IBM Connections ist nicht nur einfach “ein Facebook für Unternehmen“.

IBM Connections ist nicht nur einfach “ein Facebook für Unternehmen“.

Artikel und Fotos von Gastautor Daniel Luginbühl, Belsoft

IBM Connections gibt es seit 2007 – mehr als 12 Jahre. Auch wenn sich über die Jahre und auch in den letzten Quartalen sehr viel geändert – verbessert – hat, so ist es doch an der Zeit für eine Bestandsaufnahme und einen Blick nach vorn: Was brauchen die Nutzer konkret für ihren Arbeitsplatz der Zukunft? Dazu gibt es jetzt überall #LetsConnect Jams.

Es geht also um die nächste Phase der Entwicklung von IBM Connections, das nach wahrscheinlichem Abschluss der angestrebten Übernahme durch HCL International bald „HCL Connections“ heißen könnte. Noch gehört das Produkt alleinig IBM und so ist es kein Wunder, dass IBM in dieser Phase auf die Kunden zugeht, um den Ansprüchen der Nutzer gerecht zu werden und deren Verbesserungswünsche in die weitere Entwicklung einfließen zu lassen. Das Klischee, dass alleinig nerdige Programmierer mit dicken Brillengläsern nachts Software planen und programmieren, ist vorbei! Und der Übergang zu HCL wird fließend sein.

Das Team beim #LetsConnect Jam am 3.4.2019 an der Uni Zürich

Am 3. April wurde an der Universität Zürich der #LetsConnect Jam durchgeführt; die “Collaboration User Group in Switzerland“ (ICON Switzerland) und IBM hatten eingeladen – nachdem 2 Tage zuvor der DNUG e.V. zu einem ähnlichen Termin nach Frankfurt geladen hatte.

Anita Mernagh und Danielle Baptiste, von IBM Collaboration Solutions, haben die Jams souverän geleitet. Die zahlreichen Kunden konnten so direkt Wünsche und Verbesserungsvorschläge für die zukünftigen Versionen einbringen.

Wie in der Schule wurden Aufgaben verteilt. Auf ganz vielen Post-it Zettel wurden alle Anliegen aufgenommen. Die Business Szenarien, die Pain Points, die Crazy / BIG Ideas usw …

Auf zahlreichen Flipcharts konsolidierten die Teilnehmer ihre Gedanken und präsentierten die Resultate in kleinen Teams den Verantwortlichen der IBM. Zum Schluss der Veranstaltung konnte jedes Team seine ausgearbeitete Idee zum idealen Connections der Zukunft allen Anwesenden präsentieren.

Dieser Jam war eine tolle Erfahrung für alle Beteiligten. Spontan wurden in den Pausen Notebooks aus den Taschen hervorgeholt und gleich die Probleme der aktuellen Connections Version adressiert.

Schnell wurde klar, dass viele Teilnehmer, obwohl aus verschiedensten Sparten, ähnliche Herausforderungen haben. Der direkte Austausch ist natürlich ein willkommener Nebeneffekt, der von allem Teilnehmer geschätzt wurde. Die intensive geistige Arbeit wurde, etwas später als geplant, mit einem üppigen Apéro belohnt.

Natürlich sind am Ende des Tages alle Gäste gespannt ob IBM die neuen Ideen auch umsetzt.

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Interview mit Danielle Baptiste, Director Offering Management, IBM Connections

Ich hatte die Ehre nach dem Workshop Danielle Baptiste an dem #LetsConnect Jam in Zürich zu treffen und konnte mit ihr ein Interview führen:

Frau Baptiste, herzlich willkommen in Zürich.
Bei Recherchen im Internet bin ich öfters auf folgende, allgemeine Aussage gestoßen: „IBM Connections ist das Facebook für Firmen. “Ist das richtig so?
Heute gibt es viele vergleichbare Lösungen im Zeitalter von Social Media. Die Verbreitung von Facebook und Connections hat zur etwa der gleichen Zeit vor über 10 Jahren stattgefunden, daher kommt es oft zu diesem Vergleich. Facebook war lange nur ein ActivityStream. Connections ist funktional deutlich mehr als eben nur „Facebook für ein Unternehmen.“

Was genau kann denn Connections mehr als Facebook?
Connections bietet eine Vielfalt von Apps für die unterschiedlichsten Anforderungen in Unternehmen., wie z.B. Blogs, Wikis, Aktivitäten, Bookmark-Sharing, Ideensammlung, usw. Und dann ist es besonders das Content Handling! Also, dass auf bequeme Art ein ganzes Team an einem Dokument arbeiten kann. Weiter kann mit einem Klick jedes Dokument gefunden und auch geteilt werden.

Wie wichtig ist die Komponente Datensicherheit im Vergleich zur Konkurrenz?
Die ist sehr wichtig! Wie es bei der Konkurrenz aussieht kann ich nicht sagen.

Aber überlegen sie mal, noch vor 10 Jahren, war da Cloud schon ein Thema? Connections wurde ursprünglich als reine on Premises Lösung entwickelt. Heute ist es so, dass es Connections aus der Cloud und on Premises gibt. Externe Benutzer können bei Bedarf ganz einfach in Connections eingebunden werden und teilnehmen. Und dies bei gleich hohem Sicherheitsniveau.

Die Installation auf kundeneigenen Server ist für ein Unternehmen oder eine Behörde wichtig, wenn Dokumente auf gar keinen Fall den Betrieb verlassen dürfen, aus Gründen wie Zertifizierungen oder wegen gesetzlicher Vorgaben.

Ich habe den Eindruck, niemand mag E-Mails. Kann Connections die E-Mail ablösen?
Davon bin ich nicht überzeugt. Wenn man sich die drei Generationen am Arbeitsplatz anschaut, dann verwenden zwar die jüngsten tendenziell weniger E-Mails und privat kaum noch. Sie brauchen keine Aufzeichnung der Kommunikation, so wie das bei anderen Mitarbeitern vielfach der Fall ist. Es ist aber auch von Land zu Land unterschiedlich, als wie wichtig E-Mail eingestuft wird. Für mich jedenfalls verlieren E-Mails auch zunehmend an Bedeutung.

Zurück zu Facebook. Was kann Facebook was Connections nicht kann?
Ganz vieles, Connections hat einen Business Approach, Facebook nicht. Heute am „#LetsConnect“-Jam können die Teilnehmer beispielsweise auch Features aus Facebook als Wunsch im Workshop einbringen, sollte es welche geben.

Das heißt, nach der Umsetzung der Resultate aus den Jam Sessions machen Sie aus Connections die „eierlegende Wollmilchsau“?
Exakt diese Frage habe ich kürzlich mit meinem Team diskutiert. Ehrlich gesagt habe ich hier keine genaue Antwort. Und genau dies ist die eigentliche Herausforderung. Deshalb führen wir die Jams durch und erhalten so die Feedbacks der wirklichen Benutzer bezüglich der Ansprüche an einen „Alleskönner“.  Ein Ergebnis könnte aber auch genauso gut der Wunsch nach einem höheren Fokus auf bestimmte Funktionen im Connections der Zukunft sein. Ich bin sehr gespannt auf die Ergebnisse!

Was passiert nun mit den Resultaten aus diesem Workshop?
Die „#LetsConnect“-Jams sind als „Design Thinking“ Workshops zu verstehen. Zunächst machen wir eine Reihe weiterer Workshops. Dann werden wir alle Ideen und Daten der Jams bis Ende Juni 2019 analysieren. Anschließend wird es ein Webinar mit allem Teilnehmern der Jams geben. Dort werden die einzelnen Verbesserungen und Funktionen nochmals diskutiert und priorisiert werden.

Falls ein Vorschlag als Prio 1 eingestuft wird und wir vom Connections Offering Management Team beschließen, dass es umgesetzt wird, kann eine solche Idee schon im nächsten Quartals-Release umgesetzt sein.

Frau Baptiste, vielen Dank für das Interview und Ihre Zeit.

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PS. für Interessierte: Es gibt weitere Termine für #Let’s connect-Jams in Deutschland und Österreich:

  • 16.5.2019 in Wien (bei der IBM)
  • 3.6.2019 in Essen (im Vorfeld der 46. DNUG Konferenz)

Anmelden kann man sich hier.

Tags:Connections

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