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Tom Zeizels Blog: Der Dornröschenschlaf ist zu Ende – Notes Domino 10 kommt!

Tom Zeizels Blog: Der Dornröschenschlaf ist zu Ende – Notes Domino 10 kommt!

Es war zu ruhig geworden um eines der besten Tools am IT-Markt …  Notes Domino. Doch jetzt ist alles anders: Die neue Entwicklungspartnerschaft mit HCL International erweist sich als Glücksgriff. Kurz zur Erinnerung: Im Spätherbst letzten Jahres hatten IBM und HCL eine Erweiterung der rund um Tivoli, Rational und andere Produkte bereits bestehenden, erfolgreichen Partnerschaft angekündigt.

IBM behält das Produkt und damit die volle Produktverantwortung – Domino ist also keinesfalls verkauft worden. HCL hat die Entwicklung weitgehend übernommen, was als Modell an die Partnerschaft von Apple und Foxconn erinnert. Somit haben sich auch weder die Vertriebswege noch die Service-Prozesse verändert und IBM hat über das Produktmanagement weiterhin das letzte Wort. HCL ist hier eingestiegen, weil sie, wie eben viele Kunden auch, das Potential in Verse, Notes, Domino und Sametime als deutlich ausbaufähig betrachten – und man investiert nun gemeinsam.

Nach gut einem halben Jahr zeigt sich, dass nur allein die Prozesse bei HCL schon eine andere Flexibilität erlauben. Das erfreut das Entwicklerteam, das – um die Skills lückenlos zu erhalten – zu einem erheblichen Teil die Seite gewechselt hat. Man sieht förmlich, wie seitdem eine Welle der Begeisterung und Hochmotivation durch das wachsende Entwicklerteam strömt. So soll es sein!

Gleich zu Beginn wurden zwei Dinge angekündigt:

  1. Ein neues Release („Notes Domino 10“) für die gesamte Produktfamilie noch im zweiten Halbjahr 2018.
  2. Der „#domino2025 Jam“ – eine Befragung der Kunden zu ihren Wünschen mit Design-Thinking Workshops und einem 3-tägigen Online Jam.

(Das Photo rechts zeigt unseren weltweiten General Manager, IBM Collaboration & Talent Solutions, Bob Schultz, als Promoter des #Domino 2025 Jams)

Der Jam wurde Ende Februar mit einer langen Liste von Wünschen zunächst abgeschlossen. Begeisternd war der Enthusiasmus der Kunden bei diesen Diskussionen, was auch uns die wahren Werte dieser Plattform noch mal vor Augen führte. Beispiele:

  • Domino war die erste no-SQL Datenbank und hat als solche mit ihren besonderen Fähigkeiten wie unter anderem absolut zuverlässiger Replikation, Offlinefähigkeit, ein besonders flexibles und gutes Security-Modell, usw., weiterhin zahlreiche Alleinstellungsmerkmale – auch gegenüber neueren Lösungen, wie etwa MongoDB.
  • Die TCO („Total Cost of Ownership“) ist einfach phänomenal günstig.
  • Die Aufwände und damit auch Kosten Anwendungen auf Domino zu entwickeln sind viel geringer als auf fast allen anderen Umgebungen, also viel mehr „Function Points“ in gleicher Zeit.

Klar wurde aber auch, was fehlt: Die Mail-Oberfläche im Notes Client könnte moderner sein, die Aktualisierung der Entwicklungsumgebung auf allerneuste Tools, die Finalisierunginalisierung der Verse-Mail-Funktionen, eine bessere Client Performance, eine vereinfachte Security-Einbindung und eine verbesserte Interoperabilität in die Microsoft-Welt, native Anwendungsunterstützung auf dem iPad, usw.

HCL hat die Ergebnisse des Jams nahezu in sich aufgesogen und ist mit großer Begeisterung in die Entwicklung eingestiegen. Auf was können wir uns also mit Notes 10 freuen? Sicher noch nicht alles, was im Jam gewünscht wurde. Hier nur ein paar Beispiele:

  • Eine neue Notes App für das iPad, sodass auch älteste Domino Apps sofort und ohne, dass man investieren muss, auf dem iPad genutzt werden können – inklusive offline-Fähigkeit!
  • Ausbau der Domino Entwicklungsumgebung zur führenden JavaScript-Lösung mit Unterstützung von allem, was junge Programmierer heute so beherrschen: node.js, loopback, usw. und starker Erweiterung der REST APIs, damit diese Apps wirklich überall leicht einbindbar werden.
  • Referesh der Admin-Möglichkeiten hin zu einem „lights-off“ Rechenzentrum
  • Konkrete Schritte in Richtung „Low Code“-Entwicklung, sodass man im Fachbereich auch „mal eben“ – so wie es in der Anfangszeit von Notes war – eine neue App zusammenklicken kann.
  • Erste Schritte in Richtung einer neuen Oberfläche

Und schnell ist es heute schon:

  • Partner Panagenda zeigt, dass ein gut konfigurierter Notes Client in weniger als 4 Sekunden startet (Mehr Info hier von der Präsentation auf der THINK – benötigt IBM-ID). Das ist schneller als etwa Facebook im Normalfall.
  • Auf einem NAS Laufwerk mit Docker-Unterstützung lässt sich aus einem 2GB Paket ein kompletter Domino Server inklusive Verse, iNotes, usw. in 39 Sekunden aufsetzen. Die erste App noch dazu braucht lediglich weitere 60 Sekunden inklusive Signierung der Datenbanken. Für nichtproduktive Nutzung, also z.B. Entwickler, ist das lizenzseitig sogar kostenfrei. Rasant – oder?

Was noch alles in Version 10 drin sein wird, werden Richard Jefts (General Manager der Domino Entwicklung bei HCL) und Andrew Manby (Leiter des Offering Managements für die Domino Familie bei IBM) in Ihrer Keynote auf der DNUG Konferenz am 20.6. in Darmstadt (Anmeldung hier) vorstellen. Richard Jefts hat auch schon verlauten lassen, dass die Ideen zu Neuerungen und Erweiterungen nur so sprudeln und sie deshalb auch schon angefangen haben Pläne für die Version 11 zu schmieden, die dann 2019 – grob ein Jahr nach der Version 10 – kommen soll.

Noch ein Tipp: Wer schon vorher noch mehr Details wissen möchte, kann sich auch zum Webcast „What’s new in Mail and Chat V10“ anmelden (am 24. Mai um 16 Uhr). Und fortlaufend Neues zu Domino 10 gibt es im “Destination Domino” Blog – oder natürlich auch hier.

Vielleicht sollten Sie gedanklich auch mal wieder mehr mit Domino spielen …

Ihr

Tom Zeizel
Business Unit Executive IBM Collaboration & Talent Solutions D-A-CH

PS.: Ende nächster Woche bin ich mal weg (Urlaub). Deshalb dann kein neuer Blogeintrag

Tom Zeizels Blog – Zur Sache: Domino V10 schlägt ein neues Kapitel auf!

Tom Zeizels Blog – Zur Sache: Domino Release 10 schlägt ein neues Kapitel auf!

IBM meint es ernst mit Notes Domino, Verse und Sametime Chat:

  • Erst haben wir uns einen potenten Partner gesucht. HCL ist für IBM kein Neuling, weil wir auch in diversen anderen Themen mit HCL in der Entwicklung partnern.
  • Parallel dazu haben wir die Version 10 der Domino Familien-Produkte für 2H2018 angekündigt.
  • Und dann haben wir unsere Kunden befragt, wie sie sich die nächsten 25 Jahre von Notes Domino vorstellen. Dazu haben wir gemeinsam mit HCL weltweit die #Domino 2025 Jam Events durchgeführt – angefangen im Oktober beim DNUG Fachgruppentag in Düsseldorf und aufgehört im Januar mit dem online Jam. Über 2000 Personen haben ihren Input mit uns geteilt. Das war wirklich überwältigend!

Und heute nun die Vorstellung des Ergebnisses der Jams durch Bob Schultz (GM IBM Collaboration & Talent Solutions), Richard Jefts (GM Collaborative Workflow Platforms, HCL Technologies) und Andrew Manby (Director, IBM Offering Management). Über 1900 Teilnehmer im Webcast – und wenn man den begleitenden Chat liest, sind wir auf dem richtigen Weg. Das freut mich natürlich! (Wer den Webcast verpasst hat: Replay nach Registrierung unter: http://ibm.biz/domino2025webcast)
Aber langsam – zunächst zurück zu den Jams: Das Meinungsbild in den Jams war weit gespreizt, aber auch mit eindeutigen Wünschen gespickt. Beispiele:

  • 76,4% wollen ein Browser-Interface für ihre Domino Apps
  • 81,3% wollen direkt Grafiken aus ihren Domino Daten produzieren können
  • 85 % wollen ihre Apps auf mobilen Geräten nutzen können

Die drei wichtigsten Forderungen, bezogen auf Anwendungsentwicklung, waren moderne Werkzeuge, Beseitigung bestehender Beschränkungen und Performance im Kern.Bei Mail und Chat waren die Hauptthemen Notes Performance, Outlook Integration und Notes Authentifizierung.

Bezogen auf die einzelnen Produktbereiche sind dies die 4 Top-Themen:

  1. Weiterentwickeln der Anwendungsentwicklungsmöglichkeiten von Domino
  2. Den Notes-Client schneller, moderner und besser nutzbar machen
  3. Mail auch für andere Lösungen öffnen
  4. Multi-Geräte-Chat in Sametime

Die Zukunftsvision für IBM Domino

Auf dieser Basis – und natürlich weiteren Details – werden wir in 2018 die Version 10 der Domino Familenprodukte Verse, Notes, Sametime und natürlich Domino selbst herausbringen. Das ist, bei realistischer Machbarkeit, ein Zwischenschritt zu einer wieder führenden Collaboration Plattform, für die wie nur eine klare Vision haben:

  • Domino als führende Java-Script Entwicklungsumgebung
  • Weltklasse-Oberfläche für Mail auf Desktops und mobilen Geräten
  • Beste Total Cost of Ownership (TCO) mit der verlässlichsten Plattform

Die verlässlichste Plattform anzubieten bedeutet bisherige Grenzen zu sprengen und u.a. automatische Datenbank-Reparaturmechanismen anzubieten, die NSF-Größe auf 254 GB anzuheben und die Docker Story mit neuen Docker Enterprise Edition Images fortzusetzen. Im Security-Umfeld sind es Themen, wie einfachere Active Directory Einbindung und SAML IDP Verbesserungen (inkl. ADFS 4.0) für SSO – also Themen der einfacheren Integration mit anderen Anwendungen.

Beim Notes Client sind die Themen eine modernere und einfacher zu benutzende Oberfläche, funktionale Gleichheit zwischen Windows und MacOS und ein Autoupdate-Mechanismus für einfachere Deployments. Version 10 von Verse on prem (VOP) sollte noch vorhandene Lücken schließen. Die Verse mobile App, bzw. Traveler sind ja bereits in einer sehr agilen Phase der Verbesserung, die fortgesetzt wird. Sametime wird unterbrechungsfreien Multi-Geräte-Chat bekommen

Beim Thema Anwendungsentwicklung wird sich ebenfalls viel tun. Allein für bestehende Anwendungen planen wir

  • Einen wesentlich überarbeitete Version von ICAA (IBM Client Application Access)
  • IEI Update
  • SAP Konnektor mit 64 bit-Unterstützung
  • xPages Aktualisierung auf Bootstrap 4

Auf der Think 2018 (19-22. März) werden wir mehr darüber sagen, wie man bestehende Domino-Anwendungen einfacher auf mobile Geräte bekommt und wie sich auch das Thema Modernisierung von bestehenden Anwendungen weiter entwickelt.

Wie wird Domino für junge Entwickler attraktiv?

Eine weitere, oft gestellte Frage war, wie die Plattform auch für junge Entwickler – und einen damit nahezu unbegrenzten Skills-Pool – attraktiver wird. Die Antwort heißt neueste Technologien, einmal mehr in Domino:

  • node.js-Unterstützung (richtig integriert als Teil des Domino Binary Directorys!)
  • Loopback
  • ElasticSearch
  • aber auch REST APIs
  • die weitere Öffnung für Mail Standards, wie EWS
  • offene IDEs (Integrated Development Environments)
  • usw.

(Im WebCast schon ein bisschen live gezeigt von einem guten Bekannten: Jason Gary, jetzt CTO bei HCL.) Junge Entwickler bekommen so mit Domino Möglichkeiten, die sie mit MongoDB und ähnlichen einfach nicht finden.
Und es vereinfacht die Integration mit IBM Watson Workspace und Connections Pink, die diese Technologien auch nutzen.

Wie geht es weiter?

Noch haben wir nicht alle Details zusammen. Mehr kommt auf jeden Fall auf der THINK 2018 im März in Las Vegas und dann auch auf der 45. DNUG Konferenz, 20.+21. Juni in Darmstadt. Es wird auch mindestens eine Beta geben. Mehr Details auch dazu zwischendurch in unseren Blogs auf dnug.de. Und dann, im zweiten Halbjahr – und nicht erst am 31.12. – versprochen! – wird es soweit sein: Notes Domino 10, Verse on prem 10, Sametime 10 werden verfügbar. Sie haben gesprochen, wir liefern. Und wie gesagt: Das ist erst der erste Schritt in einer wunderbaren Freundschaft zwischen IBM und HCL.

Ihr
Tom Zeizel
Business Unit Executive IBM Collaboration & Talent Solutions D-A-CH

PS.: Das war heute etwas technischer als sonst. Ich habe mir hierfür etwas Unterstützung bei unserem TechSales Team geholt. Die können auch Technik.