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Social Business als Begriff nicht in der Breite angekommen – Lasst uns Geschäftsnutzen reden!

Dieser Tage habe ich mal wieder an einer Diskussion teilgenommen, in der es (theoretisch) um den Nutzen von Technologien und Verhaltensweisen des Web 2.0 intern im Unternehmen ging, also das, was wir als IBM seit einigen Jahren Social Business nennen. Und wieder einmal driftete die Diskussion in Richtung Social Media. Einer der Diskussionsteilnehmer beschwerte sich – um es vorsichtig auszudrücken – über das nicht adäquate Verhalten vieler gerade junger Kollegen in den sozialen Medien. Die entsprechenden Tweets oder Facebook-Postings entsprachen wohl gar nicht dem Geschmack dieses Verantwortlichen.

Nun ging eine mehr oder minder heftige Diskussion los, warum dies denn so sei. Einige der Diskussionsteilnehmer warfen ein, dass es wohl an mangelhafter Ausbildung genannter junger Kollegen liege. Andere konterten ein, dass sie nur gute Erfahrungen mit Jungen gemacht haben. Besagter Diskussionsteilnehmer insistierte eher mehr denn weniger darauf, wie unmöglich das Verhalten dieser Youngster sei.

Losgelöst meiner persönlichen Meinung zu dem Sachverhalt – ich glaube weiterhin in Erklären und Ausbilden, daran Markenbotschafter in externen Medien aufzubauen – zeigte mir diese Diskussion einmal wieder, dass es auch nach Jahren nicht gelungen ist, den Begriff Social Business wirklich in der Breite zu etablieren. Mit Social Business wollten wir immer das Nutzen sozialer Technologien und Verhaltensweisen im Business, im Geschäft und für den erfolgreichen geschäftlichen Erfolg verstanden wissen. Der „Inner Circle“ kennt den Begriff. Darüber hinaus sieht es weiterhin düster aus.

Noch immer verstehen viele das Wirken von Unternehmen und Mitarbeitern in sozialen Medien darunter. Das kann ein Aspekt von Social Business sein. Meist meinen wir jedoch damit, wie Unternehmen besagte Kulturtechnologien wie „Liken“, „Sharen“ oder „netzwerken“ und Techniken wie Blogs, Wikis, Communities oder Bookmarking im Unternehmen (oder zwischen Unternehmen) nutzen, um besser zu arbeiten, Prozesse zu optimieren, Zusammenarbeit zu fördern und Wissen abrufbar zu machen, sprich, es geht um den geschäftlichen Nutzen.

Bessere Zusammenarbeit, Echtzeitkommunikation zwischen verschiedenen Standorten und Zeitzonen, höhere Innovationskraft, Bindung gerade auch der jüngeren Mitarbeiter, mobil arbeiten, besseren Service bieten, Kunden binden, notwendiges Change Management, Finden und Fördern gerade junger Talente und vieles mehr sind typische Gründe, den Weg zum Social Business zu gehen.

Doch worüber diskutieren wir sehr oft noch immer? Darüber, wie sich Mitarbeiter auf Facebook verhalten … Es ist also was schief gelaufen bei der Diskussion um Social Business. Wir haben viele nicht mit der – neudeutsch gesprochen – „Value Proposition“ erreicht. Nicht umsonst habe ich schon vor Monaten das Ende von Social Business verkündet und den Weg Richtung digitaler Transformation verkündet. Digitale Transformation umfasst aber wesentlich mehr als Social Business. Was ist denn nun der richtige Begriff? Derzeit sprechen wir in Deutschland von Arbeiten 4.0. Als IBM verwenden wir den #NewWayToWork – nicht nur als Hashtag.

Der wird unterdessen mit Zusätzen von Marktbegleitern leicht modifiziert abgekupfert. Im Kopieren waren und sind jene Marktbegleiter seit jeher … sagen wir … gut. Ich mag ja keine Grundsatzdiskussionen um Slogans wie Enterprise 2.0 oder Social Business. Aber irgendwie müssen wir den Mehrwert – und an den glaube ich – transportieren. Was wäre denn nur ein eingängiger Begriff, den mehr Leute verstehen? Digital arbeiten? Digitales Unternehmen? Social Enterprise? Enterprise Social?  Oh Gott, das übersetzt sich ja wieder super ins Deutsche. Vielleicht sollten wir einfach nur den Fokus auf den Geschäftsnutzen und Mehrwert legen!

Original auf DigitalNaiv erschienen.

DNUG: Der neue Vorstand

Die Mitgliederversammlung am 9. Juni 2015 in Dortmund hat das von engagierten Mitgliedern ausgearbeitete Konzept für die zukünftige Ausrichtung der DNUG bestätigt und einen neuen Vorstand gewählt. Kernbotschaft dieses Zukunftskonzeptes ist: Die DNUG ist eine Usergroup, die sich im Schwerpunkt mit den Collaboration-Produkten der IBM beschäftigt.

Der neue Vorstand hat sich auf die Fahnen geschrieben, die DNUG wieder als starke Interessenvertretung der Anwender zu etablieren. Alles darf in Frage gestellt werden. Was gut war, soll bleiben, alte Zöpfe müssen schnellstens weg. Dabei dürfen die Wurzeln nicht vergessen werden. Neben allen neuen spannenden Produkten gehört dazu nach wie vor auch IBM Domino.

Im ersten Schritt wird an einem neuen Veranstaltungskonzept gearbeitet. Es soll wieder ein breites Spektrum an Veranstaltungen angeboten werden. Auch die viel diskutierten Teilnahmekosten und ein frischeres Format werden in dieses Konzept mit einfließen. Wer auf der 42. Konferenz in Dortmund den Open Space miterlebt hat, hat eine erste Idee davon bekommen. Die DNUG will den Mitgliedern eine aktive Gruppe von Anwendern mit gleichen inhaltlichen Interessen sein.

Der Vorstand wird nun die Einarbeitungszeit nutzen, alle wichtigen Aufgaben zu identifizieren. Die Finanzierung und Restrukturierung der DNUG, die Intensivierung der Zusammenarbeit mit der IBM, das Schaffen von neuen Mehrwerten für alle Mitglieder, die Etablierung von Fachgruppen und neue Kooperationen mit anderen Gruppen sind nur einige von diesen Aufgaben.

Mitglieder des neuen Vorstands sind:
Stefan Gebhardt, FSS IT SOLUTIONS GMBH
Birgit Krüger, Bausparkasse Schwäbisch Hall AG
Jörg Rafflenbeul, Heitkamp & Thumann KG
Daniel Reichelt, SynCoTec
Dr. Erik Wüstner, Robert Bosch GmbH

Der Wahl gingen Beschlüsse zur Änderung der Satzung und damit in Verbindung stehender Anträge voraus. Bis zum Zeitpunkt der Eintragung bleibt der aktuelle Vorstand im Amt.

Weitere Informationen erhalten Sie bei:

DNUG – The Enterprise Collaboration Professionals e.V.
Leitung der Geschäftsstelle
Dr.-Ing. Roswitha Boldt

Kahlaische Straße 2, 07745 Jena
Telefon (+49.3641) 4569.0
Telefax (+49.3641) 4569.15
E-Mail info@dnug.de
Internet http://www.dnug.de

DNUG – The Enterprise Collaboration Professionals e.V.
DNUG –The Enterprise Collaboration Professionals e.V., Jena, wurde 1994 gegründet und ist die Vereinigung von und für Professionals, die sich mit Communication und Collaboration in und zwischen Unternehmen befassen. Der Verein zählt etwa 1.200 Aktive aus rund 250 Mitgliedschaften von Anwenderunternehmen, IT-Dienstleistern, Hochschulen und Einzelpersonen.

Als Connections User Community bestehen in der DNUG seit 2007 fundierte Erfahrungen mit IBM Connections. „EULUC – meet the experts“ ist Kommunikationsplattform für die Mitglieder und stete Gelegenheit, Social Software kennenzulernen und ohne eigene Installation erste Erfahrungen zu sammeln.