Beiträge

Watson Career Coach – wie Mitarbeiter erfolgreich werden

Immer mehr Buzzwords im Rahmen der digitalen Transformation durchdringen sämtliche Organisationsformen. Egal, ob wir mit Geschäftsführungen oder bei Finanz, Marketing, Einkauf, IT sowieso oder nun auch bei HR innovative Themen diskutieren, alle sprechen von der dringend notwendigen digitalen Transformation, disruptiven Geschäftsmodellen, Big Data, Cloud, Analytics und jetzt auch kognitiven Anwendungen. Was aber ist damit wirklich gemeint?

Spannend ist in jedem Fall, dass wir nicht mehr über das WARUM und WESHALB sprechen, sondern nun vermehrt das WIE, WANN und mit WEM diskutieren. Außerdem ist auch allen klar, dass diese Maßnahmen und Projekte keine reinen IT Projekte sind, sondern, dass sich das gesamte Unternehmen neu ausrichten muss. Die längst bekannten Beispiele von AirBnB, Uber, Amazon & Alibaba, Flixbus & Co möchte ich hier nicht weiter vertiefen. Ein Punkt  ist mir jedoch sehr wichtig, der für die weitere Diskussion als gemeinsames Verständnis entscheidend ist: Wenn wir von kognitiven Anwendungen sprechen, so sind dabei vier Eigenschaften aus unserer Sicht zwingend notwendig.

  1.  Eine kognitive Anwendung kann quasi unbegrenzt schnell beliebig viele Daten lesen und
  2. verstehen, bzw. interpretieren. Das heißt, dass strukturierte und unstrukturierte Daten wie Texte, Tabellen, Bilder, Sprache, Videos, etc. von diesen Systemen “verstanden” werden, wie wir diese Informationen auch als Mensch verstehen und interpretieren können. Als weitere wesentliche Eigenschaft kommt nun hinzu, dass diese kognitiven Anwendungen Empfehlungen und Vorhersagen liefern, die
  3. in der Interaktion mit Experten bewertet werden und
  4. die Anwendung dadurch “dazulernt”. Basierend auf diesen Interaktionen mit Experten wird die Anwendung trainiert und immer präziser – das sogenannte “Machine Learning” findet statt.

Um nun auf Basis dieses gemeinsamen Verständnisses einige Anwendungen zu erläutern, möchte ich heute mit dem IBM Watson Career Coach beginnen. Diese kognitive Anwendung im Bereich des Talent Managements unterstützt die Mitarbeiter durch die Empfehlung von auf die Person angepassten, individuellen Karrieremöglichkeiten. IBM Watson Career Coach zeigt Entwicklungsmöglichkeiten auf, die auf die Ziele, Wünsche und das Fachwissen abgestimmt sind. Dabei navigiert der Mitarbeiter durch verschiedene Optionen vergleichbar eines Navigationssystems im Straßenverkehr, um durch Lern- und Entwicklungsmaßnahmen oder konkrete, offenen Stellen seinem nächsten Karriereziel näher zu kommen. Die verwendeten Daten kommen aus unterschiedlichen bestehenden HR-Systemen und werden durch den IBM Watson Career Coach zur Vorhersage genutzt.

Wir bei IBM haben den Watson Career Coach nun schon bei über 30.000 Mitarbeitern ausgerollt und sehr positives Feedback bekommen. Erste weitere Unternehmen pilotieren den Career Coach nun auch schon.

Tatsächlich hilft einem dieses neue Tool neue Aspekte zur persönlichen Karriereplanung zu entdecken. Das kann Wert haben für einen selbst, aber definitiv auch für das Unternehmen, weil Mitarbeiter, die am richtigen Platz arbeiten, die besten Mitarbeiter sind.

Ihr Tom Zeizel
Business Unit Executive IBM Collaboration & Talent Solutions D-A-CH

World of Watson vor der Tür – Virtuelle Messe Einfacher Online Arbeiten – Zukunft Personal & DGFP//lab

Was liegt in den kommenden Tagen und Wochen an? Hier die Highlights aus Sicht der IBM:

  • In dieser Woche nehmen wir zwischen dem 18. und 20. Oktober an der grössten HR-Messe, der Zukunft Personal in Köln teil. Dort sind wir beim HR Roundtable täglich mit Vorträgen vertreten. Dies ist auch unser IBM Anlaufpunkt auf der Messe. Außerdem präsentieren wir am 20. November um 14 Uhr in der Bloggerlounge den Kollegen Watson.
  • Ein Meilenstein für IBM Collaboration Solutions und unsere Kenexa-Angebote für Personaler stellt die World of Watson dar, die zwischen dem 24. und 27. Oktober in Las Vegas stattfindet. Die Ohren aufhalten! Es wird viele aufregende Neuigkeiten gerade auch von uns geben. Keynotes werden live über IBMGo übertragen. Besonders möchten wir auf  The Future of Work with Watson: Build Tomorrow’s Workplace Today with the Magic of Cognitive  mit Inhi Cho Su aufmerksam machen. Leider ist dieser Vortrag in der Nacht unserer Zeit, Mittwoch morgen um 1 Uhr unserer Zeit.
  • Am 8. und 9. November 2016 probieren wir ein neues Format aus und nehmen an der virtuellen Messe zum Thema „Einfach online Arbeiten“ #EOA16 teil. Auf virtuellen Messeständen, in Fachvorträgen,und Paneldiskussionen geht es um Online Kommunikation und Kollaboration. Wir sind unter anderem vertreten mit “Müller arbeitet anders” und Benedikt Müller sowie Lars Thielker, der das Project Toscana der IBM vorstellt. Unsere Business Unit Leiter Dr. Thomas Zeizel sitzt zusammen mit dem wordgewandten Analysten Axel Oppermann und dem DNUG Vorstand Jörg Rafflenbeul auf einem Panel, wo er insbesondere die Neuigkeiten der World auf Watson vorstellen und kommentieren wird. Weitere Informationen zur Messe und der Registrierung finden Sie hier.
  • Wenn Sie als Personaler IBM Watson einmal live erleben wollen, können Sie an den DGFP//lab – IBM Watson Workshops teilnehmen. Diese finden am 21. und 22. November 2016 statt. In einigen Bereichen findet Watson schon Einsatz. Erfahren Sie, wie „Er“ in der Zukunft auch im Personalwesen unterstützen kann.

Big Data Analytics und HR – Kann das gut gehen?

Big Data, Analytics, BI Strategy, Predictive, Digital Transformation … – Bingo!

Seit geraumer Zeit sprießen im Zuge unzähliger Innovationen zig Buzzwords aus dem Boden – wer soll da noch verstehen, was es mit Big Data, Analytics und sonstigen Business Intelligence (BI) Themen tatsächlich auf sich hat? Muss ich in meinem HR Bereich überhaupt damit rechnen, dass dieses Big Data Analytics Phänomen auf mich zu kommt und meine klassische, ausgefuchste BI ersetzt? Dass 80% aller Daten unstrukturiert vorliegen hat man vielleicht schon mal gehört, aber…

Okay, werden Sie sagen – in ferner Zukunft, wenn die Big Data Wetterfront im HR Umfeld irgendwann mal einschlägt, dann kann ich mir über das Thema Gedanken machen. Es ist ja nicht einmal sicher, ob der Personalbereich überhaupt damit konfrontiert wird – woher sollten diese Daten denn bitte kommen?

Wird HR in Zukunft mit Big Data überhaupt konfrontiert werden?

Ja! Und zwar nicht erst in Zukunft, sondern jetzt, heute, in diesem Moment schon – während Ihr nächstes potentielles Top-Talent auf Twitter einen Post mit Überlegungen zur Jobsuche veröffentlicht. Oder die nächste elektronische Bewerbung einflattert, welche vielleicht heute noch händisch analysiert wird, aber eigentlich automatisch ausgewertet werden könnte und zeitgleich eine komplette Bewerberanalyse unter Einbezug von Social Media Daten, Sentimentanalyse und Abgleich mit Assessment Daten ein vollumfängliches Talent-Profil mit Informationen über die Persönlichkeit von Bewerbern ausgeben könnte.

Die relevanten Daten sind längst da! Jetzt hängt es nur noch davon ab, was HR aus diesen Daten macht.

Neben der Analyse einzelner Kandidaten im Recruitment ist viel mehr möglich – von Personality Analytics eines Einzelnen bis hin zur gesamten Workforce Analytics der vollen Belegschaft.

sunburst_personality

Was ist heute bereits mit Big Data Analytics im Human Resources Bereich möglich?

Bereits heute können folgende Daten zur starken Analyse des HR Big Data genutzt werden:

Talent Acquisition – Bewerberdaten, egal ob Bewerbungen, Assessment-Tests oder weitere Daten können umfassend analysiert werden um die besten potentiellen Talente identifizieren zu können.

Talent Management – Bestehende Mitarbeiterdaten in jeglicher Form aus internen und externen Daten können herangezogen werden, um die gesamte Leistungserbringung und den Einsatz der Workforce zu optimieren.

Social – Interne und externe soziale Medien-Daten, wie Blogeinträge, Forenkommentare, Diskussionen, Posts, Videos, Texte und vieles mehr können verwendet werden, um gezielte Analysen durchführen zu können.

Learning – Der Talent-Entwicklungsstand des gesamten Unternehmens bis in tiefste Details kann entlang der Learning Daten von klassischen Schulungen und E-Learning und anderen Formen on-the-fly analysiert werden.

Surveys – Um neben dem Wissen über die Mitarbeiter auch das Meinungsbild oder Umfragen zu innovativen oder neuen Themen des Unternehmens selbst zu erlangen, können Mitarbeiterbefragungsdaten in großen Massen analysiert und ausgewertet werden.

Talent Analytics – Unter Talent Analytics werden als Oberbegriff jegliche Initiativen zur Auswertung von HR Big Data subsummiert. Dabei geht das Spektrum vom Personality Insight eines Einzelnen bis zur Workforce Analytics der Gesamtheit der bestehenden und potentiellen Mitarbeiter im Unternehmen. Moderne Tools sind in der Lage, auf schnellem Weg, durch lediglich Eingabe einer Frage à-la-Suchmaschine, Ergebnisse komplexer statistischer Analysen grafisch und begründet zu visualisieren.

Passt die Massendatenanalyse „Big Data Analytics“ überhaupt in den traditionellen Personalbereich?

Definitiv! Wichtig ist, dass HR wieder zum Taktgeber in der Unternehmensführung wird. Das Personal als ausführender Arbeitsfaktor ist das entscheidende Glied in der Leistungserbringung eines Unternehmens! Daher ist es von außerordentlicher Wichtigkeit, die vorhanden Daten, die bisher nur schleppend, stückweise und in minimalem Umfang analysiert werden, zur faktbasierten Entscheidungsfindung zu nutzen!

Wichtig ist aber auch ein kultureller Wandel im Unternehmen. Der Mitarbeiter muss die Angst verlieren, als gläserner Mensch durchweg analysiert zu werden. Dies kann nur passieren, wenn das gesamte Unternehmen diesen Kulturwandel durchlebt und unterstützt. Durch ein klares und transparentes Commitment – bis hoch zur Geschäftsführung – ist es möglich, diesen Kulturwandel, weg von einer klassischen Ellenbogengesellschaft (in der sich jedes ketzerische Detail via Buschfunk in Stunden rumspricht) im Zuge der Digitalen Transformation hin zu einem offenen, transparenten und zugleich sozialen Unternehmen, durchzuführen. Durch gezielte Schulungen, Trainings und Hilfestellungen sollte bei den Mitarbeitern die notwendige Akzeptanz geschaffen werden. Jeder, der sich in einem gut funktionierenden, automatischen Netzwerk selbst präsentieren kann und seine Daten dabei helfen, sich selbst weiterzuentwickeln und dabei die persönlichen sowie unternehmerischen Ziele zugleich erfüllt werden können – das ist doch der Traum jedes Mitarbeiters.

Wie erfahre ich mehr zu einer stingenten Big Data Analytics HR Strategie und wie kann ich meinen HR Bereich wieder zum strategischen Treiber statt Getriebenem machen?

Eine Möglichkeit zum Austausch mit Gleichgesinnten und der taktischen Untermalung eines Orchesters aus HR Experten wird Ihnen zum Beispiel auf dem IBM HR Festival im Rahmen der re:publica in Berlin geboten. Zögern Sie nicht in die offene Diskussion mit den Experten zu gehen – schauen Sie über den Tellerrand und melden Sie sich direkt für den 03. Mai in Berlin an:

http://www-05.ibm.com/de/hr2016/

Hier spielt die Musik für Personaler: IBM HR Festival am 3. Mai im Rahmen der republica 2016

Gerade ist die vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales die Studie “Wertewelten Arbeiten 4.0” vorgestellt worden, die Wünsche und Ansprüche von Erwerbspersonen in Deutschland an die Arbeitswelt von heute und morgen aufzeigt. Die Studie legt dar, dass wir nicht länger die mehr oder weniger homogene “Wertewelt” der 60er oder 70er Jahre haben, sondern verschiedene klar voneinander abgrenzbare „Wertewelten“ nebeneinander existieren.

Die Wünsche und Anforderungen bewegen sich demzufolge zwischen gewünschter Regulierung mit Schutz durch den Staat und dem Wunsch auf Selbstbestimmung und dem Vertrauen auf eigene Fähigkeiten sowie dem Sinn in der Arbeit und einer individuell aus­zugestaltenden Balance zwischen Arbeit und Privatleben. Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles stellt fest:

Was die Bürger von ihrer Arbeit wollen, ist höchst individuell. Wir brauchen einen neuen Flexibilitätskompromiss in der Tradition der Sozialen Marktwirtschaft, der neue Sicherheiten mit mehr Flexibilität für Betriebe und Beschäftigte zusammenbringt. Dabei will ich mittelfristig eine lebensphasenorientiere Wahlarbeitszeit schaffen und die Qualifizierung der Beschäftigten massiv ausbauen.

Source: BMAS – Pressemitteilungen – “Arbeiten 4.0 erfordert einen neuen Flexibilitätskompromiss”

Arbeiten 4.0 wird auch Thema des IBM HR Festivals sein, das IBM am 3. Mai als Subkonferenz der re:publica 2016 veranstaltet. Auf dem Event werden verschiedene aktuelle Themen behandelt, die Personaler bewegen: Uta Menges und Ines Wichert von IBM sprechen u.a. mit Felicitas Lichtenberg von Vodafone über Diversity. Julia Altenburg von Lufthansa stellt den Einsatz von HR Analytics bei Lufthansa vot. Von der Deutschen Bahn kommt Dr. Ursula Schütze-Kreilkamp, die über “Think Digital” bei der Führung digitaler Teams berichtet.

Die verschiedenen Aspekte von Arbeiten 4.0 behandeln Katharina Heuer von der Deutschen Gesellschaft für Personalführung (DGFP) und HR Impulsgeber Professor Dr. Benedikt Hackl, die wir dann auch zu einer Podiumsdiskussion mit Ole Wintermann von der Bertelsmann Stiftung und Vanessa de Zeeuw, HR Transformation Leader Europe bei IBM einladen. Vanessa stellt auch die neue IBM CHRO Studie vor.

Eröffnet wird der Tag auf ganz besondere Weise: Miha Pogacnik, Violinist und Querdenker führt mit seinem Orchester in musikalische Prozesse als Richtschnur für das Handeln im Team und für neue Perspektiven in der digitalen Welt des Arbeitens ein. Und die Teilnehmer des Festivals erleben inmitten eines Orchesters die Resonanz-Methode und die Rolle von Führung im digitalen Zeitalter. Dies wird bestimmt ein ganz besonderes Erlebnis.

Und den Abschlussvortrag hält dann Thomas Sattelberger, Ex-CHRO der Deutschen Telekom, Publizist und Politikberater. Schon sein Vortragstitel Einstürzende Altbauten- Transformation von und mit HR wagen lässt pointierte Thesen vermuten, die dann bei einem Come Together weiter diskutiert werden können.

Wir basteln noch an weiteren Überraschungen für das Festival. Dazu zu gegebener Zeit mehr. Bewusst haben wir das Festival für HR Verantwortliche auf den zweiten Tag der re:publica gelegt, damit die Personaler auch die Chance haben, eines der weltweit wichtigsten Events zu den Themen der digitalen Gesellschaft zu besuchen und sich dort mit der digitalen Avantgarde und den Toptalenten auszutauschen. Ich freue mich auf jeden Fall schon jetzt auf die sicherlich ganz besondere Veranstaltung für Personaler und darauf, wieder viele Bekannte auf der re:publica zu treffen, wo wir als IBM auch wieder mit einem Stand vertreten sein werden.
IBM_HR_Festival_Banner

Bitte beachten Sie, dass das IBM HR Festival primär für Personalverantwortliche und Vordenker im Bereich HR gedacht ist und deren Anmeldungen auf Grund der Platzverhältnisse priorisiert werden. Andere Registrierungen kommen erst einmal auf eine Warteliste. Sollten dann noch Plätze frei sein, so können dann Interessenten von der Warteliste nachrücken. Hier geht es zur Anmeldung.

Stefan Pfeiffer

Wie machen Sie Ihre Inhalte fit für OnDemand Learning Szenarien in Social Collaboration Umgebungen?

Der Einzug von Social Collaboration Plattformen in Unternehmen stellt sich zunehmend als „disruptive“ für lange gehegte und fest etablierte Strukturen des Corporate Learning heraus. Standen in der Vergangenheit überwiegend formell strukturierte und zentral verwaltete Trainingsmethoden, wie Präsenzseminare, eLearnings und Blended Learnings im Fokus, so kristallisieren sich mittlerweile agile und soziale On-Demand Lernformen als so attraktiv heraus, dass mancherorts bereits ganze Schulungsabteilungen samt all ihrer Maßnahmen als Relikte der Vergangenheit in Frage gestellt werden.

Und das nicht ganz ohne Grund, denn noch immer werden bis zu 90% des benötigten operativen Wissens auf informelle Weise, vorbei an jeglichen Initiativen der Schulungs- und Personalentwicklungsabteilungen, erworben.

Social Collaboration Lösungen bieten die Antwort:

Social Collabaration Lösungen wie IBM Connections erlauben Mitarbeitern ihr Wissen in nie da gewesener Weise auch Zeitzonen- und Kontinente-übergreifend zu teilen und von der Expertise der Kollegen weltweit zu profitieren.

Hier liegt aber auch die Chance für die traditionellen Schulungsabteilungen ihre Relevanz für die Zukunft zu sichern. Firmeninterne Social Networks und Kollaborationsräume werden zumehmend zu den primären Anlaufstellen bei der Suche nach Wissensressourcen. Gesucht werden also durchaus nicht nur nur Kollegen und Fachexperten, sondern auch mediale Ressourcen. Diese sind oft bereits in den Portfolios der Corporate Training Fuktionen vorhanden. Für viele Mitarbeiter ist es allerdings nicht mehr erklärlich, warum dann für den Zugriff auf bereits existierende Lernmaterialien, wie eLearning Module oder Trainingshandbücher, ein Wechsel in ein anderes System – nämlich das Unternehmens-LMS (Learning Management System) notwendig sein soll.

Selbst wenn das LMS über ein Single-Sign-On Verfahren in das Unternehmensnetzwerk integriert wurde, bietet dieses selten das, was Mitarbeiter bei Ihrer Suche nach prägnanten und konkreten Lösungen für ihre Businessprobleme suchen.

Ein LMS baut unnötige Barrieren zwischen Lerner und Inhalt auf.

Aus der Tradition eines Event-basierten Schulungsparadigmas folgen Learning Management Systeme weitestgehend dem Akademiemodell. Verfügbare Kurse werden entweder über einen Katalog angeboten und können vom Lerner gebucht werden – was in der Regel einen Freigabeworkflow anstößt – oder Sie werden durch einen Manager bzw. Trainingsadministrator zugewiesen und müssen innerhalb einer vorgesehenen Zeitspanne durchgeführt werden. Bei den angebotenen Kursen handelt es sich typischerweise um Präsenzseminare oder umfangreiche eLearning Kurse, die in mehreren Stunden Lernzeit oft ein ganzes Themenfeld abdecken und zu einer zertifzierbaren Qualifikation führen.

Zeitgemäße Lösungen sehen anders aus: sozial, mobil und dynamisch.

Lernende, die aus einem Social Network heraus nach Inhalten suchen, haben jedoch einen gänzlich anderen Fokus. Sie möchten rasch zum Ziel kommen und genau denjeningen Inhalt abrufen, der für Sie im jeweiligen beruflichen Kontext relevant ist. Ist das realistisch?

Werden einerseits im LMS abgelegte umfangreiche curricular aufgebaute eLearning Kurse mit didaktischen Finessen wie Motivationssequenzen und Moderationscharacteren versehen, um Lerner über die gesamte Laufzeit bei Laune zu halten, möchte andererseits ein Wissensarbeiter, der über eine Suchfunktion nach Antworten auf seine brennenden Fragen sucht, rasch zum Kern der Inhalte vorstoßen. Micro Learning werden hierfür geeignete Lernsequenzen genannt, die in wenigen Minuten einen einzelnen Sachverhalt konkret und praxiorientiert erklären. Lerninhalte die zum agilen On-Demand Lernen über eine soziale Plattform geblogged, geshared und geliked werden, müssen selbstverständlich – wie die Plattform selbst – auf allen Endgeräten verfügbar sein.

Es wird schnell klar, dass es nicht damit getan ist, ein bestehendes eLearning Modul einfach aus einer Kollaborationsplattform heraus zu verlinken oder dort als Dateiressource abzulegen. (Was oft schon an der Tatsache scheitert, dass diese Kurse eine eigene Playertechnologie benötigen, die von den wenigsten Social Collaboration Plattformen unterstützt wird.)

On-Demand Learning als neues Paradigma: die Inhalte müssen anders aufgebaut sein.

Um die neuen Anforderungen des bedarfsgerechten Lernens am Arbeitsplatz bedienen zu können, müssen bestehende Lerninhalte also neu aufbereitet werden. Gleichbedeutend mit der Vermittlung von handlungsorientiertem Lernstoff sind auch Wissenschecks und Skilltests zu sehen, denn oft weiß ein Mitarbeiter, der sich einer neuen Aufgabe zuwendet, noch nicht genau, welche Kompetenz er schon hat bzw. welche noch zu erwerben ist. In einer Community kann er sich orientieren und dazu Feedback von Kollegen erhalten. Um kostbare Zeit zu sparen und sicherzustellen, dass Lernaktivitäten auch wirklich relevant sind, sollte es aber auch möglich sein, rasch den persönlichen Ist-Stand zu erfassen und automatisiert Empfehlungen für die angemessenen Inhalte zu erhalten.

Angemessene On-Demand Lern- und Assessmentinhalte sind von daher:

  • durchsuchbar
  • hochmodular
  • aufgabenorientiert
  • plattformunabhängig
  • aktuell
  • interaktiv
  • kontextbezogen
  • personalisiert

Dies erfordert sowohl neue didaktische als auch technische Konzepte.

Hier zeigen sich leider auch die Grenzen der bisher weit verbreiteten und beliebten Autorentools, die zur Erstellung von eLearning Kursen und online Tests im eigenen Hause genutzt werden können. Denn nun sieht man sich häufig mit der Herausforderung konfrontiert, Kleinstbausteine aus bestehenden Kursen herauszugreifen und diese verschlagwortet als Minilerneinheiten in Lerncommunities – und jobspezifischen Wissenswelten jenseits des Corporate LMS – einzubauen.

Sind Inhalte allerdings einmal als dateibasierte monolithische Kurse erstellt und verpackt worden, so ist eine spätere Granularisierung mit hohem manuellem Aufwand verbunden. Eine Migration in mobile Technologien bedeutet oft sogar eine komplette Neuentwicklung. In jedem Falle aber wird es wahrscheinlich zu einer redundanten Duplizierung von inhaltlich gleichen Ressourcen kommen, die lediglich für unterschiedliche Lernkontexte aufbereitet worden sind.

Learning Content Management Systeme liefern granulare, flexible und dynamische Inhalte.

So gewinnen sog. Learning Content Management Systeme immer mehr an Bedeutung. Denn diese folgen einer anderen Philosophie. Inhalte werden von Anfang an aus granularen eigenständigen Objekten, die in einer Datenbank liegen, aufgebaut und können dann wie in einem Baukasten rasch immer wieder neu zu bedarfsgerechten neuen Modulen zusammengesetzt werden. Fügt man systematische Metadatenkonzepte hinzu, lässt sich die Bereitstellung von kontextgerechten, personalisierten Lerneinheiten sogar weitestgehend automatisieren. Ausgeliefert werden die Inhalte dann je nach dem jeweiligen Lernsetting wahlweise als eLearning, mobiles Snacklearning, als in soziale Kontexte eingebettetes Mirco-Learning oder gar als ausdruckbare Schulungsmaterialien.

Auch wird aufgrund des heute omnipräsenten hohen Veränderungsdrucks die Hohheit über die fachlichen Inhalte solcher Micro-Learning Angebote zunehmend in die Hände von Fachexperten in der Line of Business wandern. Auch hier können Learning Content Management Systeme angemessene Governancen etablieren und über entsprechende kollaborative Tools die Qualität der Prozesse und Inhalte sichern.

Es wird klar, dass Corporate Learning Lösungen in Zukunft über ein breiteres Spektrum von Technologien verfügen werden als dies heute oft noch der Fall ist.

Somit ist viel Bewegung in die lange Zeit statisch gewesene Lernbranche gekommen. Zeit für viele Unternehmen, den Status Quo zu überprüfen und sich für zukünftige Herausforderungen zu rüsten!

Interesse an HR Themen? Hier eine Übersicht, was IBM zum Thema auf der CeBIT zeigt und vorträgt

Alle, die an HR Themen interessiert sind – nachfolgend eine Übersicht zu IBM Smarter Workforce Vorträgen auf der CeBIT

In Halle 5, Stand B.26 stellt sich der HR-RoundTable vor

Kommuniziert wird auf allen Ebenen zwischen verschiedensten Abteilungen. Der HR-RoundTable hilft dabei, sich optimal zu informieren und sich auszutauschen. Nach den Vorträgen ist deshalb immer noch ausreichend Zeit eingeplant, um sich zu vernetzen.

IBM Vorträge – täglich von 14 – 14.45 Uhr mit anschließendem „Meet the IBM HR Expert“:

1. Norbert Janzen, IBM Geschäftsführer und Arbeitsdirektor HR, IBM Deutschland
Key-Note-Vortrag am Montag von 14 – 14.45 Uhr
Titel: “Lösungen zu Arbeiten 4.0 werden von Mitarbeitern erwartet – wie gestaltet IBM diesen Wandel”
Ankündigung im Magazin von Hrn. Franz Langecker

2. Karin Fuhry, IBM HR Learning Expertin
Vortrag am Dienstag von 14 – 14.45 Uhr
Titel: “Agiles, soziales Lernen im Unternehmen”

3. Sven Semet, IBM HR Thought Leader
Vortrag am Mittwoch von 14 – 14.45 Uhr
Titel: “Engagement der Mitarbeiter schafft Wettbewerbsvorteile”

4. Alexandra Hartung, IBM HR Recruitment Expertin
Vortrag am Donnerstag von 14 – 14.45 Uhr
Titel: “Recruitment ist Marketing – die besten Talent gewinnen”

5. Roger Haenggi, IBM HR Analytics Experte
Vortrag am Freitag von 14 – 14.45 Uhr
Titel: ” IBM Talent Insights – ein Traum wird Wirklichkeit! – HR Analytics powered by IBM Watson”

HR Themen sind auch auf der Agenda des Minitheaters am IBM Stand, Halle 2 – Engagement Zone

Täglich um 9:30 Uhr: Workforce Insights at your fingertips. Nie mehr ohne Watson! – Live Demo mit Karin Fuhry und Roger Haenggi
Täglich um 12:30 Uhr – Wiederholung der oben gelisteten Vorträge des HR Roundtables im Minitheater

Last but not least in Halle 4 auf der Enterprise Digital Arena

Am Donnerstag, 17.3.16 diskutieren Sven Semet, IBM und Jens Osthues, Materna über HR & Sales als Treiber für den digitalen Wandel

(Beate Werlin)