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Preview: IBM Domino Community Server für Testzwecke kostenfrei

IBM hat heute angekündigt den IBM Domino Community Server für Nicht-Produktion mit einer „nonwarranted License Option“ über die IBM developerWorks Website kostenfrei zur Verfügung stellen zu wollen. Das Angebot zielt darauf Studenten, Entwicklern und Anwendungsanbietern die Möglichkeit zu geben ihre IBM Domino Anwendungen im lizenzkostenfreien nicht-Produktionsumfeld testen zu können.

Domino ist seit vielen Jahre eine der erfolgreichsten, zuverlässigsten, sicheren und kostengünstigsten Anwendungsentwicklungsumgebungen für Rapid Application Development und wird von IBM mit fortlaufenden Investitionen als Plattform immer aktuell gehalten. Ein sehr aktuelles Beispiel dafür ist der mit dem FeaturePack 10 zum Jahresumbruch geplante Einstieg in eine „Docker“-isierung, also der Unterstützung von Domino in Docker Containern.

Geliefert: Notes Domino Feature Pack 9 ist da

Das zweite Feature Pack für IBM Notes Domino in 2017 ist jetzt zum Download verfügbar – und zu Jahresende ist das nächste geplant. Neben zahlreichen Fixes gibt es natürlich auch neue Funktionen.

Neu für den Notes 9.0.1 Client sind u.a.:

  • Möglichkeit Regeln auch auf bestehende E-Mails anzuwenden
  • Die Typeahead-Suche für Namen funktioniert jetzt auch für das in Europa üblichere Nachname/Vorname Muster und führt zu gleichen Ergebnissen wie Vorname/Nachname
  • Automatisches Refresh für delegierte E-Mail Files – wichtig für Assistenten
  • Die Darstellung auf hochauflösenden Bildschirmen wurde verbessert
  • Unterstützung des Recalls von E-Mails, die aus der Stationary Funktion versandt wurden. Dies erfordert ein Upgrade des Mail Templates auf Mail9.ntf, das mit diesem Feature Pack gekommen ist.

Und neu in Domino sind u.a.:

  • NIF: Aktualisierungen & in-line View Update Verbesserungen
  • Domino Policy um das Weiterleiten von E-Mails an Internetadressen zu unterbinden
  • Unterstützung von RFC 2231 – dieser RFC ist heute der Standard zum spezifizieren von nicht-ASCII Headern. Er wurde eigentlich schon vor 15 eingeführt, doch zunächst und über viele Jahre nur wenig eingesetzt. Heute ist er aber der Standard für viele Mail Clients, wie etwa Thunderbird.
  • Die  „Agent Manager’s eligible Queue“ kann jetzt vom niedrigsten, möglichen Wert 100 auf 255 als maximal möglichen Wert erhöht werden (Das war ein Enhancement Request zahlreicher Kunden
  • Datenbanken und Views, die für Transaction Logging freigeschaltet sind, können jetzt schneller geöffnet werden. Das erfordert die On Disk Structure ODS 52 oder höher
  • Auch auf IBM i Systemen ist die default Java Version nun die 1.8

Alle Details hierzu finden sich in der IBM Notes/Domino 9.0.1 Feature Pack 9 (Zircon) Release Notice

Die Download-Informationen sind hier zu finden.

PS.: Um das Jahresende herum ist mit dem FeaturePack 10 (Codename: Mystic Topaz) zu rechnen. Schon hierin werden auf Kundenwunsch hin – es war eigentlich erst für 2018 angedacht – die ersten Schritte in Richtung „Dockeresierung“ erfolgen. Docker wird dann eine weitere, strategische Plattform für die Zukunft von Domino werden. Domino wird dann wieder einmal mit der Entwicklung von anderen, modernen Softwarelösungen, wie z.B. IBM Connections Pink, ganz vorne mitspielen. Das ist mehr als Investitionsschutz. Das ist Zukunft.

Und noch ein Link: Ein weiterführender Blogbeitrag von Ulrich Krause zu Domino und Docker

 

Die neue iOS Verse App 9.4

Die neue IBM Verse App für iOS ist seit heute im App Store und ermöglicht ein deutlich verbessertes Bearbeiten von E-Mails, Kalenderinformation, Kontakten, usw. Nach zahlreichen Kommentaren von Kunden zur alten App hatten wir uns vor grob einem Jahr entschlossen die iOS App komplett zu überarbeiten. Wie bei allen Infrastrukturprojekten ist das immer eine große Herausforderung. Es ging dabei i.W. um drei Komponenten:

  1. Den Persistence Layer – der alte Datenbank-Code wurde durch Apples Core Data Framework ersetzt, was sich sehr positiv auf Performance und Skalierbarkeit auswirkt. Damit ist es jetzt z.B. auch möglich ALLE e-Mail- und Kalendereinträge zu synchronisieren – wenn man denn möchte. Das können weder Outlook noch Gmail.
  2. Den Synchronisations- und Netzwerk-Layer – Bisher gab es die Situation, dass angezeigt wurde, dass man neue e-Mails hätte. Ging man dann auf die App, musste man erst einmal warten, bis die Synchronisation abgeschlossen war, was durchaus dauern konnte. Jetzt wird erst synchronisiert und dann angezeigt, sodass die Mail da ist, wenn das Ikon auf neue Mails hinweist.
  3. Den Präsentations-Layer – Die meisten Ansichten wurden neu entwickelt, um schnelleres Scrollen  (Inbox, Kontakte), Navigation und Swiping (Kalender) zu ermöglichen.

Auf dieser neuen Technologiebasis ist es zukünftig sehr viel einfacher, neue Funktionen und Erweiterungen hinzuzufügen. Einige sind in dieser „Erstversion“ schon drin. Im Folgenden die wichtigsten Beispiele:

Eine wichtige Änderung für unsere Cloud-Nutzer ist, das man nun standardmäßig für alle Mails Benachrichtigungen bekommt und nicht nur, wie in der Vergangenheit, bei Mails von „wichtigen“ Kontakten.

Oft gewünscht war auch die Möglichkeit Kontakte sowohl nach Vorname/Nachname oder auch Nachname/Vorname zu sortieren und die Kontakte direkt mit einem Klick per Facetime oder SMS zu kontaktieren.

Wer die neue Verse iOS 9.4 zu nutzen beginnt, wird neue Kalenderfunktionen bemerken. Zum einen kann man jetzt viel schneller über ein Drop-Down Menu zwischen Tagen, Wochen und Jahren navigieren. iPad Nutzer werden die neue Kalender-Inbox auf der linken Seite zu schätzen. Sucht man sich dort eine Einladung aus, wird diese rechts in der Übersicht auch entsprechend angezeigt. Und wählt man aus der Übersicht einen Eintrag, werden die Details links angezeigt – wie in diesem Screenshot:

IBM Verse bietet auch weiterhin den in der Industrie höchsten Sicherheitsstandard mit Verschlüsselung und Signatur, sowie der Garantie, dass Firmendaten niemals über 3rd Party Server laufen. Wenn beispielsweise eine neue E-Mail ankommt, so triggert das eine Benachrichtigung über das Apple Push Notification System (APNS). Die Benachrichtigung beinhaltet aber keine Unternehmensdaten und sie erscheinen auch nicht als Pop-up auf dem Gerät.  Wenn das Gerät so eine Hintergrundbenachrichtigung erhält, löst es einen Synchronisationsvorgang mit dem Traveler Server (on-premises) oder IBM’s Cloud Traveler Server (Cloud Kunden) aus. Die Mail wird heruntergeladen und eine lokale Benachrichtigung über das Vorhandensein der neuen e-Mail ausgelöst. Sie beinhaltet die Betreff-Zeile der Nachricht, aber diese Information kommen direkt vom eigenen Gerät und ist nicht über fremde Server gelaufen. Darüber hinaus verbessert Verse die Sicherheit mittels aktivem Content Filtering der HTML Messages. Jedwede Javascript-Inhalte in der Mail werden herausgefiltert, um vor Vireninfektionen u.ä. zu schützen.

Auch das Rendern von HTML in E-Mail, insbesondere mit Bildern, wurde deutlich beschleunigt.

Ein sehr wichtiger, neuer Baustein ist die Unterstützung des AppConfig Industriestandards. AppConfig stellt eine Anwendungskonfiguration dar, die die Möglichkeiten des iOS Betriebssystems zum Device Management nutzt. Durch die Unterstützung von AppConfig arbeitet die Verse iOS App nun zusätzlich zu den bisherigen Enterprise Mobile Device Management Systemen, wie MaaS360, MobileIron und Citrix mit einer Vielzahl weiterer Anbieter zusammen, wie u.a. AirWatch. (Zu diesem Thema wird in kürze ein weiterer Artikel in dieser Serie erscheinen)

PS.: Noch ein Tipp: Es gibt Konstellationen auf den Geräten, in denen sich der Update verhakeln kann. Deshalb vorsichtshalber die alte App zunächst löschen und dann die neue vom AppStore installieren.

Neue Verse iOS App kommt in Kürze

Es war etwas ruhig geworden um die IBM Verse iOS App. Das hatte seinen guten Grund: Sie ist komplett überarbeitet und auf neuste Technologien umgestellt worden. Als Endbenutzer merkt man das zunächst an einer wesentlich schnelleren Performance. Der Release Kandidat ist noch bei den Beta Testern, dürfte aber in den nächsten Tagen auch als offizielle Version im AppStore erscheinen.
Die neue technische Basisplattform ist Vorbedingung gewesen für alle neuen Funktionen, die jetzt rasch aufeinander folgend kommen werden.

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Alle Details zur Zukunft von Verse Notes Domino auf der DNUG 2017

Es gibt leider immer wieder verwirrende Fake-News zur Zukunft von IBM Notes Domino – und natürlich auch IBM Verse als Mail Client Option. Wer die Fakten der doch eher blühenden Zukunft aus erster Hand haben möchte, sollte zur DNUG 2017 Konferenz am 31.5./1.6.2017 nach Berlin kommen. Dort wird der verantwortliche Produktmanager Barry Rosen zusammen mit seinen europäischen Kollegen Uffe Soerenson auf alle Details eingehen und auch für Fragen zur Verfügung stehen.

Zu ihren Themen gehören u.a.

  • die aktualisierten, sehr viel schnelleren Verse Apps für Android (schon verfügbar) und iOS (kommt in Kürze)
  • das sehr viel performantere Verse on prem 1.0.1 (auch verfügbar) und die weitere Roadmap mit Sametime Integration, Kalender Delegation, Erweiterungs-APIs, weiter verbesserter Suche und vieles mehr
  • das in Q3 anstehende FeaturePack 9 für Verse, Notes und Domino, sowie den weiteren Ausblick
  • der Ausbau von Domino mit REST ASPIs als moderne Entwicklungsumgebung auch für Java/Java-Script
  • das Thema Domino-Anwendungsmodernisierung (das auch andere Vorträge in Details aufgreifen werden)
  • …. und mehr

Ein paar mehr Details vorab auch in diesem Video:

panagenda ApplicationInsights ab sofort verfügbar

Auf der IBM Connect im Februar haben IBM und Panagenda das neue ApplicationInsights vorgestellt.

Mit diesem Werkzeug gewinnen IBM Kunden klare Einblicke in die Nutzung Ihrer Domino Anwendungslandschaft und erhalten den perfekten Überblick über die Komplexität der gesamten Anwendungsumgebung.

Alle Kunden mit aktiver Softwarewartung für IBM Domino Enterprise Server oder IBM Domino Utility Server können die Einstiegsversion von ApplicationInsights ab sofort kostenlos über die panagenda Website herunterladen.

Die für den Betrieb von ApplicationInsights erforderliche Lizenzdatei erhält man über die IBM Technote 2000687.

Die kostenlose Einstiegsversion umfasst eine detaillierte Analyse der 50 meist genutzten Domino Anwendungen sowie der 50 Domino Applikationen mit dem komplexesten Design.

Bei Bedarf können die umfangreichen Analysefunktionen von ApplicationInsights für weitere Domino Anwendungen freigeschaltet werden. Dabei erhält man auch einen Einblick in ungenutzte Domino Anwendungen. Zum Lizenzerwerb für die Freischaltung der erweiterten Funktionen kontaktieren Sie bitte den IBM Vertrieb oder ihren IBM Business Partner.

Weiterführende Informationen:
Offizielle Ankündigung von IBM zur Verfügbarkeit von ApplicationInsights
Panagenda Produktseite zu ApplicationInsights

IBM Verse, Notes & Domino Produkt-Update

Ed Brill, Vice President Offering Management & Design, IBM Collaboration Solutions, fasst die zahlreichen Ankündigungen auf der Connect 2017 zu Verse, Notes, Domino hier ganz offiziell zusammen.

Notes/Domino wird agil – Feature Pack 8 ist verfügbar!

Es klingt so harmlos, dabei ist „Feature Pack“ ist das neue „Release“. Wie auch z.B. bei Windows 10 gibt es Neuerungen in Notes Domino, wie bereits beim Feature Pack 7 angekündigt, nicht mehr mit einer neuen Releasenummer, sondern agiler als Feature Pack. Hintergrund ist, dass die Einführung neuer Releases in vielen Organisationen immer sehr zäh verlief, während FPs immer schnell installiert wurden. Unsere Intention ist, dass Neuerungen aus unserem Labor auch möglichst schnell bei den Nutzern ankommen. Kamen klassische Releases nur so alle 18-24 Monate, ist das in agilen Zeiten, in denen Nutzer so etwas wie „evergreen“ – immer das Neueste sofort – wünschen, einfach nicht mehr schnell genug. Deshalb jetzt Feature Packs und in höherer Frequenz. Zur Erinnerung: FP7 kam im September 2016, Verse on Prem im Dezember, FP8 nun Anfang März 2017 FP8, demnächst der Update zu VOP und auch FP9 wird auch noch in 2017 kommen.

Und es ist (insbesondere für Entwickler) viel Neues drin in dem IBM Notes Domino 901 FeaturePack 8. Die neben zahlreichen Fixes vielleicht wichtigsten Dinge sind:

  1. Optional können die Views nun außerhalb der NSF gespeichert werden, was diverse Vorteile bringt, wie u.a mehr Platz für die Anwendung, schnelleres Backup & Restore und bessere Performance
  2. Die Grenze für die Größe der Document Summary kann optional von 64kB auf 16 MB angehoben werden
  3. Die Java Runtime Umgebung ist auf Version 1.8 angehoben.
  4. ADFS 3.0. wird nun auch unterstützt.
  5. Optional kann man damit im Notes Client und Kalender Internet Adressen statt der Notes Adressen nutzen, was für viele heute intuitiver sein mag.
  6. Im Notes Client kann man optional das MIME Format beim Weiterleiten stehen lassen, statt es in Rich Text umzuwandeln. Das vermeidet eventuelle Formatierungsfehler.

PS.: Als Porsche-Fan muss ich ja sagen, dass mir ein Einfrieren der Release-Nummer bei 901 sehr gut gefällt. Und auch bei einem Porsche denk man ja gern an Feature Packs …

Video: Das war die IBM Connect 2017 – der Rückblick

Stefan Pfeiffer und Peter Schütt unterhalten sich am letzten Tag der IBM Connect 2017 in San Francisco ungescriptet über alles, was auf dieser maßgeblichen Konferenz schön war – also nicht das Wetter – , was bei IBM Collaboration Solutions neu ist und sein wird, u.a. über IBM Verse, IBM Notes und Domino Anwendungen, IBM Sametime, IBM Connections 6 und PINK, kognitive Services und neue Arbeitsmodi in Konversationen mit IBM Watson Work Services, Partnerschaften in einem offenen API-Ökosystem, u.a. mit Cisco, Box, Genbend und Actiance; die wachsende Bedeutung von aktuellen Open Source Technologien, wie Docker Container und MongoDB und den tatsächlich funktionierenden, von Watson kognitiv unterstützten Arbeitsplatz der nahen Zukunft.

Hier das Video:

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Domino Anwendungsmodernisierung

Die IBM hat – wie versprochen – auf der Connect 2017 zahlreiche Ankündigungen zum Thema Anwendungsentwicklung auf Basis IBM Domino gemacht. Damit wurde eines klar: IBM investiert signifikant und arbeitet daran, Domino weiterhin für moderne Anwendungsentwicklung fit zu halten. Ausgesprochen viele Kunden nutzen heute Domino-basierte Anwendungen für wichtige und absolut kritische Abläufe im Unternehmen und stellen sich die Frage, wie sie die Investition in diese Anwendungen für die Zukunft schützen und ausbauen können. IBM zeigt einen Weg auf, wie diese mit moderatem Aufwand modernisiert werden können.

Die Vorarbeit: Eine lizenzkostenfreie Anwendungsanalyse
Hierzu steht Kunden unter aktiver Wartung als Startpunkt mit „ApplicationInsights“ von panagenda eine starke Lösung zur Anwendungsanalyse bereit. Sie kann über Passport Advantage gebucht werden und wird als Appliance geliefert. Sie analysiert die bestehende Anwendungslandschaft, wobei neben den üblichen Parametern, wie die Analyse von Zugriffen und Benutzern einer Anwendung, auch analysiert wird, wie eine Anwendung programmiert worden ist, wie viel Code in einer Anwendung enthalten ist und wo sich dieser befindet. Wichtig ist natürlich zusätzlich der Aspekt, wie Anwendungen miteinander verknüpft sind. Auf Basis dieser Informationen können sich Unternehmen ein detailliertes Bild der bestehenden Anwendungen verschaffen und genau analysieren, welcher Weg für jede einzelne Anwendung der Beste ist. Die Ergebnisse dieser komplexen und mehrdimensionalen Analysen werden automatisch grafisch und verständlich aufbereitet.

Dies ist insbesondere wertvoll, um Aufwände abschätzen zu können. Es macht eben einen massiven Unterschied, ob in einer Anwendung nur Daten abgelegt werden oder ob in der Anwendung durch tausende Zeilen Code ein spezifischer Workflow implementiert ist. In zahlreichen Unternehmen und dort insbesondere bei Entscheidern, die einen Wechsel forcieren wollen, werden diese Aufwände sehr oft massiv unterschätzt oder die Informationen über die Aufwände werden bewusst klein gehalten. So sind uns Fälle bekannt, in denen eine Migration einer sehr komplexen Anwendung sogar abgebrochen wurde, weil die Kosten ausuferten.

Mit den Daten aus der Analyse der Anwendungslandschaft lassen sich Entscheidungen viel fundierter treffen, da anhand der Daten unterschiedliche Möglichkeiten aufgezeigt werden. Dies kann zum Beispiel das Abschalten nicht genutzter Anwendungen sein, eine Migration von Daten ohne Workflow auf andere Plattformen, wie IBM Connections, sowie eine Modernisierung der Anwendungsoberfläche (UI) für die Domino Anwendungen. Wobei sich entscheiden lässt, in welcher Form dies Sinn macht. So kann beispielsweise eine Anwendung, wie klassisch der Speiseplan, in der wenige Personen schreiben, aber auf die sehr viele zugreifen, in einer Art modernisiert werden, dass die Daten über moderne Interfaces nur zur Anzeige ausgelesen werden, anstatt auch ein schreibendes Interface per Webbrowser anzubieten.

Die Modernisierung der Anwendung basierend auf Domino kann dabei über unterschiedliche Ansätze vorgenommen werden.

Neue APIs
IBM investiert auch in die bestehenden REST Interfaces (Domino Access Services) und wird diese in zwei Richtungen erweitern. Zum einen wird die Möglichkeit geschaffen nicht nur PIM Daten über die REST Interfaces zur Verfügung zu stellen, sondern auch beliebige andere Daten per REST anzubieten. Um den Zugriff auf die Schnittstellen zu erleichtern, können sie, wie heute bereits bei vielen Cloud-Anwendungen üblich, über Swagger Technologie getestet und ausprobiert werden. Entwickler können über dieses Interface alle verfügbaren Apis anschauen, verstehen, wie die JSON Messages aufgebaut sind und können die Apis auch direkt aus dem Tool heraus testen, bevor die Fragmente dann in eigene Anwendungen eingebaut werden. Die zugrundeliegende Beschreibung der APIs per YAML kann zusätzlich auch in kompatible Editoren und IDE’s eingelesen werden, sodass der Code zur Integration mit den Domino Anwendungen weitestgehend automatisch erzeugt werden kann.

Mit SmartNSF die Anwendungslogik extrahieren
Neben der IBM Lösung spielt auch SmartNSF als Projekt auf OpenNTF eine sehr wichtige Rolle. Der Entwickler Christian Güdemann von WebGate hat direkt mit IBM zusammen eine neue Lösung entwickelt. Sie kann große Teile der Logik aus Domino Forms und Views übernehmen, sodass ein Entwickler beispielsweise beim POST der Daten per REST den “ComputeWithForm” auf Domino auslösen kann, um Felder berechnen zu lassen und bestehende Validierungen weiter nutzen zu können. Auch Domino Agenten können so gestartet werden.

IBM baut also massiv die Möglichkeiten aus einfach aus modernen Anwendungen auf Domino Applikationen, inklusive der bestehenden Logik, zuzugreifen.

Ein starkes Team – IBM und Partner
Zusätzlich zu den von IBM getätigten Investitionen in die Domino Anwendungsumgebung wird IBM die enge Zusammenarbeit mit Partnern in diesem Umfeld ausbauen. Aktuell sind es drei. Es werden aber weitere hinzukommen.

Der erste ist ein neuer Partner im IBM Ökosystem, die Firma Sapho. Sapho bietet eine Lösung an, über die Messages von Anwendungen einfach in einem LowCode Environment an mobile Geräte geschickt werden. So können beispielsweise Approval Workflows von Domino ohne die Entwicklung großer Applikationen für mobile Geräte freigegeben werden. Hierbei bietet Sapho einen Push Mechanismus zum Gerät und eine aktive Benachrichtigung. Für Domino wird es dazu einen dedizierten Konnektor geben.

Der zweite Partner ist We4IT aus Deutschland. We4IT stellt mit Aveedo eine einfache Plattform bereit, mit der Domino Anwendungen über einen Wizzard zu einer Web-Anwendung konvertiert werden können. Hierbei werden Entwickler dadurch unterstützt, dass versucht wird, Validierungen und ähnliche Dinge aus Domino Masken automatisiert in JavaScript zu konvertieren. Aveedo bietet zudem die Möglichkeit, die Web-Anwendungen weiter anzureichern, beispielsweise durch eine mitgelieferte Business Process Management (BPM) Engine oder die Integration mit kognitiven IBM Watson Services.

Der dritte Partner ist Darwino. Die Lösung von Darwino erlaubt ebenfalls eine Konvertierung der Anwendung. Sie fokussiert dabei aber auf ein eigenes Development Framework, über das Anwendungen entwickelt werden können, um diese dann in verschiedene, native Anwendungen zu konvertieren. So werden beispielsweise Android, iOS, Webanwendungen, aber auch Electron heute direkt unterstützt.

IBM Domino – heute und in der Zukunft
Es bleibt dabei: Der Wunsch nach einer Konvertierung von Applikationen auf andere Plattformen per Zauberstab bleibt eine – oft teure – Illusion. Effizienter ist es, die bestehende Anwendungslandschaft vorurteilsfrei zu analysieren und dann pragmatisch und mit Blick auf alle Kosten auf die zukünftigen Bedarfe auszurichten. Die Erfahrung zeigt immer wieder, dass eine komplette Neuentwicklung deutlich teurer wird als eine Modernisierung. Denn die Stärken von IBM Domino – besonders hohe Security, schnelle Projekte bei geringen Risiken, Einheitlichkeit und jahrzehntelange Rückwärtskompatibilität – kann eben keine andere Zielplattform vorweisen.

IBM bietet auch 2017 neue und vernünftige Möglichkeiten, bestehende Domino-Anwendungen weiter zu nutzen, und das auch mit modernen Oberflächen und auf allen Geräten – Desktop und mobil – oder eben auch neue Anwendungen zu entwickeln. Und damit ist und bleibt Domino, allen Unkenrufen zum Trotz, eine besonders stabile, preiswerte, von IBM immer wieder aktualisierte, absolut moderne Entwicklungsplattform, auf die sich unsere Kunden verlassen können – heute und in der Zukunft.