in der englischen Version verfügbar gemacht – die deutsche Version kommt noch vor Jahresende. Neben den bisher üblichen Betriebssystemen wird nun auch das kostenfrei CentOS unterstützt und Domino auch in Docker Containern ausgeliefert. Ein Server für einen Entwickler lässt sich damit in weniger als 40 Sekunden aufsetzen. Zudem entstehen für Entwickler keine Lizenzkosten, wenn es keine Produktionsserver sind.

Neben den klassischen Technologien um Lotusscript und xPages unterstützt Domino nun auch alles, was zu Javascript gehört. Das sind tausende von Bibliotheken und Prozeduren, wie Node.js, Loopback, React, REST-APIs, usw. Damit ist es perfekt für Webentwicklung – ohne Abhängigkeit zum Notes Client. Somit ist es jetzt nicht nur eine veritable Alternative zu einer Entwicklung im Microsoft Korsett, sondern sogar zu nativer Open Source Entwicklung, weil es eine umfassende „all in“ Lösung ist, die man sich nicht immer wieder neu zusammenstellen muss und die über bald 30 Jahre im Business erprobt ist. Bei letzterem geht es insbesondere um Security, aber auch Performance und Funktionalität. Beispiel: Will man eine Lösung, die auch offline funktioniert mit Open Source umsetzen, wird es schnell eng.

Domino 10 ist also eine absolut moderne Entwicklungsumgebung mit Millionen von JavaScript Entwicklern dahinter, einer großen Funktionsvielfallt und einer langen Vergangenheit und, wie unser neues Hashtag (#dominoforever) sagt, einer sehr langen Zukunft. Die Apps lassen sich überall integrieren, unterstützen responsive Design, sodass sie auch auf beliebig großen oder kleinen Geräten laufen, usw. Ältere Domino Anwendungen laufen übrigens jetzt in Kürze (Beta ab Ende Oktober, Verfügbarkeit wahrscheinlich ab Jahresende) auch ohne Modifikation (!), also einmal mehr ohne erneute Kosten, auf iPads.

Mit den neuen Möglichkeiten ist es sehr einfach Daten aus Domino Anwendungen auch in Office 365 zu nutzen und z.B. über React zu integrieren – völlig transparent, sodass die Nutzer es nicht einmal merken. Genau hier liegt der Charme: Domino als strategische App-Landschaft auch in Office 365 nutzen. Dabei können die Apps sowohl on prem im eigenen Keller laufen oder auch in der Cloud, etwa über den relativ neuen Domino Applications on Cloud (DAC) Service.

Eine solche, strategische Entscheidung löst die einem manchmal zu eng vorkommende Umklammerung von Microsoft und bringt die Vorteile der Rapid Application Programmierung mit Domino und Javascript aus einem Guss ins Unternehmen. 

Sie möchten mehr dazu wissen und mit uns sprechen? Schreiben Sie mir und wir kommen zu Ihnen ins Haus.

Ihr 

Tom Zeizel
Business Unit Executive IBM Collaboration & Talent Solutions

IBM Domino 10 – die Meilensteine

Die Meilensteine zu IBM Domino V10

Heute hat Bob Schultz, General Manager IBM Collaboration & Talent Management, die neue Version 10 der Domino Familienprodukte angekündigt. Dazu gibt es eine Reihe von Meilensteinen – und der erste für Domino Version 10 ist bereits morgen am 10.10.2018!

Hier die Übersicht:

  • Domino V10.0, Notes V10.0, der Administrator Client, Domino Designer und IBM Traveler werden morgen, am 10.10.2018 für Windows, Redhat, AIX, Suse und – neu – auch CentOS verfügbar – zunächst in der englischen Sprachversion. Die anderen Gruppe 1 Sprachversionen, wie Deutsch, Französisch, Japanisch und Chinesisch, sind für das Release 10.1, das noch vor Jahresende kommen soll, geplant. Die Sprachversionen für die Gruppen 2 und 3 kommen dann voraussichtlich in 2019.
  • Bei der Variante für die IBM iSeries ist mehr an Vorarbeiten zu erledigen, deshalb ist die neue Version hierfür erst für 2019 geplant. Die Priorität der Funktionen auf der IBM i-Series ist wie folgt angedacht: Domino, Traveler, Sametime, Verse on-Premises (VOP) und dann das neue Domino App Dev Pack.
  • Bei Sametime bleibt es zunächst bei 9.0.1 FP1. Für das neue Sametime 10 gibt es eine Roadmap für 2019, u.a. mit servergestütztem Persistent Chat und Multi-Client-Unterstützung. Für Notes 10 Kunden sind die Sametime mobilen Apps als Bestandteil der Lizenz ab sofort kostenfrei.
  • Die Connections Profil- und Files-Plug-ins wurden aktualisiert, um V10 zu unterstützen und sind auf DeveloperWorks verfügbar.
  • IBM Verse on prem (VOP) hat eine eigene, agile Roadmap. Das Release 1.0.0.5 ist für Ende Oktober geplant. Vorgesehen sind neue Funktionen, wie Vorschläge für Ordner, Kalenderdruck, Unterstützung einer zweiten Zeitzone, mehr Branding-Anpassungsmöglichkeiten, verbesserte Erweiterungsmöglichkeiten und vieles mehr. Es ist geplant, weitere Updates im Quartalsrhythmus zu veröffentlichen. Davon wird auch die Cloud Variante profitieren.
  • Die Verse App on mobile wird fortlaufend aktualisiert/erweitert
  • Die Beta des neuen Domino AppDev Packs kann mit dem Gold Code von Version 10 getestet werden. Mehr dazu hier
  • Die neue „Domino mobile App für das iPad“ wird zunächst als Beta Version ab etwa Ende Oktober für Kunden unter Wartung, bzw. auf Version 10, verfügbar.
  • Die neuen, erstmals funktional mit der Windows-Version identischen Version von IBM Notes V9.0.1 und Notes V10.0 auf Apple MacOS sind für das Jahresende geplant und werden dann auch die neue MacOS 10.14 (Mojave) Version voll unterstützen. Beide Notes Versionen werden die embedded-Version von Sametime 9.0.1 FP1 enthalten. (Mögliche Pläne für eine diesbezügliche Beta werden auf der Destination Domino Website angekündigt werden).
  • Für Domino Applications on Cloud (DAC) Kunden wird die Version 10 in etwa 30 Tagen verfügbar. Eventuell notwendige Migrationsanpassungen sollten vorher mit dem DAC-Service-Team abgestimmt werden.

Soweit die technische Übersicht. Mehr zur Bewertung und neuen Funktionen in Tom Zeizels Blog. Und im übrigen arbeiten IBM und HCL ja auch bereits an der Version 11, die für den Sommer 2019 angedacht ist. Also ganz klar: #dominoforever

Disclaimer – IBM’s statements regarding its plans, directions, and intent are subject to change or withdrawal without notice at IBM’s sole discretion. Information regarding potential future products is intended to outline our general product direction and it should not be relied on in making a purchasing decision. The information mentioned regarding potential future products is not a commitment, promise, or legal obligation to deliver any material, code or functionality. Information about potential future products may not be incorporated into any contract. The development, release, and timing of any future features or functionality described for our products remains at our sole discretion.

Tom Zeizels Blog: IBM Domino 10 ist da!

Tom Zeizels Blog: IBM Domino 10 ist da!

Auf den Wies’n und Wasen heißt’s „O‘zapft is!“. So ist es jetzt auch mit der Version der IBM Domino Familien-Produkte. Bob Schultz, General Manager IBM Collaboration & Talent Solutions, hat soeben den weltweiten Startschuss für die Verfügbarkeit der neuen Version 10 von Frankfurt aus gegeben – vor Tausenden von Kunden, die entweder hier in Frankfurt live dabei sind oder weltweit den Webcast verfolgen oder später ansehen (Nachtrag: Jetzt gibt es auch eine 13 minütige Zusammenfassung und eine Kurzfassung von 2:11 Minuten).

Schon gestern Abend zur „Bleeding Yellow“ Party der DNUG war es wie in einer guten Disco – lange Warteschlange draußen – und auch heute sind in das Kap Europa an der Frankfurter Messe deutlich mehr Personen gekommen, als wir erwartet und geplant hatten. Das spricht für das grundlegend gute Image, das Domino als Anwendungsumgebung unter Fachleuten hält und das mit Version 10 noch mal sehr deutlich ausgebaut wird. Unternehmen aus allen Industriesparten, wie Heitkamp & Thumann, Vössing Ingenieure, A1 Telekom in Österreich, usw. setzen strategisch auf IBM Collaboration Produkte und insbesondere auch auf Domino Anwendungen, u.a. weil die Plattform so sicher und kostengünstig ist.

Vor fast einem Jahr (9 Tage fehlen noch), im Oktober 2017, hatte IBM eine strategische Entwicklungspartnerschaft mit HCL Technologies abgeschlossen, um das Engagement für die Domino-Produktfamilie – Domino, Notes, Verse und Sametime – zu erhöhen und mit der Umsetzung der Roadmap zur Verfügbarkeit der Version 10 des Domino-Portfolios im Jahr 2018 zu beginnen. Mit der heutigen Ankündigung hält IBM zusammen mit HCL Technologies dieses Versprechen ein. Und es gibt sehr viel Neues. Die technischen Details und wie und wann man zu den einzelnen Bestandteilen kommt steht hier. Wichtiger aus meiner Sicht ist aber die Frage aus Kundensicht: „Was ist drin für uns als Unternehmen?“

Domino war und ist in vielerlei Hinsicht eine perfekte Plattform: funktional umfassend, erprobt, günstig zu betreiben, sehr sicher, kann sogar offline und bietet nun auch die Entwicklungsmöglichkeiten, die auch junge Programmierer lieben. Vier Themen noch mal detaillierter herausgegriffen (und hierfür einen Dank an unser TechSales Team für die Unterstützung):

  1. Domino 10 ermöglicht für Bestandskunden eine Senkung der Gesamt-IT-Betriebskosten für laufende Business-Anwendungen:
    • Neu sind die automatische Reparatur von Datenbank-Clustern und die Nutzungsmöglichkeit größerer Indizes für Datenbanken, sodass die Datenbanken selbst nun bis 264 GB groß sein können, was bisherige Beschränkungen weitgehend aufhebt.
    • Vereinfachte Single-sign-on (SSO) Konfiguration, u.a. jetzt mit Unterstützung von ADFS 4.0 und Verbesserungen am eigenen ID/Vault Management von Domino.
    • Neu ist auch die Unterstützung für CentOS. Damit lassen sich sich die Lizenzkosten im Vergleich zu Windows sofort senken und mit CentOS kann man Domino Docker-Container so einfach, wie mit Red Hat Linux (oder Windows) zu erstellen.
    • Ein Aufsetzen eines Domino-Servers aus einem Docker Container aus einem QNAS kann in weniger als 40 Sekunden vonstatten gehen – perfekt nicht nur für Programmierer.
    • Eine schon etwas länger bestehende Option ist die Nutzung von Domino Anwendungen in der Cloud (DAC). Dort wird Version 10 in 30 Tagen zur Verfügung stehen.
  2. War es bisher manchmal nicht ganz einfach Domino-Programmierer zu finden, so sollte das jetzt wesentlich besser werden, denn zukunftssichere Domino-Anwendungen können nun auch mit JavaScript, der heute weltweit am häufigsten genutzten Programmiersprache erstellt werden. Das eröffnet ein riesiges Potenzial an Entwicklern und wird insbesondere auch junge Entwickler, deren Welt das heute ist, begeistern. Denn mit Domino bekommen sie eine Komplettumgebung und müssen sich nicht mehr mit einem komplexen, sich ständig ändernden Baukasten verschiedenster Tools abmühen. Dazu können jetzt auch Tausende von Open-Source-Bibliotheken, die zusammen mit Domino genutzt werden können.Auf diese Weise kann man auch bestehende Anwendungen mit allen verfügbaren REST-APIs erweitert und beliebig nach Erfordernissen irgendwo integrieren. Natürlich können auch ganz neue Anwendungen mit Domino-Daten auf einem vollständigen Web-Stack einfach erstellt werden. Ein gedanklich vielleicht großer, aber technisch nun sehr kleiner Schritt ist die sichere und kostengünstige Domino 10 Anwendungsumgebung auch im ganz anderen Kontext als die wahrscheinlich bessere Anwendungsplattform zu nutzen, etwa mit Microsoft Office 365.
  3. Manager, Vertriebsmitarbeiter und alle, die von unterwegs arbeiten, suchen schon länger nach einer Möglichkeit direkt und auch offline von mobilen Geräten, wie dem Apple iPad, auf bestehende Anwendungen mit hohem Business-Wert zuzugreifen. Mit der neuen Client-Lösung namens „IBM Domino Mobile App für das Apple iPad“ geht das sogar ohne die bestehenden Anwendungen ändern zu müssen, also ohne weitere Kosten. Und man kann Anwendungen um Funktionen dieser mobilen Geräte, wie GPS oder Kameranutzung smart erweitern. Für Kunden, die Version 10 lizensiert haben oder unter aktiver Wartung stehen, ist die Beta ab sofort verfügbar.
  4. Neu sind auch flexiblere Kalendereinstellungen für Einzelpersonen und Teams, neue Funktionen zum Senden und Benachrichtigungen von E-Mails, Touchscreen-Unterstützung für Microsoft Windows Tablet-Geräte und die Kalenderinteroperabilität mit Microsoft Outlook und IBM Notes 10.0. Außerdem bietet es neue Funktionen wie:
    • Benutzerfreundlichkeit – Ein neuer Workspace mit benutzerdefinierten Farbschemata, einem neuen Date-Picker, der Vorschau der auszuwählenden Schriftarten und einer zusammenklappbaren linken Navigationsleiste. Aktualisierte Import- und Exportdateitypen einschließlich Microsoft Excel.
    • E-Mail-Funktionen – Gebündeltes Weiterleiten mehrerer Nachrichten im EML-Format als Anhang. Verbesserte E-Mail-Sende-Richtlinien und Benachrichtigungen für Benutzer. Neue „Nach Absender“-Mail-Ansicht und eine zweite Signatur zur Weiterleitung und Beantwortung von Mails. Möglichkeit zum Planen einer späteren Absendung von Mails.
    • Kalender – Teamkalender zur Unterstützung bei der Verwaltung von Ressourcen mit einer konfigurierbarem Team-Inbox. Eine konfigurierbare Weiterleitung von Besprechungseinladungen durch bereits eingeladene Teilnehmer an weitere.  Kopieren von Inhalten einer Mail als neuer Kalendereintrag.

Es ist schon stark hier heute bei der Ankündigung so viele Menschen in gelb – von außen gezeigt oder von innen gefühlt – zu sehen. Damit ist eines klar: Domino ist zurück! Was eignet sich nun besser als das Hashtag #dominoforever auf Twitter und Facebook, das wir von nun an verwenden? So wird es sein. Domino forever! Denn bitte nicht vergessen: Mit Domino 10 sind wir nicht fertig, wir fangen gerade erst an! Für 2019 ist Domino 11 geplant und es wird bereits seit 2 Monaten daran gearbeitet, mit noch mehr Fokus auf der Client-Seite.

Ein toller, gelber Tag heute!

Ihr

Tom Zeizel
Business Unit Executive IBM Collaboration & Talent Solutions

 

Tom Zeizels Blog: Gelb. Was sonst?

Tom Zeizels Blog: Gelb. Was sonst?

Gelb – ist sie nicht eine besondere Farbe? Leuchtend wie die Sonne? Sang nicht schon ex-Bundespräsident Walter Scheel „Hoch auf dem gelben Wagen“? Was er genau damit meinte, weiß ich nicht, aber es erinnert mich an die englische Automobilschmiede Lotus, die – ganz nebenbei – gerade ihr 70-jähriges Firmenjubiläum feiert. Und da war doch noch etwas mit ähnlichem Namen ganz in gelb … die ehemalige IT Marke Lotus, die heute unter IBM Collaboration Solutions firmiert. Und so richtig gelb ist deren Produkt IBM Notes Domino immer noch – zumindest für die Fans, von denen es auch nach fast 30 Jahren immer noch sehr viele gibt. Und es werden auch wieder noch mehr werden – da bin ich mir sicher.

Im letzten Jahr fing es plötzlich an: Gelbe Tafeln, erst vereinzelt, aber dann immer mehr und immer wieder. Auf IT-Events zogen plötzlich immer mehr Personen gelbe Tafeln mit dem Slogen „I AM“, den 1999 eine Werbekampagne für Domino 5 geprägt hatte, und stellten Selfies ins Internet. Hier zwei besondere Beispiele aus der IBM: Bob Schultz, General Manager IBM Collaboration Solutions und sein Boss, David Kenny, Senior Vice President IBM Cognitive Solutions.

Worum ging es? IBM hatte Ende 2017 eine Entwicklungspartnerschaft mit HCL International zur Domino Produktfamilie abgeschlossen und gemeinsam hat man damals begonnen wieder sehr stark in die Plattform zu investieren. HCL ist eingestiegen, weil (nicht nur) sie glauben, dass:

  • Domino als quasi erste no-SQL Plattform am Markt so weit gereift ist, was Sicherheit, Replikation, offline-Nutzung, usw. angeht, dass sie für viele Anwendungen einfach die beste Plattform am Markt ist und dass es sich  auch finanziell lohnt sie weiter auszubauen.
  • Domino mit dem Ökosystem von vielen Partnern ein bemerkenswertes und weiter ausbaufähiges Portfolio an Lösungen bietet
  • Nur wenige Bausteine fehlen, um mit Domino wieder ganz vorn mitzuspielen (an denen nun wieder intensiv entwickelt wird und zu dem Domino 10 nur der erste Schritt ist. Domino 11 wird schon 2019 kommen)
  • Mit Unterstützung für node.js, React, usw. eine Integration von Domino in nahezu beliebige Umgebungen immer nur wenige Klicks weg ist, egal ob es IBM Lösungen, wie Watson Workspace, Connections mit ICEC und IBM Docs sind, oder Salesforce, MS Office 365, Slack, usw. Damit werden Domino Anwendungen zum „generellen Player“ in allen Umgebungen.

Deshalb haben IBM und HCL im letzten November gemeinsam den Plan für die Version 10 in 2018 angekündigt und tatsächlich – Wort gehalten – kommt die Version 10 nun.

Dabei sein ist alles!

Die Ankündigungsveranstaltung u.a. mit Bob Schultz und IBM Deutschland Chef Matthias Hartmann am kommenden Dienstag in Frankfurt ist bis auf wenige Restkarten ausgebucht. Ähnliches gilt für die „Bleeding Yellow“ Pre-Announcement-Party der DNUG  zur Einstimmung am Abend zuvor und die beiden Events in Wien und Zürich am 10. Oktober (Anmeldung hier). Alle richten sich nicht nur an „Fans“, sondern bieten insbesondere auch für Interessierte, die noch nie etwas mit Notes Domino gemacht haben, aber einfach mal wissen möchten, was für sie in dieser großartigen Plattform drin ist, mit Sicherheit viele Überraschungen. Alle Events richten sich an IT-Entscheider und Fachleute, die verstehen möchten, warum jetzt wieder Domino – Gründe gibt es reichlich.

Und wenn man mich jetzt nach dem Dresscode für beide Events in Frankfurt fragen würde, ist die Antwort intuitiv einfach: GELB! Soviel gelb wie möglich. Der Anzug kann im Schrank bleiben – es sei denn er ist gelb (vermutlich nur schwer zu toppen: Marc-Oliver Schaake). Ansonsten ist alles erlaubt, hauptsächlich es ist gelb. Nicht umsonst ist es zum Beispiel bei der Tour de France ja so, dass der Gesamtsieger das, nun ja, GELBE Trikot trägt.

Das gilt mit Domino 10 nun auch wieder in der IT.

Bis nächste Woche in Frankfurt!

Ihr

Tom Zeizel
Business Unit Executive IBM Collaboration & Talent Solutions D-A-CH

Tom Zeizels Blog: Champions League, Computerwoche und Sametime

Tom Zeizels Blog: Champions League, Computerwoche und Sametime

Das Herz des Fußballfans schlägt höher, wenn die besten Mannschaften wieder in der Champions-League gegeneinander antreten, sind es doch oft Spiele der Extraklasse mit den Besten der Besten. Auch für die Vereine und Mannschaften ist es ein begehrtes Ziel dabei zu sein. Es bringt Aufmerksamkeit, mehr Fans, und auch mehr Euros.

Auch im Umfeld der IBM Collaboration Produkte gibt es Champions – unsere eigene Champions League. In Deutschland sind es aktuell 28 Kunden oder Geschäftspartner und weltweit 121. Sie spielen nicht gegeneinander und es geht auch nicht um Euros. Aber die Besten sind es trotzdem. Nämlich wenn es darum geht …

  • Lösungen innovativ voll ausreizen und so zu neuen Musterlösungen zu kommen.
  • sich öffentlich mehr für die IBM Collaboration Plattform zu engagieren.
  • sich aktiv im unternehmensübergreifenden Erfahrungsaustausch zu engagieren, etwa in unserer User Group, dem DNUG e.V., oder selbst Veranstaltungen zu organisieren und Vorträge zu halten. Andere Möglichkeiten sind regelmäßige Blogbeiträge oder Artikel in Fachzeitschriften oder auch Bücher zum Thema zu schreiben.
  • Erweiterungen der Lösungen beizusteuern, etwa über OpenNTF oder auch andere Plattformen.
  • entsprechende Themen in Lehrveranstaltungen mit einzubauen und z.B. Diplomarbeiten u.ä. zu vergeben. Das gilt auch schon für Studenten, die sich besonders für die IBM Lösungen engagieren.
  • die Qualitäten der IBM Lösungen für sich als Führungskraft oder Berater erkannt zu haben und sich für deren innovativen Einsatz besonders zu engagieren.

Ich habe mit mehreren, im letzten Jahr neu hinzugekommenen IBM Champions gesprochen. Sie alle haben mir bestätigt, dass es nicht nur eine besondere Ehre für sie ist, sondern, dass sie auch echte Vorteile für ihre täglichen Aufgaben daraus ziehen und auf jeden Fall gerne weiter Champion bleiben möchten – was nicht selbstverständlich ist, denn man muss am Ball bleiben. Ein Grund in den Champion Status kommen zu wollen, bzw. bleiben zu wollen, mag sein, dass IBM Champions besonders bevorzugt behandelt werden. Beispiele sind, dass sie  …

  • fortlaufend und besonders früh und intensiv über Neuerungen informiert werden
  • einen direkten Draht zu den IBM Entwicklern bekommen
  • bei der Gini Rometty Keynote auf der jährlichen, weltweiten THINK Konferenz einen Platz in den ersten Reihen reserviert bekommen
  • und vieles mehr.

Dazu gehört zum Beispiel auch die Einladung zu einem exklusiven Champions-Frühstück auf dem Domino 10 Ankündigungsevent am 9.10 in Frankfurt, an dem auch IBM Collaboration Solutions Chef Bob Schultz und die Europachefin Huguette Ranc teilnehmen werden. (Kurze Nebenfrage: Haben Sie sich eigentlich schon zu dem Highlight-Event angemeldet? Die Plätze werden langsam wirklich knapp. Anmeldung hier).

In dieser Woche hat übrigens die Nominierung der Champions für 2019 begonnen. Es kann nicht jeder zum Champion ernannt werden, aber jeder kann nominiert werden. Hier sind die Details zur Champions Nominierung 2019. Mein Tipp: Mitmachen, die Besten nominieren und für sie abstimmen!

In dieser Woche ist aber noch mehr passiert:

Am Donnerstag waren Frank Heuer, Senior Advisor ISG Research Deutschland, Bernd Gewehr, Leiter IT bei Vössing Ingenieure in Düsseldorf und Peter Schütt, Leader Collaboration Strategie in meinem Team bei der IBM in Deutschland, zusammen im Live Webcast der Computerwoche zum Thema „KI(ller)-Collaboration – Informationsflut stoppen, Übersicht fördern“. Es ging darum, wie die neuen Workflow Collaboration Tools zwar Arbeiten verändern und vereinfachen, schnell aber wieder zu einer unseligen Informationsüberflutung führen, die einen im Regen stehen lässt, wenn es darum geht sich auf das Wichtigste konzentrieren zu wollen. Vössing hat sich bei der Toolsauswahl für IBM Watson Workspace entschieden, weil IBM die Architektur von Workspace – ganz anders als die Marktbegleiter – von Anfang an auf den Einsatz von KI (künstliche Intelligenz) ausgelegt hat, womit man das Problem direkt adressieren kann.

Peter Schütt zeigte live an einem Praxisbeispiel aus dem Bereich „Incident-Management“ –  ein lokaler Netzausfall – wie man mit Watson Workspace und dessen neuer Template-Funktion strukturiert in einer intelligenten Workflow-Collaboration-Tool Umgebung arbeiten kann. KI kommt mehrfach zum Einsatz:

  • Spaces, in denen etwas wichtiges Neues passiert ist, werden priorisiert und optisch herausgehoben – man muss sich also nicht zwingend durch alle Spaces arbeiten
  • „Moments“ erstellen automatisch Zusammenfassungen und heben dabei Fragen, notwendige Aktionen, usw. heraus – man muss also nicht zwingend die ganzen Texte in einem Space lesen und versteht trotzdem, was wichtig ist
  • Schlangenlinien unter manchen Textstellen zeigen an, dass Watson hierzu etwas weiß. Sie zeigen also intelligent an, dass es Hilfsinformationen gibt, ohne das manuell Bots ausgewählt werden müssen, an die man möglicherweise gar nicht denkt. Klick man drauf, erscheinen zunächst nur für den einen Nutzer Zusatzinformationen, die über eine Bot-App, die für den Space eingerichtet wurde, bereitgestellt werden. Der Bot arbeitet dabei über Single-Sign-on freigeschaltet bidirektional mit einem Backend-System und holt über Webhooks Informationen in einen Dialg mit dem Nutzer. Der kann die Informationen auch an den Space übertragen.

Nur die Bots muss jemand einmalig erstellen und ihnen Beispielsätze mitgeben. Die KI nützt dann Ähnlichkeiten zu diesen Sätzen und meldet sich dann selbständig, auch wenn der Wortlaut nicht genau getroffen wird.

Wir planen im vierten Quartal eine weitere Funktion freizuschalten, nämlich das automatische Transkribieren der gesprochenen Texte in den integrierten Zoom Webmeetings. Das wird dann noch getoppt durch die Anwendung der Moments-KI-Funktion auf diese Texte. Man bekommt eine automatisch erstellte Meeting-Zusammenfassung mit Heraushebung von Fragen, Aktionen, usw.  Das ist dann natürlich kein Goethe in Feinschliff, sondern eine stichwortartige Zusammenfassung, aber hinreichend um das Wesentliche zu verstehen und praktisch ohne Aufwand. Für mich ein Meilenstein! Übrigens kann man den Einstieg in Watson Workspace auch kostenfrei und zeitlich unbegrenzt ausprobieren – siehe http://workspace.ibm.com.

Ein weiteres Highlight war der internationale live-Webcast zum Thema IBM Sametime Roadmap. Ja, richtig gelesen: Sametime Roadmap. HCL und IBM haben sich in ihrer Entwicklungspartnerschaft ja insgesamt viel vorgenommen, was sich durch die Ankündigung von Domino 10 am 9. Oktober in Frankfurt erstmals auch sichtbar manifestiert. Teil der Domino-Familie war und ist aber eben auch IBM Sametime. Und das wird, mit dem Alleinstellungsmerkmal der Verfügbarkeit on premises auch weiter entwickelt. Julie Reed und Pat Galvin zeigten die Pläne für 2018 und 2019 auf. Hier ein paar der wichtigsten Stichpunkte:

  1. Multi-Device Unterstützung und Server-gestützte Persistenz
  2. Nutzung von Domino 10 64 bit und damit auch wieder Support für die Plattformen AIX und System i. Neu dazu Unterstützung für die Docker Enterprise Edition als Plattform, womit die Installation wesentlich vereinfacht wird.
  3. Angedacht ist mittelfristig auch eine Rückbesinnung auf reines Domino 10, also Abkehr von der heutigen Nutzung von WebSphere für manche Funktionen.
  4. Einfachere Unterstützung verschiedenster 3rd Party Produkte für Web-Meetings
  5. Ausbau des SDKs und Abkehr von störanfälligen Browser-Plugins
  6. Interoperabilität mit Watson Workspace

Und noch ein kleines Schmankerl: Mit Domino 10 wird die Sametime App für iOS und Android integrierter Bestandteil der Domino Client Lizenz und muss nicht mehr separat lizenziert werden. – gilt selbst auch für die besonders günstige, aber eingeschränkte Lizenzvariante „Sametime limited use“. Mehr zur Sametime Roadmap hier (Registrierung erforderlich).

Ja, es war wieder eine spannende Woche … und: „Wir sehen uns in Frankfurt!“

Ihr

Tom Zeizel
Business Unit Executive IBM Collaboration & Talent Solutions D-A-CH