Big Data Analytics und HR – Kann das gut gehen?

Big Data, Analytics, BI Strategy, Predictive, Digital Transformation … – Bingo!

Seit geraumer Zeit sprießen im Zuge unzähliger Innovationen zig Buzzwords aus dem Boden – wer soll da noch verstehen, was es mit Big Data, Analytics und sonstigen Business Intelligence (BI) Themen tatsächlich auf sich hat? Muss ich in meinem HR Bereich überhaupt damit rechnen, dass dieses Big Data Analytics Phänomen auf mich zu kommt und meine klassische, ausgefuchste BI ersetzt? Dass 80% aller Daten unstrukturiert vorliegen hat man vielleicht schon mal gehört, aber…

Okay, werden Sie sagen – in ferner Zukunft, wenn die Big Data Wetterfront im HR Umfeld irgendwann mal einschlägt, dann kann ich mir über das Thema Gedanken machen. Es ist ja nicht einmal sicher, ob der Personalbereich überhaupt damit konfrontiert wird – woher sollten diese Daten denn bitte kommen?

Wird HR in Zukunft mit Big Data überhaupt konfrontiert werden?

Ja! Und zwar nicht erst in Zukunft, sondern jetzt, heute, in diesem Moment schon – während Ihr nächstes potentielles Top-Talent auf Twitter einen Post mit Überlegungen zur Jobsuche veröffentlicht. Oder die nächste elektronische Bewerbung einflattert, welche vielleicht heute noch händisch analysiert wird, aber eigentlich automatisch ausgewertet werden könnte und zeitgleich eine komplette Bewerberanalyse unter Einbezug von Social Media Daten, Sentimentanalyse und Abgleich mit Assessment Daten ein vollumfängliches Talent-Profil mit Informationen über die Persönlichkeit von Bewerbern ausgeben könnte.

Die relevanten Daten sind längst da! Jetzt hängt es nur noch davon ab, was HR aus diesen Daten macht.

Neben der Analyse einzelner Kandidaten im Recruitment ist viel mehr möglich – von Personality Analytics eines Einzelnen bis hin zur gesamten Workforce Analytics der vollen Belegschaft.

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Was ist heute bereits mit Big Data Analytics im Human Resources Bereich möglich?

Bereits heute können folgende Daten zur starken Analyse des HR Big Data genutzt werden:

Talent Acquisition – Bewerberdaten, egal ob Bewerbungen, Assessment-Tests oder weitere Daten können umfassend analysiert werden um die besten potentiellen Talente identifizieren zu können.

Talent Management – Bestehende Mitarbeiterdaten in jeglicher Form aus internen und externen Daten können herangezogen werden, um die gesamte Leistungserbringung und den Einsatz der Workforce zu optimieren.

Social – Interne und externe soziale Medien-Daten, wie Blogeinträge, Forenkommentare, Diskussionen, Posts, Videos, Texte und vieles mehr können verwendet werden, um gezielte Analysen durchführen zu können.

Learning – Der Talent-Entwicklungsstand des gesamten Unternehmens bis in tiefste Details kann entlang der Learning Daten von klassischen Schulungen und E-Learning und anderen Formen on-the-fly analysiert werden.

Surveys – Um neben dem Wissen über die Mitarbeiter auch das Meinungsbild oder Umfragen zu innovativen oder neuen Themen des Unternehmens selbst zu erlangen, können Mitarbeiterbefragungsdaten in großen Massen analysiert und ausgewertet werden.

Talent Analytics – Unter Talent Analytics werden als Oberbegriff jegliche Initiativen zur Auswertung von HR Big Data subsummiert. Dabei geht das Spektrum vom Personality Insight eines Einzelnen bis zur Workforce Analytics der Gesamtheit der bestehenden und potentiellen Mitarbeiter im Unternehmen. Moderne Tools sind in der Lage, auf schnellem Weg, durch lediglich Eingabe einer Frage à-la-Suchmaschine, Ergebnisse komplexer statistischer Analysen grafisch und begründet zu visualisieren.

Passt die Massendatenanalyse „Big Data Analytics“ überhaupt in den traditionellen Personalbereich?

Definitiv! Wichtig ist, dass HR wieder zum Taktgeber in der Unternehmensführung wird. Das Personal als ausführender Arbeitsfaktor ist das entscheidende Glied in der Leistungserbringung eines Unternehmens! Daher ist es von außerordentlicher Wichtigkeit, die vorhanden Daten, die bisher nur schleppend, stückweise und in minimalem Umfang analysiert werden, zur faktbasierten Entscheidungsfindung zu nutzen!

Wichtig ist aber auch ein kultureller Wandel im Unternehmen. Der Mitarbeiter muss die Angst verlieren, als gläserner Mensch durchweg analysiert zu werden. Dies kann nur passieren, wenn das gesamte Unternehmen diesen Kulturwandel durchlebt und unterstützt. Durch ein klares und transparentes Commitment – bis hoch zur Geschäftsführung – ist es möglich, diesen Kulturwandel, weg von einer klassischen Ellenbogengesellschaft (in der sich jedes ketzerische Detail via Buschfunk in Stunden rumspricht) im Zuge der Digitalen Transformation hin zu einem offenen, transparenten und zugleich sozialen Unternehmen, durchzuführen. Durch gezielte Schulungen, Trainings und Hilfestellungen sollte bei den Mitarbeitern die notwendige Akzeptanz geschaffen werden. Jeder, der sich in einem gut funktionierenden, automatischen Netzwerk selbst präsentieren kann und seine Daten dabei helfen, sich selbst weiterzuentwickeln und dabei die persönlichen sowie unternehmerischen Ziele zugleich erfüllt werden können – das ist doch der Traum jedes Mitarbeiters.

Wie erfahre ich mehr zu einer stingenten Big Data Analytics HR Strategie und wie kann ich meinen HR Bereich wieder zum strategischen Treiber statt Getriebenem machen?

Eine Möglichkeit zum Austausch mit Gleichgesinnten und der taktischen Untermalung eines Orchesters aus HR Experten wird Ihnen zum Beispiel auf dem IBM HR Festival im Rahmen der re:publica in Berlin geboten. Zögern Sie nicht in die offene Diskussion mit den Experten zu gehen – schauen Sie über den Tellerrand und melden Sie sich direkt für den 03. Mai in Berlin an:

http://www-05.ibm.com/de/hr2016/

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