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Preview: IBM Domino Community Server für Testzwecke kostenfrei

IBM hat heute angekündigt den IBM Domino Community Server für Nicht-Produktion mit einer „nonwarranted License Option“ über die IBM developerWorks Website kostenfrei zur Verfügung stellen zu wollen. Das Angebot zielt darauf Studenten, Entwicklern und Anwendungsanbietern die Möglichkeit zu geben ihre IBM Domino Anwendungen im lizenzkostenfreien nicht-Produktionsumfeld testen zu können.

Domino ist seit vielen Jahre eine der erfolgreichsten, zuverlässigsten, sicheren und kostengünstigsten Anwendungsentwicklungsumgebungen für Rapid Application Development und wird von IBM mit fortlaufenden Investitionen als Plattform immer aktuell gehalten. Ein sehr aktuelles Beispiel dafür ist der mit dem FeaturePack 10 zum Jahresumbruch geplante Einstieg in eine „Docker“-isierung, also der Unterstützung von Domino in Docker Containern.

Geliefert: Notes Domino Feature Pack 9 ist da

Das zweite Feature Pack für IBM Notes Domino in 2017 ist jetzt zum Download verfügbar – und zu Jahresende ist das nächste geplant. Neben zahlreichen Fixes gibt es natürlich auch neue Funktionen.

Neu für den Notes 9.0.1 Client sind u.a.:

  • Möglichkeit Regeln auch auf bestehende E-Mails anzuwenden
  • Die Typeahead-Suche für Namen funktioniert jetzt auch für das in Europa üblichere Nachname/Vorname Muster und führt zu gleichen Ergebnissen wie Vorname/Nachname
  • Automatisches Refresh für delegierte E-Mail Files – wichtig für Assistenten
  • Die Darstellung auf hochauflösenden Bildschirmen wurde verbessert
  • Unterstützung des Recalls von E-Mails, die aus der Stationary Funktion versandt wurden. Dies erfordert ein Upgrade des Mail Templates auf Mail9.ntf, das mit diesem Feature Pack gekommen ist.

Und neu in Domino sind u.a.:

  • NIF: Aktualisierungen & in-line View Update Verbesserungen
  • Domino Policy um das Weiterleiten von E-Mails an Internetadressen zu unterbinden
  • Unterstützung von RFC 2231 – dieser RFC ist heute der Standard zum spezifizieren von nicht-ASCII Headern. Er wurde eigentlich schon vor 15 eingeführt, doch zunächst und über viele Jahre nur wenig eingesetzt. Heute ist er aber der Standard für viele Mail Clients, wie etwa Thunderbird.
  • Die  „Agent Manager’s eligible Queue“ kann jetzt vom niedrigsten, möglichen Wert 100 auf 255 als maximal möglichen Wert erhöht werden (Das war ein Enhancement Request zahlreicher Kunden
  • Datenbanken und Views, die für Transaction Logging freigeschaltet sind, können jetzt schneller geöffnet werden. Das erfordert die On Disk Structure ODS 52 oder höher
  • Auch auf IBM i Systemen ist die default Java Version nun die 1.8

Alle Details hierzu finden sich in der IBM Notes/Domino 9.0.1 Feature Pack 9 (Zircon) Release Notice

Die Download-Informationen sind hier zu finden.

PS.: Um das Jahresende herum ist mit dem FeaturePack 10 (Codename: Mystic Topaz) zu rechnen. Schon hierin werden auf Kundenwunsch hin – es war eigentlich erst für 2018 angedacht – die ersten Schritte in Richtung „Dockeresierung“ erfolgen. Docker wird dann eine weitere, strategische Plattform für die Zukunft von Domino werden. Domino wird dann wieder einmal mit der Entwicklung von anderen, modernen Softwarelösungen, wie z.B. IBM Connections Pink, ganz vorne mitspielen. Das ist mehr als Investitionsschutz. Das ist Zukunft.

Und noch ein Link: Ein weiterführender Blogbeitrag von Ulrich Krause zu Domino und Docker

 

Was kommen wird – IBM Collaboration Produkte in 2H 2017

Ed Brill (Vice President Offering Management, IBM Collaborations Solutions) hat es auf der gerade gelaufenen IBM User Group Veranstaltung im Mittelwesten der USA, der MWLUG, in seiner Keynote (https://t.co/NaQbQZAGbB) vorgestellt: Die Produktroadmap der IBM Collaboration Lösungen für das verbliebene, zweite Halbjahr 2017.

Das sind die nächsten Feature Packs für Notes Domino und Verse on prem, aber auch viele ganz neue Dinge. In Summe:

  • Feature Packs 9 und 10 für Notes Domino
  • Verse on Prem (VoP) Erweiterungen
  • Watson Workspace, kognitiv unterstütztes Arbeiten im Konversationsmodus
  • IBM Connections Engagement Center (ICEC), die neue Lösung für das Intranet der Zukunft
  • Nach „Orient me“ die nächsten PINK Elemente zu IBM Connections
  • Box Relay – als ganz neue Workflow Lösung für Box
  • Die optionale Nutzung und tiefe Einbindung von Cisco Realtime Communications Lösungen
  • usw.

Das aus meiner Sicht besonders Spannende dabei ist, dass diverse neue Lösungen an den Markt kommen werden, die auch für Nutzer von Collaboration Lösungen anderer Hersteller von größtem Interesse sein werden, weil sie Bausteine für den Arbeitsplatz der Zukunft bieten, die auf modernsten offenen (Open Source) Technologien aufsetzen und in ihrer Ausprägung einzigartig sind. Man wird sie nicht missen mögen!

Jason Gary, verantwortlich für die Entwicklung von IBM Connections, hat in seinen aktuellen Vorträgen erklärt warum: Es gibt im ICS-Entwicklungslabor eine neue Definition wann etwas fertig ist: „Wenn es den Kunden gefällt“. Das ist die Ausgangsbasis, um die sich so mancher Marktbegleiter wenig kümmert.

Es wird also wieder ein ereignisreiches, zweites Halbjahr mit viel innovativem Neuen.

PS.: Wer mehr darüber wissen möchte, möge bitte seinen IBM Collaboration Solutions Berater direkt ansprechen. Wir und auch unsere zahlreichen Partner kommen auch gern zu ihnen ins Haus!

 

Die neue iOS Verse App 9.4

Die neue IBM Verse App für iOS ist seit heute im App Store und ermöglicht ein deutlich verbessertes Bearbeiten von E-Mails, Kalenderinformation, Kontakten, usw. Nach zahlreichen Kommentaren von Kunden zur alten App hatten wir uns vor grob einem Jahr entschlossen die iOS App komplett zu überarbeiten. Wie bei allen Infrastrukturprojekten ist das immer eine große Herausforderung. Es ging dabei i.W. um drei Komponenten:

  1. Den Persistence Layer – der alte Datenbank-Code wurde durch Apples Core Data Framework ersetzt, was sich sehr positiv auf Performance und Skalierbarkeit auswirkt. Damit ist es jetzt z.B. auch möglich ALLE e-Mail- und Kalendereinträge zu synchronisieren – wenn man denn möchte. Das können weder Outlook noch Gmail.
  2. Den Synchronisations- und Netzwerk-Layer – Bisher gab es die Situation, dass angezeigt wurde, dass man neue e-Mails hätte. Ging man dann auf die App, musste man erst einmal warten, bis die Synchronisation abgeschlossen war, was durchaus dauern konnte. Jetzt wird erst synchronisiert und dann angezeigt, sodass die Mail da ist, wenn das Ikon auf neue Mails hinweist.
  3. Den Präsentations-Layer – Die meisten Ansichten wurden neu entwickelt, um schnelleres Scrollen  (Inbox, Kontakte), Navigation und Swiping (Kalender) zu ermöglichen.

Auf dieser neuen Technologiebasis ist es zukünftig sehr viel einfacher, neue Funktionen und Erweiterungen hinzuzufügen. Einige sind in dieser „Erstversion“ schon drin. Im Folgenden die wichtigsten Beispiele:

Eine wichtige Änderung für unsere Cloud-Nutzer ist, das man nun standardmäßig für alle Mails Benachrichtigungen bekommt und nicht nur, wie in der Vergangenheit, bei Mails von „wichtigen“ Kontakten.

Oft gewünscht war auch die Möglichkeit Kontakte sowohl nach Vorname/Nachname oder auch Nachname/Vorname zu sortieren und die Kontakte direkt mit einem Klick per Facetime oder SMS zu kontaktieren.

Wer die neue Verse iOS 9.4 zu nutzen beginnt, wird neue Kalenderfunktionen bemerken. Zum einen kann man jetzt viel schneller über ein Drop-Down Menu zwischen Tagen, Wochen und Jahren navigieren. iPad Nutzer werden die neue Kalender-Inbox auf der linken Seite zu schätzen. Sucht man sich dort eine Einladung aus, wird diese rechts in der Übersicht auch entsprechend angezeigt. Und wählt man aus der Übersicht einen Eintrag, werden die Details links angezeigt – wie in diesem Screenshot:

IBM Verse bietet auch weiterhin den in der Industrie höchsten Sicherheitsstandard mit Verschlüsselung und Signatur, sowie der Garantie, dass Firmendaten niemals über 3rd Party Server laufen. Wenn beispielsweise eine neue E-Mail ankommt, so triggert das eine Benachrichtigung über das Apple Push Notification System (APNS). Die Benachrichtigung beinhaltet aber keine Unternehmensdaten und sie erscheinen auch nicht als Pop-up auf dem Gerät.  Wenn das Gerät so eine Hintergrundbenachrichtigung erhält, löst es einen Synchronisationsvorgang mit dem Traveler Server (on-premises) oder IBM’s Cloud Traveler Server (Cloud Kunden) aus. Die Mail wird heruntergeladen und eine lokale Benachrichtigung über das Vorhandensein der neuen e-Mail ausgelöst. Sie beinhaltet die Betreff-Zeile der Nachricht, aber diese Information kommen direkt vom eigenen Gerät und ist nicht über fremde Server gelaufen. Darüber hinaus verbessert Verse die Sicherheit mittels aktivem Content Filtering der HTML Messages. Jedwede Javascript-Inhalte in der Mail werden herausgefiltert, um vor Vireninfektionen u.ä. zu schützen.

Auch das Rendern von HTML in E-Mail, insbesondere mit Bildern, wurde deutlich beschleunigt.

Ein sehr wichtiger, neuer Baustein ist die Unterstützung des AppConfig Industriestandards. AppConfig stellt eine Anwendungskonfiguration dar, die die Möglichkeiten des iOS Betriebssystems zum Device Management nutzt. Durch die Unterstützung von AppConfig arbeitet die Verse iOS App nun zusätzlich zu den bisherigen Enterprise Mobile Device Management Systemen, wie MaaS360, MobileIron und Citrix mit einer Vielzahl weiterer Anbieter zusammen, wie u.a. AirWatch. (Zu diesem Thema wird in kürze ein weiterer Artikel in dieser Serie erscheinen)

PS.: Noch ein Tipp: Es gibt Konstellationen auf den Geräten, in denen sich der Update verhakeln kann. Deshalb vorsichtshalber die alte App zunächst löschen und dann die neue vom AppStore installieren.

Neue Verse iOS App kommt in Kürze

Es war etwas ruhig geworden um die IBM Verse iOS App. Das hatte seinen guten Grund: Sie ist komplett überarbeitet und auf neuste Technologien umgestellt worden. Als Endbenutzer merkt man das zunächst an einer wesentlich schnelleren Performance. Der Release Kandidat ist noch bei den Beta Testern, dürfte aber in den nächsten Tagen auch als offizielle Version im AppStore erscheinen.
Die neue technische Basisplattform ist Vorbedingung gewesen für alle neuen Funktionen, die jetzt rasch aufeinander folgend kommen werden.

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Alle Details zur Zukunft von Verse Notes Domino auf der DNUG 2017

Es gibt leider immer wieder verwirrende Fake-News zur Zukunft von IBM Notes Domino – und natürlich auch IBM Verse als Mail Client Option. Wer die Fakten der doch eher blühenden Zukunft aus erster Hand haben möchte, sollte zur DNUG 2017 Konferenz am 31.5./1.6.2017 nach Berlin kommen. Dort wird der verantwortliche Produktmanager Barry Rosen zusammen mit seinen europäischen Kollegen Uffe Soerenson auf alle Details eingehen und auch für Fragen zur Verfügung stehen.

Zu ihren Themen gehören u.a.

  • die aktualisierten, sehr viel schnelleren Verse Apps für Android (schon verfügbar) und iOS (kommt in Kürze)
  • das sehr viel performantere Verse on prem 1.0.1 (auch verfügbar) und die weitere Roadmap mit Sametime Integration, Kalender Delegation, Erweiterungs-APIs, weiter verbesserter Suche und vieles mehr
  • das in Q3 anstehende FeaturePack 9 für Verse, Notes und Domino, sowie den weiteren Ausblick
  • der Ausbau von Domino mit REST ASPIs als moderne Entwicklungsumgebung auch für Java/Java-Script
  • das Thema Domino-Anwendungsmodernisierung (das auch andere Vorträge in Details aufgreifen werden)
  • …. und mehr

Ein paar mehr Details vorab auch in diesem Video:

IBM Verse, Notes & Domino Produkt-Update

Ed Brill, Vice President Offering Management & Design, IBM Collaboration Solutions, fasst die zahlreichen Ankündigungen auf der Connect 2017 zu Verse, Notes, Domino hier ganz offiziell zusammen.

Notes/Domino wird agil – Feature Pack 8 ist verfügbar!

Es klingt so harmlos, dabei ist „Feature Pack“ ist das neue „Release“. Wie auch z.B. bei Windows 10 gibt es Neuerungen in Notes Domino, wie bereits beim Feature Pack 7 angekündigt, nicht mehr mit einer neuen Releasenummer, sondern agiler als Feature Pack. Hintergrund ist, dass die Einführung neuer Releases in vielen Organisationen immer sehr zäh verlief, während FPs immer schnell installiert wurden. Unsere Intention ist, dass Neuerungen aus unserem Labor auch möglichst schnell bei den Nutzern ankommen. Kamen klassische Releases nur so alle 18-24 Monate, ist das in agilen Zeiten, in denen Nutzer so etwas wie „evergreen“ – immer das Neueste sofort – wünschen, einfach nicht mehr schnell genug. Deshalb jetzt Feature Packs und in höherer Frequenz. Zur Erinnerung: FP7 kam im September 2016, Verse on Prem im Dezember, FP8 nun Anfang März 2017 FP8, demnächst der Update zu VOP und auch FP9 wird auch noch in 2017 kommen.

Und es ist (insbesondere für Entwickler) viel Neues drin in dem IBM Notes Domino 901 FeaturePack 8. Die neben zahlreichen Fixes vielleicht wichtigsten Dinge sind:

  1. Optional können die Views nun außerhalb der NSF gespeichert werden, was diverse Vorteile bringt, wie u.a mehr Platz für die Anwendung, schnelleres Backup & Restore und bessere Performance
  2. Die Grenze für die Größe der Document Summary kann optional von 64kB auf 16 MB angehoben werden
  3. Die Java Runtime Umgebung ist auf Version 1.8 angehoben.
  4. ADFS 3.0. wird nun auch unterstützt.
  5. Optional kann man damit im Notes Client und Kalender Internet Adressen statt der Notes Adressen nutzen, was für viele heute intuitiver sein mag.
  6. Im Notes Client kann man optional das MIME Format beim Weiterleiten stehen lassen, statt es in Rich Text umzuwandeln. Das vermeidet eventuelle Formatierungsfehler.

PS.: Als Porsche-Fan muss ich ja sagen, dass mir ein Einfrieren der Release-Nummer bei 901 sehr gut gefällt. Und auch bei einem Porsche denk man ja gern an Feature Packs …

Video: Das war die IBM Connect 2017 – der Rückblick

Stefan Pfeiffer und Peter Schütt unterhalten sich am letzten Tag der IBM Connect 2017 in San Francisco ungescriptet über alles, was auf dieser maßgeblichen Konferenz schön war – also nicht das Wetter – , was bei IBM Collaboration Solutions neu ist und sein wird, u.a. über IBM Verse, IBM Notes und Domino Anwendungen, IBM Sametime, IBM Connections 6 und PINK, kognitive Services und neue Arbeitsmodi in Konversationen mit IBM Watson Work Services, Partnerschaften in einem offenen API-Ökosystem, u.a. mit Cisco, Box, Genbend und Actiance; die wachsende Bedeutung von aktuellen Open Source Technologien, wie Docker Container und MongoDB und den tatsächlich funktionierenden, von Watson kognitiv unterstützten Arbeitsplatz der nahen Zukunft.

Hier das Video:

IBM Connect 2017: Zusammenarbeit als Konversation organisieren

Inhi Cho Suh, seit einem Jahr die General Managerin der IBM Collaboration Solutions, eröffnete die IBM Connect 2017 Opening General Session – zum  ersten Mal in Dunstkreis des Silicon Valleys in San Francisco. In ihrer Einführung ging sie intensiv darauf ein, wie sich im Moment die Arbeitskultur weiter entwickelt: Vom einsamen Tippen in irgendwelche Dokumente oder Anwendungen hin zu einer neuen Form von als Konversation organisierten, gemeinsam durchgeführten Arbeitsabläufen – durchaus auch über Unternehmensgrenzen. Der riesige Unterschied ist, dass bisher die Mitarbeiter die Integration von vielen Teilen der Arbeitsabläufe, die typisch in unterschiedlichen Tools abgebildet sind, gedanklich selber machen mussten. Das wird nun anders.

Kognitive Collaboration im Konversationsmodus

In naher Zukunft wird es IBM Watson Workspace, quasi als “Super-Container”, ermöglichen, dass stattdessen eine durchgängige Konversation das Rückgrat des Ablaufs darstellt. Sollten Informationen aus bestehende Systemen benötigt werden, so können die über sogenannte Bots – kleine Mikroanwendungen – mit in die Konversation eingebunden werden. Bisher hat man dann trotzdem schnell die Übersichtlichkeit verloren, weil es oft eben sehr viele Puzzlesteine in dem Abläufen sind. Jetzt helfen Watson Work Services, also ein mitlernendes, kognitives System, die Übersichtlichkeit zu behalten. Fragen, Zusagen und angesprochene Aktionen werden erkannt und herausgearbeitet. Auf der Basis ist es dann leicht, die wichtigsten Momente einer Konversation quasi als Zusammenfassung zu extrahieren, sodass wieder viel leichter zu erfassen ist, um was es geht. Diese Services werden in IBM Watson Workspace, Connections, Verse, usw. zum Einsatz kommen, können aber auch in eigenen Anwendungen genutzt werden.

Inhi Suh fasste das in Form von 5 Prioritäten zusammen, die ein zukünftiger Arbeitsplatz bieten muss:

  1. Priorisieren und aufzeigen was wichtig ist (“Orientiere mich”)
  2. Den eigentlichen Arbeitsablauf unterstützen
  3. Kognitive Bots nutzen, um weitere Informationsquellen / Backendsysteme interaktiv einzubinden
  4. Ausnutzung der Möglichkeiten aus dem “Internet der Dinge” (IOT)
  5. Fokus beibehalten & Absicht verfolgen

Das wachsende Ökosystem und Referenzkunden

Vieles davon wird zukünftig in offenen Cloud-Plattformen so laufen, dass der richtige Workload in der richtigen Cloud umgesetzt wird. Das erfordert aber eben auch API-basierte, offene Ökosysteme, wie sie IBM mit Marktführern, wie Box, Cisco, Actiance, DokuSign und weiteren angefangen hat aufzubauen. Da auch zukünftig nicht alles in Clouds laufen wird und on Premises seine Deutung wahren wird, sind hybride Ansätze  von besonderer Bedeutung. Und ganz besonders wichtig sind der IBM die Themen Datensicherheit und Datenschutz (Privacy).

Danach zeigte Jennifer Griffith, die Chefin der internen Kommunikation bei UPS, wie sie mit der IBM ihre Digitalisierungsstrategie umsetzen. Und Adam Hunt, der CIO der Maers Group aus England erläuterte, warum für ihn schon heute nur noch Cloud-Lösungen von wirklicher Bedeutung sind und warum er da bezüglich Collaboration auf IBM setzt.

Neuigkeiten auf der technischen Seite

Nun wurde es technischer: Ed Brill und Richi Vaish erwähnten noch einmal einige Highlights an dem was in den letzten Monaten im Sinne eines wachsenden Ökosystems erreicht wurde: Die Intensiv-Partnerschaften mit Cisco und Genband im Bereich Kommunikation in der Cloud, die verbesserte Einbindung von Outlook in Connections, die Integration von Box als optionales Dokumentenmanagement aus der Cloud, das mit Box Relay in Kürze auch einen Dokumenten-Workflow, den IBM beigesteuert hat, anbieten wird.

Jetzt kamen nacheinander Chris Crummey, Laura Rodriguez und Ann Marie Darough mit Demos von Dingen, die heute bereits gehen oder in Beta laufen und als Ausblick auch zeigten, woran IBM zurzeit gerade arbeitet, auf die Bühne. Dabei war Connections 6.0, das noch in diesem Quartal kommen wird und wieder viele Vereinfachungen und Neuigkeiten beiden wird:  Vereinfachtes Onboarding zur Erhöhung der Adaption schon von Beginn an, ein überarbeitetes Layout für Communitys, das nun auch ganzseitige HTML -“Homepages” ermöglicht, Communitys als Template für neue Communitys, Files als “My Drive” mit erweiterten Sync-Möglichkeiten für Folder, der optionale Ephox Editor in der 2-er Version, der auch kognitive Elemente, wie den Watson Tone Analyzer mitbringt, eine vereinfachte Navigation in der mobilen App und, neben weiteren Dingen, als vielleicht das Wichtigste, die neue “Orientiere mich” Startseite, die ebenfalls kognitiv unterstützt aufzeigt, was individuell zugeschnitten Wichtiges passiert ist. Besonders erwähnt wurde auch die deutsche Partnererweiterung XCC von TimeToAct, mit der allein auf Basis von IBM Connections ein komplettes Social Intranet aufgebaut werden kann. Parallel dazu hat IBM begonnen unter dem Codenamen “Pink” Connections neu zu erfinden. Keine Angst, die bisherigen Services und insbesondere APIs bleiben erhalten, jedoch auf einer durchgängig aktualisierten, technisch äußerst modernen Open Source-orientierten Basis. Stichworte sind etwa MongoDB und Docker Container. Eine erste Version von Pink wird  früh in der zweiten Jahreshälfte kommen und dabei auf Connections 6.0 aufsetzen.

IBM Verse als modernstes und am einfachsten zu bedienendes Mail System am Markt wird sich auch weiter mausern: Das schon vom Notes Client bekannte LiveText wird auch in Verse kommen und damit die Verbindung aus Mail und Prozessen noch einfacher herstellen, Delegation von Kalender und E-Mail kommen sehr bald, der erst kürzlich live gegangene, neue Kalender wird weiter ausgebaut (was im Demo-Teil viel Applaus bekam), der Editor wird verbessert/erweitert, E-Mail Anhänge lassen sich zukünftig in alle auf dem System vorhandene Ablagesysteme einbinden und die in der mobilen App lassen sich bald auf mehr als 30 Tage synchronisieren (“unlimited”) – um nur einiges zu nennen. Im Ausblick wurde dann auch gezeigt, wie Watson Work Services zukünftig in der Mail als helfende Hand aktiv sein werden: Priorisieren was wichtig ist, Fragen, Entscheidungen und notwendige Aktionen erkennen und Handlungsoptionen aufzeigen werden feste Bestandteile von IBM Verse werden. An der Stelle sei nochmals erwähnt, dass es Verse ja in der Cloud, aber eben auch on Premises gibt.

In der IBM Watson Workspace Demo ging es im Wesentlichen um die Integration von prinzipiell beliebigen Backendsystemen in die Konversationen – auch von E-Mails aus Verse und Outlook. Wenn schon seit Jahren davon die Rede ist, dass E-Mail als Rückgrat des Arbeitsplatzes ausgedient hat, so kommt mit Watson Workspace und seiner Konversationsorientierung mit kognitiver Unterstützung etwas, das erstmals tatsächlich das Potenzial haben könnte, das zukünftige Rückgrat zu werden.

Die kontinuierliche Zukunft von Notes Domino und Sametime

Ich kann mich nicht erinnern, das in den letzten Jahren in der Connect Opening Session so oft und so viel über Notes Domino gesprochen wurde. Ed Brill machte das zu einem der zahlreichen Höhepunkte. Er betontet erneut das Commitment der IBM zu diesen wichtigen Bausteinen des Portfolios. Dazu gehört selbstverständlich eine fortlaufende Weiterentwicklung. Nicht zu vergessen sind an dieser Stelle die hohen Investments der IBM in  die Plattform mit IBM Verse als neue, Browser-Client Option für Domino, aber auch in ICAA (der Möglichkeit Anwendungen ohne Notes Client laufen zu lassen) und IMSMO (die Option Outlook als Client einzusetzen).

Domino Anwendungen haben in vielen Firmen – inklusive der IBM – eine Business-kritische Bedeutung. Durchaus zu Recht, weil es eine sehr beständige Plattform ist in der Lösungen einfach und schnell aufgebaut werden können.  Damit das so bleibt investiert IBM auch hier intensiv weiter. Domino wird eine Reihe neuer REST-APIs bekommen, u.a. in Richtung Directory, Subskription, Suche, usw. und auch die OpenNTF Lösungsplattform wird weiter ausgebaut werden. Gemeinsam mit Partnern werden Lösungen, wie Darwino, Aveedo (von der deutschen We4IT) und Sapho, als strategische Ansätze für die Modernisierung alter Domino Anwendungen weiter ausgebaut werden,  damit Investitionen in die Domino Plattform auch in modernsten Software-Lösungen (auch aus der Cloud) mitspielen können – ohne kostenträchtig neu geschrieben werden zu müssen.

Viel Neues also und vermutlich deutlich mehr als mancher Analyst vermutet hatte: Der konversationsorientierte, kognitiv unterstützte Arbeitsplatz der Zukunft wurde sichtbar. Wenn das nichts ist … Und nach den beiden Opening Sessions schien sogar mal die Sonne im ansonsten sehr verregneten San Francisco. Sie wusste schon warum.